Erster gegen Zweiter als Vorentscheidung für den Siebten Titel in Folge

Nach zwei Remis stehen wir am Scheideweg. Souverän zum Titel oder Hals über Kopf zurück in die Titelschlacht. 90 Minuten in Hütteldorf geben die Richtung vor.

Zwölf offene Punkte, sechs Zähler Vorsprung und dennoch keine Gewissheit über den Ausgang. Zu viele Ungewissheiten tummeln sich derzeit. Urteil, Einspruch, Strafmilderung, Einspruch … was als Nächstes kommt, kann niemand absehen. Auch ein Comeback des LASK ins Titelrennen ist nicht ausgeschlossen. Ungewiss ist ebenso, was uns am Mittwoch bei Rapid erwartet. Die Verletztenliste der Hütteldorfer säumt mittlerweile mehrere Absätze. Von der Kühbauer-Elf kann man alles haben: überraschende Heimniederlagen, verblüffende Auswärtssiege, nur Konstanz eben nicht.

Die einzige Gewohnheitstat blieb in dieser Saison die obligate Niederlage gegen unsere Roten Bullen. Alle vier Duelle (drei in der Tipico Bundesliga, eine im ÖFB-Cup) gingen an uns. Lieblingsgegner, möchte man meinen. Doch weit gefehlt, Rapid bringt immer Kampf und Siegeswillen, wie es der Mythos besagt. Rapid lag in zehn Bundesliga-Spielen dieser Saison zurück. Aus fünf davon holte man noch Punkte.

Wir wissen, was uns erwartet. Irrtümlich geglaubte Überlegenheit kann fatal enden. So gesehen gut, dass wir diese Erfahrung schon im 2:2 gegen den WAC gemacht haben. Das Spiel zu Ende spielen, die Konzentration halten, auch wenn ob des Mörderprogramms die Waden zwicken, steht ganz oben im Anforderungskatalog.

Jesse Marsch steht dafür ein verbreitertes Kontingent zur Verfügung. Rasmus Kristensen und Sekou Koita trainieren wieder in voller Intensität. Dank der gut funktionierenden Rotation gibt es keine neuen Verletzten zu beklagen. Die Fähigkeit zur Luftverteidigung wird gegen Rapid gefragt sein. Zum einen resultierten beide Treffer des WAC aus Flanken, zum anderen erzielte Rapid bereits neun Kopfballtore in dieser Saison, zwei davon gegen uns nach ruhenden Bällen.

Das Spiel ist am Mittwoch ab 20:20 Uhr in unserem Bullenfunk zu hören.

Personelles

Verletzungsbedingt nicht einsatzbereit ist Antoine Bernede (Knöcheloperation). Rasmus Kristensen und Sekou Koita bestreiten nach längeren Verletzungspausen wieder das Mannschaftstraining.

Statements

Jesse Marsch über …

… die Bedeutung des Rapid-Spiels:

Wir haben Respekt vor Rapid, wollen aber am Mittwoch einen Sieg holen. Uns ist bewusst, dass das Spiel von besonderer Bedeutung ist und wir einen wichtigen Schritt in Richtung Meistertitel machen können. Aber es wird, wie schon über die gesamte Saison, sicherlich wieder ein sehr enges Match mit vielen Zweikämpfen, mit sehr viel Intensität. Darauf müssen wir vorbereitet sein und dagegenhalten.

... die Lehren aus dem 2:2 gegen den WAC:

Wir hatten viele Situationen, die wir nicht sauber genug zu Ende gespielt haben. Damit hätten wir uns den Sieg schon längst sichern können. Die Folge waren dann einfache Fehler bei den beiden Gegentoren. Darüber haben wir mit der Mannschaft gesprochen, das gilt es, bei Rapid besser zu machen. Wir gehen mit guter, positiver Stimmung in dieses Match.

Max Wöber über …

… das Duell mit seinem Ex-Klub:

Auch wenn es ein besonderes Match für mich ist, bin ich einzig und allein darauf konzentriert, am Mittwoch alles für unseren Sieg zu tun. Andere Dinge blende ich aus. Aber natürlich ist uns allen klar, dass dieses Spiel große Bedeutung für den weiteren Verlauf der Meisterschaft haben kann.

... seine bisherige Zeit beim FC Red Bull Salzburg:

Es war auf jeden Fall der richtige Schritt, nach Salzburg zu kommen. Das Umfeld ist perfekt, und ich habe mich in einer Mannschaft selten so wohl gefühlt. Wir haben viel Spaß beim Training und sind sehr erfolgreich. In der Liga und auch international haben wir tolle Spiele abgeliefert. Mir wurde hier von Anfang an sehr viel Vertrauen entgegengebracht und dafür bin ich sehr dankbar.

Die letzten Bundesliga-Duelle mit Rapid:

03.06.2020 FC Red Bull Salzburg – Rapid Wien 2:0 (1:0)
27.10.2019 FC Red Bull Salzburg – Rapid Wien 3:2 (1:0)

26.07.2019 Rapid Wien – FC Red Bull Salzburg 0:2 (0:1)
24.02.2019 Rapid Wien – FC Red Bull Salzburg 2:0 (0:0)