Diadie bei seinem letzten Interview im Dienste der Roten Bullen

Diadie Samassekou geht nach einer erfolgreichen Zeit bei unseren Roten Bullen von Bord. Vor seinem Transfer teilte er mit uns seine Gedanken.

Im Interview spricht unser Mittelfeldstar über Erinnerungen, seine Entwicklung und über seine Zukunft in Deutschland.

Wenn du dich an den Tag, an dem du bei uns den Vertrag unterschrieben hast, zurückerinnerst und deine Zeit hier in Salzburg Revue passieren lässt – würdest du alles genau so machen, wie du es gemacht hast?

„Ich bin als Kind gekommen und gehe als Mann. Die Personen im Verein und rundherum haben mir dabei ungemein geholfen. Es wird dir 24/7 bei allem geholfen. Die Trainingskultur ist ungemein gut, genauso wie die Stimmung. Deshalb war Salzburg eine top, top Erfahrung für mich.

Was ist das Besondere an unserem Klub? Was hat dieser Verein/dieses Land zu bieten, was andere Vereine/Länder nicht haben?

„Es war am Anfang schwer für mich. Hier ist es ja nicht wie in Mali. Die Kultur ist anders. Aber die Stadt ist schön. Und sehr viele in meinem Umfeld haben mir geholfen. Das war wichtig für mich. Denn so konnte ich vieles lernen. Eigentlich habe ich alles hier gelernt, sowohl fußballerisch als auch menschlich. Jeder Tag hier war für mich ein Bonus, weil ich immer happy war.“

In deiner Zeit in Salzburg war Musti eine sehr wichtige Bezugsperson für dich. Wie würdest du dein Verhältnis zu ihm beschreiben?

„Unser Integrationsmanager Musti war wichtig für unsere Entwicklung, auf dem Platz wie abseits davon war er immer für uns da, ein richtiger Papa. Ich werde ihn sehr vermissen.“

Lass uns ein wenig an deinen Gedanken teilhaben, warum der Zeitpunkt für deinen Wechsel und somit der nächste wichtige Schritt deiner Karriere der richtige ist?

„Mit meinem Jahr in Liefering und meinen drei Jahren im Profikader hatte ich eine gute Zeit hier. Für mich ist einfach der Zeitpunkt gekommen, an dem ich in eine stärkere Liga wechseln will, um mich vor einem größeren Publikum zu präsentieren. Das war keine leichte Entscheidung, ich habe mit meiner Familie lange darüber gesprochen. Für mich war Salzburg eine gute Plattform. Jetzt kann ich mich mit den besten Mannschaften in Deutschland messen und mein Talent unter Beweis stellen.“

Wie wirst du deine Zeit in Erinnerung behalten?

„Ich hatte so eine gute Zeit hier. Jede Meisterfeier war besonders für mich. Der Sieg gegen Dortmund war aber mein persönliches Highlight. Da haben wir bewiesen, dass wir in Salzburg mit der absoluten Weltspitze mithalten können.“

Gibt es „DEN MOMENT“ beim FC Red Bull Salzburg, der dir immer in Erinnerung bleiben wird und der dich geprägt hat?

„Für mich war dieser Tag ganz besonders. Zwar hatte ich schon ein Tor geschossen, aber das war ein Elfer. Es hat sich also wie mein erstes wahres Tor angefühlt. Das habe ich für meinen Freund Doudou (Amadou Haidara) gemacht. Diesen Tag werde ich nie vergessen.“

Du bist ja ein „lustiger Vogel“, hast viele Freunde gefunden – Hand aufs Herz, was wirst du bei uns in Salzburg vermissen?

„Hier sind eigentlich alle meine Freunde. Hervorstreichen möchte ich Musti (Mustapha Mesloub), meine Jungs aus Mali … wobei, die freuen sich wahrscheinlich auch, dass ich weg bin und sie jetzt zum Zug kommen.“

Was würdest du einem jungen, aufstrebenden Fußballtalent antworten, wenn er dich fragen würde, ob sich ein Wechsel nach Salzburg lohnt?

„Würde mich ein junger Spieler fragen, ob er hierher kommen soll, würde ich sagen: Komm Junge, denk nicht länger nach. Das ist der beste Ort für deine Entwicklung.“

Der FC Red Bull Salzburg bedeutet für mich …?

„… sehr viel. Auch wenn ich jetzt einen anderen Weg nehme, mein Herz wird immer hier bleiben!

Diadie im Abschiedsinterview