Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 14. Runde in der Tipico Bundesliga

Drei vorne, keines hinten: Das Ergebnis liest sich ideal, täuscht aber über die hart erkämpfte Natur des Sieges hinweg.

Puh, tief durchatmen. Das 3:0 in Wolfsberg war kein Spaziergang und doch präsentiert es selten gesehene Qualitäten. Gemäß dem Motto Reich ist nicht der, der viel hat, sondern der, der wenig braucht zeigten wir Sparsamkeit. Das Auswärtstrikot im Sumsi-Design unterstrich diesen Fakt. In so gut wie jeder Statistik waren wir numerisch unterlegen: Ballbesitz, Zweikampfquote, angekommene Pässe. Die einzige Statistik, die für uns sprach, ist die einzig erhebliche: das Spielergebnis.

Das kommt natürlich nicht von ungefähr, sondern von Erling Haaland. Der erneute Triplepack unseres Norwegers ist der bereits fünfte in der laufenden Saison. Drei davon erzielte er in der Tipico Bundesliga. Qualität über Quantität: Zwar verzeichneten wir mit zwölf nicht einmal die Hälfte der 25 Wolfsberger Schüsse, dennoch brachten wir mit sechs einen mehr auf den Kasten. Das ist nicht nur ein Qualitätsunterschied der Schüsse, sondern vor allem ein Qualitätsunterschied der Chancen. Während ein Großteil unserer Möglichkeiten in den Rücken der WAC-Abwehr kreiert wurden, schoss der WAC häufig aus semi-optimalen Gelegenheiten und brachte sich so um den Profit.

Waren es die Witterungsbedingungen, die müden Knochen oder die aggressiven Gegner: Die Passqualität unserer Roten Bullen war nicht wie gewohnt. Dass es dann auch mal hoch und weit, vielleicht auch blind gehen muss, demonstrierten die Entstehungsgeschichten unserer Treffer in der zweiten Halbzeit. Es war die Art von Spiel, für die sich der Trainingsschweiß lohnt. Es war schließlich nicht viel Finesse nötig, um die Innenverteidiger des WAC zu überwinden, es waren öffnende Pässe und Geschwindigkeit. Und von jener haben Patson Daka und Erling Haaland Gott sei Dank eine Menge.

Gelobt sei aber nicht nur der Allmächtige, sondern auch unsere Verteidigung. Wer bei einer derartigen Chancenvielfalt des Gegners die Null hält, darf stolz sein. Rasmus Kristensen entschied im Schnitt vier von fünf Zweikämpfen für sich, Maximilian Wöber drei von vier. Es sind Dinge, die man nicht sieht, den Unterschied ausmachen und zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Der Sieg war kein Symphatiebringer, aber ein Sechs-Punkter im Meisterrennen.

BL-14: WAC vs. RBS