Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 6. Runde in der Tipico Bundesliga

New System? No Problem! Unsere Burschen standen gegen die WSG Tirol zum ersten Mal in der ungewohnten 3-5-2 Formation auf dem Rasen. Gewohnt war hingegen das klare Resultat zu unseren Gunsten.

Über die Vorliebe von Jesse Marsch für die Dreierkette standen viele Gerüchte im Raum, diesmal stand sie zum ersten Mal auf dem Platz. Und die Premiere verdient das Attribut „gelungen“. Als balancierter Antagonist zu unserem üblich offensiven 4-2-2-2 sorgte die neue Formation gleichermaßen für Tore und Solidität. Neben dem taktischen Aspekt reizte die Auswärtsfahrt auch mit personellen Überraschungen.

Albert Vallci und Majeed Ashimeru kamen das erste Mal in der laufenden Bundesliga-Saison zu einem Startelfeinsatz. Letzterer zahlte das Vertrauen mit seinem Treffer zum 1:0 nach nur zwölf Minuten zurück. Es war der erste Pflichtspieltreffer des Ghanaers im Trikot der Roten Bullen. Albert Vallci dirigierte als zentraler Anker die neuformierte Dreierkette. Ausgerechnet in seiner alten Heimat, dem Tiroler Tivoli, spielte er nach seiner Knöchelverletzung zum ersten Mal über 90 Minuten, und das keineswegs verhalten. Vallci gewann 75 % seiner Zweikämpfe. Auch in der Spieleröffnung ergaben sich mit dem Steirer neue Optionen. 18 seiner 21 Pässe in das gegenerische Drittel fanden den Fuß eines Mitspielers.

Sichtlich Gefallen an seiner neuen Rolle als Wingback fand auch Patrick Farkas. Unser Burgenländer interpretierte seine Position sehr offensiv und spielte eine persönliche Rekordzahl von 14 Pässen ins letzte Drittel. Das übertraf er bislang nur einmal in seiner Karriere, als er in Diensten des SVM 2016 als Flügelspieler auflief. In seiner gewohnten Unbarmherzigkeit entschied er dennoch 75 % seiner Zweikämpfe für sich.

Die auskragende Flügelzange mit Ulmer und Farkas verhalf unseren zentralen Filigranos zu mehr Räumen. Wieder einmal war es Antoine Bernede, der sich zum Dirigenten der Marsch-Musik machte. Seine 100 Ballaktionen hatten allerdings ein anderes Muster als in den Vorwochen. Spielte er vor der gewohnten Viererkette noch die abkippende Sechs zwischen den Innenverteidigern, operierte er, ob des Extramannes in der Abwehrkette, nun höher. Die logische Konsquenz: der zweite Assist des Franzosen in der laufenden Saison.

Selbst wenn sich eine Kausalität nicht bestätigen lässt, ist es bemerkenswert, dass sich die individuellen Werte so gut wie aller Spieler im 3-5-2 verbesserten. Das schlägt sich auch in den kollektiven Statistiken nieder. Zum dritten Mal in Folge spielten wir über 500 Pässe. Ganze 461 davon wurden als Kurzpässe registriert, das sind 91 % der Gesamtzahl und damit ein Indikator für die perfektionierten Automatismen im System Marsch.

Erling Haaland traf zum fünften Mal in Folge – alleine im Monat August damit acht Mal. Gegen die WSG mit einer Kopie seines Gewalttreffers gegen die Admira aus der Vorwoche.

BL-6: WSG vs. RBS