Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 3. Runde in der Tipico Bundesliga

Tore fielen gegen den WAC wie sonst nur Regen in Salzburg. Die Deutlichkeit des Resultats reflektiert den engen Spielverlauf nicht, zeigt aber unsere immerwährende Gewinnermentalität.

Unser Duell mit dem Wolfsberger AC war ein Spiel für den neutralen Beobachter, jedoch kein gutes für das eigene Nervenkostüm. Gleich sieben Mal klingelte es, davon fünf Mal im Kasten der Kärntner – ein Umstand, der aktuell die Regel ist. In unseren letzten drei Heimspielen erzielten wir jeweils vier Treffer oder mehr. Diesmal war der Torreigen der Tatsache geschuldet, dass beide Teams gleichermaßen zu Angriffen einluden. Riskant hohe Verteidigungslinien und die Liebe zum vertikalen Pass sorgten für Chancen im Minutentakt.

WAC-Coach Gerhard Struber implementierte trotz seiner bis dato kurzen Amtszeit die Salzburger Spielphilosophie stilecht und stellte uns so vor Probleme. Zwar lagen die größeren Spielanteile bei uns, das gut koordinierte Angriffspressing sorgte aber für das frühe 0:1 durch Niangbo. In Folge adaptierten wir unser Spiel. Unsere Burschen forcierten das Flügelspiel und zwangen den WAC so zu längeren Anlaufwegen im Angriffspressing. Viel lief über unseren Captain Andi Ulmer, der mit 88 Ballaktionen die meisten im Spiel verzeichnete. Der Dauerbrenner drückte den letzten vier Bundesliga-Spielen mit zumindest 80 Ballaktionen seinen Stempel auf.

Dass wir den frühen Schock des Rückstands so schnell verdauten, war ein Indikator für unsere Qualität. Trotz des hektischen Spielverlaufs war unsere Passquote mit 76 % deutlich besser als jene des WAC. Fünf unserer zehn Konter resultierten in einem Abschluss. Sechs unserer zwölf Flanken kamen an den Mann. So drehten wir durch Erling Haaland und ein Eigentor von Sollbauer die Partie schon bis zur Halbzeit.

Auch im zweiten Durchgang blieb die Intensität der Partie erstaunlich hoch. Das zeigte sich vor allem in der sinkenden Ballsicherheit. Gerade einmal 3,16 Pässe zählte eine durchschnittliche Ballstafette gegen den WAC. Gegen Mattersburg zählte sie noch 5,03 Pässe. Dafür war das Spiel direkter. Das 3:1 durch Erling Haaland hätte gegen viele Gegner den Deckel draufgemacht. Aber der WAC, in persona Shon Weissman, kam mit dem Dosenöffner. Sein Anschlusstreffer brachte noch einmal Brisanz ins Spiel, zumal er direkt vom Wiederanstoß die Chance auf den Ausgleich hatte, die Andre Ramalho gerade noch zu vereiteln wusste. Mit fünf Torschüssen ließen wir den Wolfsbergern mehr Gelegenheiten als unseren letzten fünf Bundesliga-Gegnern.

Aber Qualität setzt sich durch! Der bereits erwähnte Andre Ramalho hatte mit ganzen 23 Ballgewinnen einen hervorragenden Tag. Mehr Bälle hat er zuletzt im vergangenen Dezember gegen die Admira gewonnen, damals waren es 25. Zudem erzielte er seinen ersten Bundesliga-Treffer seit über einem Jahr. Damals netzte er am zweiten Spieltag gegen Mattersburg.

Erling Haaland verwertete drei seiner vier Torschüsse zu seinem zweiten Hattrick für unsere Roten Bullen.

BL-3: RBS vs. WAC