Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 5. Runde in der Tipico Bundesliga

Ain't no stopping us right now! Der Salzburger Express rollt weiter. Als wäre es ein Alpenpass, klettert er in schwindelerregende Höhen. Ein Bericht über atemberaubende Spitzenleistungen.

Wöchentlich grüßt das Murmeltier. Und langsam, aber sicher gehen uns die Superlative aus. Auch der fünfte Spieltag war von einer hervorragenden Leistung gekrönt. Fünf Tore erzielt, keines zugelassen, und dennoch gestand unser Trainer Jesse Marsch ein, vor dem Spiel eine falsche Devise ausgegeben zu haben. Schnell und vertikal sollte es in die Spitze gehen. Gegen den stabilen Eight-Pack an der Strafraumgrenze der Admira gab es damit aber kein Durchkommen, zumal das eng gesponnene Netz viele Bälle abfing und schlichtweg kein Raum in der Tiefe vorhanden war. Schüsse aus der zweiten Reihe waren die Reaktion. Gleich 14 Mal feuerten wir von außerhalb des Strafraums auf das Tor, häufiger als in jedem anderen Bundesliga-Spiel dieser Saison.

So absurd das auch klingen mag: Die ersten 20 Minuten der Admira waren eine Blaupause für kommende Gegner. Die Kunst der defensiven Solidität ist aber, sie über 90 Minuten kompromisslos darbieten zu können. Das scheiterte in der 21. Minute, als Christoph Schösswendter Hee Chan Hwang, wohl nicht elfmeterwürdig, zu Fall brachte. Es war der zweite von drei Penaltys, die wir in der jungen Saison zugesprochen bekamen. Alle drei brachten wir im Tor unter.

Nach unserem 1:0 durch Hwang legten wir nur zwei Minuten später, ebenfalls durch den Koreaner, nach. Für ihn war es der sechste Doppelpack im Trikot unserer Roten Bullen, wundersamerweise aber nicht der schnellste. In der Partie gegen OGC Nice traf er 2016 innerhalb einer Minute doppelt.

Der Matchplan der Admira war damit obsolet. In Folge wurde unsere Dominanz noch eklatanter. 73 % Ballbesitz ist unser Ex-aequo-Bestwert in dieser Bundesliga-Saison. Enock Mwepu verzeichnete mit 118 Ballaktionen und 100 Pässen bei seinem ersten Bundesliga-Startelfeinsatz seit Mai zwei Spitzenwerte.

Auch unser Neuzugang Max Wöber spielte sich in die Manege. Mit besagtem Mwepu und Andre Ramalho war er einer von drei Spielern mit mehr als 100 Ballaktionen. Seine Qualitäten im Spielaufbau stellte er mit eindrucksvollen 99 Pässen zur Schau, von welchen 90 % einen Abnehmer fanden.

Eine Quote, die nur vom wieder überragenden Antoine Bernede übertrumpft wurde, der mit 91,3 % zum dritten Mal in Folge unser bester Passgeber war. Seine vier erfolgreichen Dribblings erinnerten an seine Vergangenheit als Flügelspieler.

Sekou Koita traf, wie schon in der Vorwoche gegen St. Pölten, als Joker. Dort vergingen zwischen Einwechslung und Treffer neun Minuten, diesmal waren es 18.

Jesse Marsch ist neuer Einstands-Rekordhalter. Er ist der erste Bundesliga-Trainer, der seine ersten fünf Partien gewinnen konnte.

BL-5: RBS vs. ADM