Rapid zu Gast

Hals über Kopf in den Titelkampf

Jedes Spiel ein Endspiel, das erste ganz besonders. Ein Kampf, eine enge Kiste, gegen Rapid müssen wir alles in die Waagschale werfen.

Erfolgreich bedeutet nicht mit Vergnügen. Oft zogen wir gegen Rapid den Längeren, einfach war das aber selten. Die Hütteldorfer verstehen es, Spiele zu einer Schlacht zu machen. Die Erfolge der jüngeren Vergangenheit geben ihnen recht. Vor dem Lockdown blieben die Grün-Weißen neun Spiele lang ungeschlagen. Ihre längste Serie seit Herbst 2017. Ob es drei Monate später so weitergeht? Wer weiß? Vielleicht läuft es ja sogar besser? Die Kühbauer-Elf kommt über den Kampf, da wiegt es womöglich leichter, dass es wenig Gelegenheit gab, um sich einzuspielen. Wollen die Grün-Weißen im Titelkampf mitmischen, müssen sie punkten, um ihren Rückstand von vier Zählern nicht anschwellen zu lassen.

Zu rechnen ist auch mit einer offensiven Grundausrichtung. Seit der Winterpause liegt die einstige Fünferabwehr ad acta, Kühbauer lässt im 4-2-3-1 auflaufen. Wobei sich vor allem Mittelfeld und an vorderster Front viele personelle Optionen bieten. Mit dem Neuzugang von Ercan Kara ist zusätzlich Konkurrenz um die Position des Lone Strikers entstanden.

Pressekonferenz vor Rapid Wien

Die Abwehr ist dagegen eingespielt. Speziell in fremden Gefilden erspielt man gerne Punkte. Im Grunddurchgang bezogen die Hütteldorfer nur eine Niederlage on the Road, das 2:3 gegen unsere Roten Bullen. Zlatko Junuzovic erinnert sich im Interview an seinen legendären Freistoß. Es war eines von jenen 16 Heimspielen in Serie, in denen wir zwei oder mehr Tore erzielten. Dass uns das Toreschießen auch nach dem Lockdown leichtfällt, haben wir im UNIQA ÖFB Cup-Finale demonstriert. Ob sich die Mannschaft nach einer solchen Performance von alleine aufstellt? Jesse Marsch wollte sich nicht in die Karten blicken lassen. Über das vergrößerte Wechselkontingent freute sich der bekennende Rotationsliebhaber aber.

Das Spiel ist am Mittwoch ab 20:30 Uhr im ORF zu sehen und ab 20:20 Uhr in unserem Bullenfunk zu hören.

Zusatzinformation: Während Spielen ist der Bullshop, das Ticketing- & Service-Center und der Bulls Corner nicht geöffnet.

Personelles

Verletzungsbedingt nicht einsatzbereit sind Rasmus Kristensen (Oberschenkel) und Masaya Okugawa (Oberschenkel).

Statements

Christoph Freund über …

… die Bedeutung des Cup-Erfolgs gegen Austria Lustenau:

Dieser Titelgewinn war für unsere Moral, für unser Selbstvertrauen sehr wichtig. Es war unser großes Ziel, dass wir mit einem Erfolgserlebnis in diese dritte Phase der Saison starten. Die Mannschaft ist von der ersten Minute an sehr gut aufgetreten, hat sehr konzentriert und aggressiv gespielt und sich einen wunderschönen Titel geholt. Wann war es schon je möglich, sich mit dem ersten Spiel nach einer längeren Pause einen Titel zu holen? Das gibt uns viel Selbstverständlichkeit für unsere Abläufe im Spiel, und es war eine super Generalprobe für die Bundesliga.

... die kommenden Bundesliga-Wochen:

Es erwartet uns eine sehr intensive Phase mit einer sehr hohen Belastung, wir haben in fünf Wochen zehn Spiele. So etwas hat es in dieser Form noch nie gegeben. In dieser Zeit wird in der Bundesliga alles entschieden und wir können die Saison krönen. Wir haben eine herausragende Champions League-Saison und einen super Herbst gespielt. Jetzt haben wir uns den Cup-Titel geholt und wollen jetzt unbedingt auch den siebenten Meistertitel in Serie nach Salzburg holen, was etwas ganz Außergewöhnliches wäre. Darauf haben wir uns sehr gut vorbereitet und alle wissen, worauf es ankommt. Jetzt gilt es, diesen Fokus beizubehalten und die PS auf den Platz zu bringen.

Jesse Marsch über …

… die Lehren aus dem Cup-Finale, so ganz ohne Zuschauer:

Wir haben gemerkt, dass unsere Motivation, unsere Konzentration und unsere Persönlichkeit am Platz jetzt noch wichtiger sind, als es mit Zuschauern der Fall ist. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft, die das im Cup-Finale über 90 Minuten sehr gut gemacht hat. Es war das erste Spiel und gleich die Chance auf einen Titel. Und es ist eine sehr gute Vorbereitung für uns.

... die Erwartungen an das Rapid-Spiel:

Dieses Spiel gegen Rapid ist vielleicht das wichtigste in der Meisterrunde. Wir brauchen auch in der Meisterschaft einen guten Start und müssen auf alles vorbereitet sein. Wir haben in dieser Saison schon drei Mal gegen sie gespielt und dabei gelernt, dass sie sehr stark über den Kampfgeist kommen. Wir müssen also auch diesmal für ein sehr intensives Match bereit sein.

Die letzten Bundesliga-Duelle mit Rapid Wien:

27.10.2019 FC Red Bull Salzburg – Rapid Wien 3:2 (1:0)
26.07.2019 Rapid Wien – FC Red Bull Salzburg 0:2 (0:1)
24.02.2019 Rapid Wien – FC Red Bull Salzburg 2:0 (0:0)
23.09.2018 FC Red Bull Salzburg – Rapid Wien 2:1 (1:0)