Max Wöber im Spieltagsinterview

Max Wöber brennt auf seinen ersten Meistertitel. Das Spitzenspiel gegen seinen Ex-Klub Rapid ist ein besonderes, wie er uns im Interview erzählt.

Gegen den WAC habt ihr in den letzten zehn Minuten eine 2:0-Führung verspielt. Hand aufs Herz. Wie groß war der Ärger nach dem Match?

„Wir haben uns natürlich extrem geärgert, weil es unnötig war. Wir haben die Partie über 80 Minuten kontrolliert, und der WAC hatte bis auf die Anfangsphase nicht viel vom Spiel. Und dann waren wir ein paar Minuten nicht bei der Sache und schon hatten wir zwei Punkte verspielt …

Spielt die Müdigkeit da eine Rolle? Immerhin habt ihr gerade zwei Matches pro Woche.

Da ist sicher was dran. Vielleicht wirkt sich die Müdigkeit gar nicht so auf die Schnelligkeit aus, sondern auf die Konzentration. Wir haben uns mit dem 2:0 aber vielleicht auch schon zu sicher gefühlt und waren mit den Gedanken schon bei Rapid. Der WAC war dann sehr abgebrüht und hat das eiskalt ausgenutzt. Aber solche Sachen passieren im Fußball. Wichtig ist, dass wir daraus gelernt haben und uns das nicht so schnell wieder passieren wird.“

Diesmal trefft ihr auf Verfolger Rapid. Fühlt es sich für dich trotz leerer Ränge nach Spitzenduell an?

„Die zwei besten Mannschaften der Liga treffen aufeinander. Also ist es das Spitzenspiel. Es ist natürlich schade, dass keine Fans im Allianz Stadion sein werden, denn es ist schon immer etwas Besonderes, vor dieser Kulisse zu spielen. Aber für uns ist es sicher kein Nachteil, wenn die Rapid-Fans nicht im Stadion sind. Sportlich können wir in Wien einen Riesenschritt Richtung Titel machen, daher werden wir Vollgas geben, um das Spiel zu gewinnen.

Du kommst zurück in deine Geburtsstadt und an deine alte Wirkungsstätte. Wie geht es dir damit?

„Es ist schon etwas Besonderes. Ich freue mich darauf, weil ich noch sehr viele Freunde bei Rapid habe und mit meiner Heimatstadt natürlich sehr viel verbinde. Aber es geht darum, dass wir drei Punkte holen, und da ist es egal, gegen wen wir spielen.“

Du bist nun bald ein Jahr in Salzburg, hast 30 Pflichtspiele bestritten und in der Gruppenphase der UEFA Champions League keine Minute verpasst. Wie sieht deine persönliche Bilanz aus?

„Es war auf jeden Fall der richtige Schritt, nach Salzburg zu kommen. Das Umfeld ist perfekt, und ich habe mich selten so wohl in einer Mannschaft gefühlt. Wir haben so viel Spaß beim Training und sind sehr erfolgreich. In der Liga und auch international haben wir tolle Spiele abgeliefert. Mir wurde hier von Anfang an sehr viel Vertrauen entgegengebracht und dafür bin ich sehr dankbar.