Torschützen: Okugawa (7.), Koita (13., 75.), Daka (28.), Haaland (86.)

Im Stile von Juggernauts marschierten wir unverwundbar durch die Südstadt. Eine Machtdemonstration, so gehen Spiele gegen Underdogs.

Spielbericht

Grundverändert starteten wir in der Südstadt ambitioniert. Gegen den dichten Abwehrblock Ebreichsdorfs zog Kreativität. Koita ließ für Okugawa durch, der im direkten Duell mit ASK-Goalie Prögelhof cooler blieb als das Wetter in der Südstadt. Sein Lupfer kullerte nach sieben Minuten zum 1:0 in das Netz der Ebreichsdorfer. Es war die erste Chance für unsere Roten Bullen. Bitter für die Niederösterreicher, denen man durchaus gutes Defensivverhalten attestieren konnte. Doch wir zeigten die zuletzt häufig vermisste Effizienz. Nach einem Daka-Schuss aus spitzem Winkel ließ Goalie Prögelhof das Leder abtropfen, was Sekou Koita die Chance zum Abstauber gewährte, den er, nomen est omen, auch staubig wie Knäckebrot verwertete (13.).

Die Ebreichsdorfer ließen trotz des jähen Stimmungsdämpfers in Folge wenig zu. 5-3-2 gab eine gute Mischung aus Solidität und Aggressivität ab. Der Regionalligist kam sogar zu Torchancen. Aber wir hatten wieder einmal die passende Antwort. Nahezu seiden übernahm Szoboszlai mit dem Außenrist einen 50-Meter-Pass, den er mit ebendiesem Kontakt auf Daka querlegte. Abgezockt wie ein Pokerspieler schob dieser den Ball in die Maschen (27.).

Dominant im Auftreten, eiskalt im Abschluss unsere Roten Bullen lieferten eine Blaupause für Favoritenauftritte bei Underdogs.

Mutiger kam Ebreichsdorf vom Pausentee zurück. Die Ost-Ligisten griffen nun auch mit mehr als einem halben Dutzend Spieler an. Im Gegenzug boten sich Räume für unsere Roten Bullen, die allerdings qualitativ unzureichend bespielt wurden. Fast so, als wäre, ob der Temperaturen gegen null, auch das feine Füßchen eingefroren. An anderer Stelle wurden wir nachlässig. Aus einem Missverständnis stibitzte Dominik Eichinger die Kugel und zog alleine über das halbe Feld, nur um an unserem Schlussmann Carlos Coronel zu scheitern.

Nach einer Reihe von Halbchancen ballerte Enock Mwepu einfach aus 25 Metern drauf. Der Abpraller fiel dem eingewechselten Erling Haaland vor die Beine, doch zu seiner eigenen Überraschung konnte er ihn nicht im Tor unterbringen. Der nächste Treffer war bereits überfällig. Und Sekou Koita besorgte ihn aus gut 20 Metern mit der linken Klebe (75.). Spätestens jetzt waren die Hoffnungen der Ebreichsdorfer begraben. Zunehmend nahm die Partie nun Testspielcharakter an. Auf Halbgas cruisten wir dem Endpfiff entgegen.

Auf der Fahrt nahm Haaland noch das 5:0 nach einem Schuss von Hee Chan Hwang mit. Somit ist unser Norweger in Cup, Liga und Champions League unser bester Torschütze.

Unspektakulär und abgeklärt fuhren wir den Pflichtsieg in der Südstadt ein. Eine routinierte Leistung, die wenig Raum für Kritik lässt.

UNIQA ÖFB Cup ASK Ebreichsdorf vs. FC Red Bull Salzburg

Statement

Andre Ramalho

Wir haben heute eine sehr überzeugende Leistung abgerufen und von Anfang an keine Zweifel daran gelassen, wer heute aufsteigen wird. Die beiden schnellen Tore waren dafür enorm wichtig.

Wechsel

Kristensen für Daka (60.), Haaland für Ashimeru (69.), Hwang für Mwepu (79.)

Gelbe Karte

Ashimeru (29./Unsportlichkeit)

Nicht einsatzbereit

Stankovic (Oberschenkel), Bernede (Schienbein), Farkas (Folgen eines Kollapses), Ulmer (erkrankt)