Morgen betreten die Roten Bullen erstmals die Manege der KönigsCLasse!

Es ist angerichtet. Endlich bestreiten wir vor ausverkauftem Haus unsere Debüt-Begegnung in der KönigsCLasse! Da ist es nur richtig, dass der Königliche Racing Club Genk zu Besuch ist. Das Ziel ein Sieg! Die Vergangenheit, die Gegenwart und ausgerechnet der Schiedsrichter geben Anlass zur Hoffnung.

Es war wie am Groundhog Day. Als hätte uns der Zug des Schicksals immer wieder zur Endstation Sehnsucht gefahren. Aber diesmal grüßt nicht das Murmeltier. Es grüßt die UEFA Champions League-Hymne. Denn nach Jahren der wiederkehrenden Enttäuschung stehen wir erstmals in der Gruppenphase der KönigsCLasse auf dem Feld. Uns gegenüber steht der KRC Genk – jung, schnell, zielstrebig, erfolgshungrig.

In der vergangenen Saison wurde die Buberlpartie mit einem Durchschnittsalter von 21,3 Jahren unangefochten belgischer Meister. Und das bereits zum vierten Mal in der kurzen Geschichte des KRC. Der Königliche Racing Club ging erst 1988 aus der Fusion der Genker Klubs Waterschei Thor und KFC Winterslag hervor. Die kurze, aber illustre Historie des Klubs kann gut und gerne als Cinderella-Story bezeichnet werden. Obwohl nur 66.000 Menschen die alte Kohlestadt ihre Heimat nennen und man ohne hoch dosierte Finanzspritzen auskommen musste, gelang es Genk, sich zwischen den Platzhirschen aus Brüssel, Brügge und Lüttich einen Platz an der Sonne zu erdrängeln. Die Blau-Weißen bezeichnen sich gelegentlich als Schlümpfe und sind ihrem Selbstverständnis nach so etwas wie unsere Seelenverwandten. Die Akademie der Nord-Flamen brachte mit Thibaut Courtois, Kevin de Bruyne und Kalidou Koulibaly eine Menge fußballerisches Blaublut hervor. Gegenwärtig zählt das Durchschnittsalter des KRC nur 23,2 Jahre, wobei kein einziger Akteur über 30 im Kader steht.

Selbst unser Trainer Jesse Marsch, der sich sonst nur selten zu Spielern des Gegners äußert, ist von der spielerischen Qualität der Belgier angetan. Die schnellen Filigranos Theo Bongonda und Junya Ito identifiziert er genauso als Gefahrenherde wie den jungen Norweger Sander Berge. Der Mittelfeld-Maestro trägt nicht nur die Frisur von Andrea Pirlo, er spielt auch wie er. „Er darf keine Räume bekommen“, propagierte Marsch in der Pressekonferenz. Für die meisten schlaflosen Verteidiger-Nächte hat wohl Mbwana Samatta gesorgt. Der bullige Mittelstürmer aus Tansania führt mit fünf Treffern die Torschützenliste der belgischen Liga an. Selbst international ist seine Torquote mit 14 Treffern in 30 europäischen Begegnungen beachtlich. Seitdem Meistertrainer Philippe Clement gen Brügge von Bord ging, ist Genk in unruhige Gewässer geraten. Unter Neo-Coach Felice Mazzu stehen nach sieben Ligapartien erst zehn Punkte auf dem Konto. Die sonst gut geölte Offensivmaschinerie wirkt rostig. Einzig der besagte Samatta bleibt die Ausnahme.

Ein gutes Omen bringt auch der Blick ins Statistik-Archiv. Noch nie konnte ein belgisches Team in einem europäischen Wettbewerb auf Salzburger Boden gewinnen. In sechs Antritten verbuchte man gerade einmal zwei Remis. Auf europäischer Ebene sind wir außerdem in heimischen Gefielden seit 18 Spielen ungeschlagen. 14 dieser Spiele gewannen unsere Roten Bullen. Gewarnt müssen wir dennoch sein. Die Belgier verfügen bereits über CL-Erfahrung, wenngleich sie noch auf ihren ersten Sieg in der KönigsCLasse warten. In ihren letzten 30 internationalen Spielen blieben sie nur einmal torlos. Glück könnte auch der deutsche Referee Felix Zwayer bringen. Noch nie konnte ein belgischer Klub unter seiner Spielführung ein Spiel gewinnen.

Obwohl wir noch nie auf Genk getroffen sind, sind uns die Schlümpfe nicht unbekannt. Rasmus Kristensen kennt Genks Linksverteidiger Joakim Maehle aus der dänischen U21. Der Youngster traf bei der U21-Euro ausgerechnet gegen Österreich zwei Mal. Erling Haaland war mit Sander Berge erst in der Vorwoche im Camp der norwegischen Nationalmannschaft. Majeed Ashimeru kickt im Trikot Ghanas mit Joseph Paintsil, dessen Bruder Seth bei der Admira sein Geld verdient. Takumi Minamino und Junya Ito konkurrieren in der japanischen Auswahl um ein Startleiberl.

Wer das Team von Jesse Marsch nicht im Stadion anfeuern kann, hat die Möglichkeit, das Duell gegen Genk live und exklusiv mit Sky X zu streamen! Hol dir jetzt Sky X!

An unserer Spielanlage wird diese Kenntnis aber ohnehin wenig ändern, zumal es, ob der herausragenden Leistungen in der Bundesliga, wenig Grund zur Veränderung gibt. Das ist ein Produkt der Trainingsagenda, meint unser Trainer Jesse Marsch: „Unser Standard muss immer sein, dass wir uns mit den Besten messen können. Wir bereiten uns immer für den stärkstmöglichen Gegner vor. Nur deshalb könnten wir dauerhaft auf diesem Level operieren.“ Gegen Genk will er hoch pressen und wie gewohnt den direkten Weg zum Tor suchen. Gefahr sieht er in Umschaltsituationen, die der KRC mit seiner schnellen Offensivmannschaft ausnützen könnte. Schnelles Gegenpressing könnte daher zur spielentscheidenden Prämisse werden.

Umschalten und umsteigen solltest auch du auf dem Weg zum Stadion. Um Stau zu verhindern und Nerven zu sparen, steigst du besser auf Shuttle und Öffis um. Detaillierte Infos dazu findest du HIER!

In der Red Bull Arena gibt es seit Saisonbeginn ein bargeldloses Bezahlsystem. Alle Informationen dazu findest du HIER!

Personelles

Alexander Walke muss weiterhin nach einer Operation an der Fußwurzel passen.

Pressekonferenz

Pressekonferenz vor KRC Genk

Statements

Jesse Marsch über …
… den Gegner:

Wir haben im Videostudium gesehen, dass sie viele gute Offensivspieler haben. Vor allem Bongonda, Samatta und Ito. Sie sind alle schnell und gut in Eins-gegen-eins-Situationen. Generell ist Genk eine Mannschaft, die sehr stark im Ballbesitz ist. Da ist unser Pressing gefordert. Wir müssen das Spiel schnell und intensiv halten.

… über die Ausgangslage:

Wir sind gut in Schuss. Ob wir Favorit sind? Das ist eigentlich egal. Wir denken ohnehin von Spiel zu Spiel. Wir sind auf ein intensives Duell eingestellt. Die Marschrichtung ist aber absolut klar: Wir müssen gewinnen! Und unser Selbstvertrauen wird uns dabei helfen.
 

Antoine Bernede über …
… die Stimmung vor dem UEFA Champions League-Auftakt:

Wir sind gut drauf und optimal vorbereitet. Die Vorfreude auf das morgige Spiel ist groß. Nervosität verspüre ich, und ich glaube, da spreche ich für das gesamte Team, aber keine. Wir sind uns unserer Stärken bewusst.

Die letzten Duelle mit belgischen Teams:

21.02.2019 FC Salzburg – Club Brügge 4:0
14.02.2019 Club Brügge – FC Salzburg 2:1
07.11.2013 Standard Lüttich – FC Salzburg 1:3
24.10.2013 FC Salzburg – Standard Lüttich 2:1