Zlatko Junuzovic im Spieltagsinterview

Zlatko Junuzovic vergoss für den Cup-Sieg Blut. Er ist bereit für 120-prozentigen Einsatz, wie er uns im Interview erzählt.

Sladdi, lass uns bei unserem letzten Spiel gegen Rapid beginnen. Das ist dir sicher noch in guter Erinnerung.

(Lacht) Ja, das war einer dieser Tage, an denen es Spitz auf Knopf steht. Beim Stand von 2:2 habe ich dann diesen Freistoß versenkt, ein unglaubliches Gefühl. Das soll uns dennoch warnen, dass es wieder knapp werden kann.

Genau, es geht wieder mit einem Must-win-Game los. Inwieweit hilft es euch da, dass ihr mit dem Cup-Finale schon ein Bewerbsspiel bestritten habt?

Ich glaube, dass es für uns ein Vorteil sein kann. Jede Minute zählt in der Vorbereitung. Aber darauf dürfen wir uns auch nicht verlassen. Wir wissen, dass es für Rapid darum geht, im Meisterrennen zu bleiben. Wir erwarten einen harten Kampf, den wir annehmen müssen. Das ist wichtiger als der geringe Vorteil in der Vorbereitung.“

Vor einer Woche noch Jäger, jetzt Gejagter. Welchen Effekt hat die geänderte Ausgangslage auf euch?

Mehr einen mathematischen als einen psychischen. Durch die Punktehalbierung hat sich alles zusammengeschoben. Eine Niederlage und du findest dich in einer komplett neuen Position wieder. Umso wichtiger ist ein erfolgreicher Start gegen Rapid, um sofort wieder Dominanz zu zeigen.“

Der Verlauf der letzten Wochen war turbulent. Wie geht ihr mit dem Umstand um, dass wir womöglich mit Ende der Saison noch nicht wissen, wer wirklich Meister ist?

„Wir wollen uns da auf keine Eventualitäten verlassen. Wir möchten auf dem grünen Rasen Meister werden. Was auf dem grünen Tisch passiert, ist nicht unsere Angelegenheit. Dennoch war es für uns ein Motivationsschub. Wir wollen zeigen, dass man auch ohne unerlaubte Mittel gewinnen kann.“

Du hast letztes Jahr zum ersten Mal in deiner langen Karriere den Meistertitel in der Tipico Bundesliga gewonnen. Sorgt dieser Erfahrungswert dafür, dass sich der Titelkampf in diesem Jahr anders anfühlt? 

Nicht wirklich, es war eine weitere Erfahrung in einem mittlerweile großen Mosaik meiner Karriere. Es war natürlich ein wunderschönes Erlebnis, das wir gerne auch diesmal wiederholen wollen.“