An Türsteher Kuttin vorbeigehuscht

Der Kraftakt in Kärnten unter der Lupe

Dank eines starken Rückhalts waren die Wolfsberger über 90 Minuten auf Schlagdistanz, wenngleich das kärntnerische Offensivpflänzchen lange welk wirkte. Im Endeffekt bleiben wir mit dem 2:1-Erfolg auf Kurs.


Fast kein Durchkommen

Puh, das war ein harter Kampf! Ein klassischer Arbeitssieg, aber in einer gefühlten Doppelschicht. Während unsere Burschen aus allen Lebenslagen feuerten, avancierte WAC-Keeper Kuttin mehr und mehr zum Spielverderber. 24 Mal probierten es Daka & Co., seit Ende Februar (beim 4:2 gegen Rapid) drückten unsere Mannen nicht mehr so fleißig ab. Der Aufwand sollte sich letztlich bezahlt machen, da sowohl Patson als auch Mergim eine persönliche Topspielzeit auf die Wiese zaubern und nach den gestrigen Fingerzeigen mittlerweile 24 respektive 11 Saison-Volltreffer verantworten – jeweils ein Karriere-High. Dabei konnte auch Enock glänzten, einer der Umtriebigsten im Lavanttal. Der Assistent zum 2:1 lieferte seine sechste Liga-Vorlage ab, nie stand nach seinem Service ein und derselbe Schütze mehrfach am Ende der Verwertungskette.

BL-27: WAC vs. RBS

Licht und Schatten

Toni Bernede wird nach dem Schlusspfiff wohl am kräftigsten durchgeschnauft haben. Erst spritzte Joveljic in einen Rückpass des Franzosen, um den zwischenzeitlichen Ausgleich zu markieren, dann schickte ihn Referee Lechner nach einem harten Einstieg gegen Stratznig auch noch mit Rot vorzeitig unter die Dusche. Und das, nachdem sich Bernede in den vorangegangenen 28 Liga-Partien lediglich eine Gelbe eingefangen hatte. Lange muss er sich aber nicht grämen, schließlich führte Toni die Mannschaft in Sachen angekommener Pässe an: 38 an der Zahl, zudem war die Passquote in der gegnerischen Rasenhälfte mit 80,6 Prozent top.

Schlag auf Schlag

Während Jesses Schützlinge mit dem 21. Triumph aus 27 Liga-Auftritten beziehungsweise mit 13 Siegen aus 15 Frühjahrs-Duellen jahrzehntelang unübertroffene Werte aufweisen, geht’s bereits am Mittwoch erneut um die Wurst. Wieder stellen sich Kuttin & Co. in den Weg, einmal mehr benötigt es wohl einen Kraftakt, um die Wölfe verhungern zu lassen und zudem Selbstvertrauen fürs Endspiel im UNIQA ÖFB Cup am kommenden Samstag zu tanken.

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