Bier als Rasendünger?

Die Meistersause gegen Rapid unter der Lupe

Selten setzte eine Mannschaft die Latte in Fußball-Österreich so hoch, selten prolongierte sie einen Siegeszug so konsequent wie unsere Truppe. Der achte Meistertitel en suite ist Realität!

Da ist das Ding!

Die Mühen einer kompletten Spielzeit, das Herzblut, das an jedem einzelnen Tag gefordert war, der Schweiß, den man Einheit für Einheit auf dem Trainingsplatz zurückgelassen hatte – der gestrige Schlusspfiff bündelte sämtliche Opfer in pure Emotionen: Der Teller bleibt hier! Keine Frage, dass wir den Sack just gegen den schärfsten Verfolger zumachten, war ein schmackhafter Nebenaspekt. Nachdem unsere Burschen gegen die Hütteldorfer jahrelang Duelle auf Augenhöhe ausgetragen hatten, scheinen unsere Roten Bullen nunmehr die klare Nummer eins zu sein. Die vergangenen sechs Liga-Heimspiele gegen die Kühbauer-Equipe allesamt gewonnen, zudem nur eine mickrige Pleite aus den letzten 21 Aufeinandertreffen – die Rücklichter der Hauptstädter kennen wir nur vom Hörensagen.

BL-30: RBS vs. SCR

Die Nummer eins im Land

Der Muskelkater vom Dauergrinsen und vom Pokale-in-die-Höhe-Strecken? Geschenkt. Ist Bier eigentlich gut für den Rasen? Man muss es hoffen. Es wird zwar nie langweilig, ist aber beinahe üblich, wenn Ulmer & Co. am Ende einer Saison frohlockend mit dem Hopfen-Malz-Getränk um sich schütten – und es ist verdammt noch mal geil! 15 der letzten 16 Titel des österreichischen Klubfußballs stehen mittlerweile in unserem XL-Trophäenschrank, nach acht Triumphen en suite ist der Meisterteller dort wohl ohnehin schon festgeschraubt.

Gemeinsam jubeln

Es wirkt einleuchtend, dass unsere Mannschaft auch statistisch eine historisch beachtliche Spielzeit hinlegt. Das starke Frühjahr von 15 Liga-Siegen aus 18 Versuchen ist unübertroffen. Und während Jesse und Kollegen natürlich immer wieder zu Recht betonen, dass die Truppe als Ganzes funktionieren muss, hat auch der eine oder andere Akteur für Schlagzeilen gesorgt: Mehr als fünf Saisontreffer gelangen gegen die Grün-Weißen noch niemandem. Patson Daka stellte den Wert mit seinem Doppelpack beim gestrigen 2:0 ein. Der persönliche Bestwert (24 Tore) aus der Vorsaison ist auch Geschichte. Patson knipste bisher 25 Mal, und zwei Partien stehen ja noch an.

Jesses Abschiedstournee soll zum Kehraus gegen die WSG ihren Höhepunkt finden, wenn wir das erneute Double wieder mit euch feiern dürfen!

Stimmen nach dem Spiel gegen Rapid