Cup-Klassiker

Duell mit den Grün-Weißen im UNIQA ÖFB Cup

FC Red Bull Salzburg gegen SK Rapid Wien, das bedeutet Spannung, das Ganze im Cup bedeutet Nervenkitzel.

Der Klassiker als Cup-Spiel, brisanter wird es hierzulande nicht. Wenn sich der Serienmeister und der Rekordmeister treffen, um Fußball zu spielen, sind die Augen der österreichischen Fußballwelt auf diese Begegnung gerichtet. Der zusätzliche Reiz diesmal: Es gibt einen Sieger, ob nach 90 oder 120 Minuten.

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, als wir uns mit Rapid, damals schon in der zweiten Cup-Runde, trafen. Es ging denkbar knapp zur Sache. Das Geduldsspiel führte uns in die Verlängerung und gedanklich schon ins Elfmeterschießen, bevor uns Taki Minamino doch noch mit seinem Goldtor zum 2:1 erlöste. Die Örtlichkeit und das Ambiente sind diesmal anders, so auch die Ausgangslage. Unser bisher einziges Aufeinandertreffen mit den Grün-Weißen in der laufenden Saison endete im November mit 1:1.

Das ist vor dem kommenden Spiel aber nicht der einzige Parameter zur Einschätzung der Kräfteverhältnisse. Nach einer 0:3-Heimklatsche gegen die WSG Tirol schwebt seit dem Wochenende ein Fragezeichen über Hütteldorf. Didi Kühbauer sah sich in der Pressekonferenz genötigt, sich mit verbalen Attacken etwas Luft zu verschaffen. Bei objektiver Betrachtung wirkt die Dramatik etwas überzogen. Viele Leistungsträger der Rapidler wurden am Wochenende geschont. Dessen ist sich auch Jesse Marsch bewusst, der kein leichtes Spiel erwartet, schon allein ob der Tatsache, dass Rapid etwas frischer sein wird.

MixedZone vor dem Cup-Spiel gegen Rapid

Rotation oder nicht, der Spiel wird über den Kampf entschieden. Den gilt es anzunehmen, wie spitz oder stumpf die Waffen sind, wird erst mit Fortdauer des Spiels zu spüren sein. Die Auswahl ist jedenfalls groß. Zum ersten Mal seit der Sommervorbereitung sind alle unsere Spieler fit und einsatzbereit. Selbst Mo Camara, der in der Partie gegen den LASK am Wochenende mit schmerzverzerrtem Gesicht das Spielfeld verlassen musste, steht wieder im Kader.

Der Anpfiff erfolgt morgen, Mittwoch um 20:30 Uhr, ORF 1 überträgt live.

Personelles

Es gibt aktuell keine verletzten oder angeschlagenen Spieler.

Statements

Jesse Marsch über …

… den Gegner Rapid Wien:

Rapid hat gegen WSG Tirol viel rotiert, sie werden gegen uns sicher mit einem anderen Team, mit vielen frischen Spielern kommen. Das wichtigste Thema bei diesem Spiel wird die Mentalität sein, der Wille und die Einstellung am Platz. Wir haben es gegen den LASK gut gemacht und dabei unser wahres Gesicht gezeigt. So soll es auch am Mittwoch sein.

Andre Ramalho über …

… das anstehende Cup-Duell:

Die Spiele gegen Rapid sind immer schwierig, es ist meist ein harter Kampf. Schon im letzten Cup-Match vergangenes Jahr ist es bis zur letzten Sekunde gegangen, bis wir den Sieg fixieren konnten. Außerdem war Rapid in den letzten beiden Spielen – in der Europa League und in der Meisterschaft – nicht so erfolgreich. Das macht sie noch gefährlicher. Unser Anspruch ist aber, weiterzukommen. Und dafür werden wir wirklich alles geben.

Die Wege ins Achtelfinale:

FC Red Bull Salzburg:

1. Runde: SW Bregenz – FC Red Bull Salzburg 0:10 (0:8)
Tore: Daka (4), Koita, Camara, Mwepu, Sucic, Okugawa, Wöber

2. Runde: spusu SKN St. Pölten – FC Red Bull Salzburg 0:3 (0:1)
Tore: Vallci, Mwepu, Ramalho

SK Rapid Wien:

1. Runde: SK Rapid Wien – TSV St. Johann 5:0 (2:0)
Tore: Fountas (3), Demir, Kara

2. Runde: SC Wr. Neustadt – SK Rapid Wien 1:5 (1:3)
Tore: Ritzmaier (2), Knasmüllner, Kara, Arase