„Erst der Anfang“

Mergim Berisha im Interview

Mergim Berisha schaffte in den letzten Wochen den Durchbruch. Mit vier Treffern in der UCL ist er ganz vorne dabei. Gegen Lok Moskau war er mit zwei Toren der Wegbereiter zum Sieg. Alles erst der Anfang, wie er uns erzählt.

Ihr habt es geschafft, wir haben das Endspiel gegen Atletico Madrid in Salzburg. Wie fühlt es sich am Morgen danach an?

„Es ist ein richtig gutes Gefühl nach dem Sieg am gestrigen Abend. Wir haben das sehr gut gemacht, es war eine starke Mannschaftsleistung, und das macht mich auch heute noch stolz.

Nicht ganz unwichtig war ja, was die Bayern im Spiel gegen Atletico abliefern würden. Hast du da mitgefiebert?

Es war zwar schon sehr spät in Moskau, aber nach dem Spiel kann ich einfach schwer einschlafen. So habe ich dann noch die letzten 15 Minuten des Spiels gesehen, die zum Glück sehr erfreulich waren.“

Mit deinen zwei Treffern hast du den Weg zum so wichtigen Sieg geebnet. Was ist dir da durch den Kopf gegangen?

„Ich war natürlich überglücklich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Mein Ziel ist es immer, das Beste zu geben. Gestern ist mir das wirklich komplett gelungen.“

Mit 51 % der Stimmen wurdest du in unserer Mobile App zum Spieler der Partie gekürt. Was bedeutet dir eine solche Auszeichnung?

„Es bedeutet mir natürlich enorm viel, dass die Fans das Vertrauen in mich setzen. Das versuche ich dann, genau durch solche Leistungen zurückzuzahlen.“

Du wirkst immer cool und gelassen. Ist das wirklich immer so oder sieht es in dir manchmal anders aus?

(Grinst) Nein, aufgeregt bin ich eigentlich nie. Ich bin ja generell ein sehr ruhiger Typ, daher bleibt mir auch gar nichts anderes übrig, als immer entspannt ins Spiel zu gehen, auch in der Champions League.

In deinen letzten acht Spielen hast du acht Treffer erzielt. Was ist im Moment dein Erfolgsgeheimnis?

„Es heißt ja Geheimnis, daher soll es auch ein solches bleiben (lacht). Es soll einfach der Lohn für meine harte Arbeit sein.“

Ist das schon die beste Version von dir oder kommt da noch mehr?

„Das ist erst der Anfang!“

Du bist in diesem Jahrzehnt der erste deutsche Fußballer, der nur fünf Spiele für seine ersten vier UCL-Tore benötigt hat. Was bedeutet das für dich?

„Das freut mich natürlich, es läuft im Moment sehr gut für mich. Ich möchte immer so wichtig wie möglich für die Mannschaft sein. Nur darum geht es. Ich bemesse meine Leistung nicht in Toren. Die freuen mich natürlich auch, aber die Mannschaft steht im Vordergrund.“

Wie sehr freut ihr euch auf das Finale gegen Atletico?

„Wir haben es jetzt selbst in der Hand. Atletico muss gewarnt sein, 90 Minuten in Salzburg können lang werden.“

Hat Jogi Löw schon angerufen?

„(Lacht) Nein, da warte ich auch gar nicht drauf. Ich lebe im Jetzt. Sollte es einmal dazu kommen, dass das Handy läutet, werde ich mit Freude abheben. Aber Druck mache ich mir dahingehend keinen.“

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