Kurs halten

Auch im Cup soll die Null stehen

In der Liga drei Mal unüberwunden wollen unsere Roten Bullen auch im Cup eine dominante Vorstellung abliefern.

Von einem Paradigmenwechsel wurde gesprochen. Nicht mehr das Torschießen würde an erster Stelle stehen, sondern vermehrt das Verhindern. Auch wenn es nach drei Spielen im Frühjahr einen solchen Anschein erwecken mag, es ist und bleibt unser Powerfußball, doch wir spielen ihn besser. Wer als Team angreift und eben auch verteidigt, wird im Idealfall keine Tore beziehen. Es ist diese geschlossene Solidität, die in den letzten Spielen den Erfolg garantierte und nun auch gegen einen größeren Namen im österreichischen Fußball Bestand haben soll.

In den letzten Wochen beherrschte die Austria vor allem wegen Transfers und einem scheinbar bevorstehenden Einstieg eines Investors die Schlagzeilen. Doch ein Fakt blieb beinahe unerwähnt: Nach der Winterpause schafften es die Veilchen erstmals in dieser Saison, zwei Ligaspiele am Stück zu gewinnen. Dabei schlug man die SV Ried und die Admira, beide in Auswärtsspielen. Das darauffolgende Heimspiel gegen die WSG Tirol endete mit 2:2.

MixedZone vor dem Cup-Spiel gegen Austria Wien

Am 24. Oktober trafen wir zuletzt auf die Austria, die wir damals nach langem 0:0 in der Generali Arena mit 2:0 besiegen konnten. Wenngleich es nicht mit Punkten belohnt wurde, das Defensivkonzept von Peter Stöger stellte uns viele Fragen. Dabei spielte die Viola ein 4-4-1-1, das in defensiven Momenten, also eigentlich in den meisten, zu einem 6-3-1 wurde. Die beiden Mittelfeldflügel spielten erstaunlich tief.

Ob es auch diesmal ein Geduldsspiel wird? Vieles spricht dafür. 90 Minuten, vielleicht auch 120, entscheiden über den Aufstieg. Ein früher Treffer für unsere Burschen würde das Unterfangen bestimmt erleichtern. Nach Führung gewannen wir in nationalen Bewerben dieser Saison nur ein Mal nicht.

Welche Mannschaft Jesse Marsch auf das Feld schickt, erfahrt ihr zuerst in unserer Mobile App. Der Anpfiff erfolgt am Samstag um 17:00 Uhr, ORF 1 überträgt live.

Personelles

Bei den Roten Bullen fehlen Bernardo (Knieverletzung) und Max Wöber (Oberschenkelprobleme).

Carlos Coronel befindet sich aktuell in Transfergesprächen und steht deshalb nicht im Kader.

Statements

Jesse Marsch über …

das Cup-Duell:

Wir haben Austria Wien in den letzten Wochen genau beobachtet und wissen, dass sie da gut gespielt haben. Sie verteidigen tief und verfügen vorne über schnelle Spieler. Viele Dinge in ihrem Spiel sind mittlerweile sehr klar und selbstverständlich, Peter Stöger macht das sehr gut. Es war schon im letzten Bundesliga-Spiel in Wien nicht einfach für uns, Chancen zu finden. Unsere Aufmerksamkeit, vor allem in defensiven Umschaltsituationen, muss groß sein. Aber dass es eine schwierige Aufgabe für uns wird, habe ich bereits direkt nach der Auslosung gewusst.

Albert Vallci über …

das Aufeinandertreffen mit der Austria:

Wir haben das erste Saisonspiel gegen die Austria noch gut im Kopf, es war sehr schwierig. Sie versuchen, sehr kompakt zu stehen, ihre Chancen bei Umschaltmomenten zu nutzen und haben vorne auch individuelle Klasse drin. Nicht umsonst hat die Austria in den ersten drei Spielen im neuen Jahr einen Aufwärtstrend zu verzeichnen und diese ohne Niederlage absolviert. Die Defensivarbeit war in der Vorbereitung ein großes Thema. Unser Ziel war es, eine entsprechende Balance zwischen Defensive und Offensive zu erarbeiten. Das ist uns in den ersten drei Spielen sehr gut gelungen, daran wollen wir anschließen.

Die Wege ins Viertelfinale:

FC Red Bull Salzburg:

1. Runde: SW Bregenz – FC Red Bull Salzburg 0:10 (0:8)
Tore: Daka (4), Koita, Camara, Mwepu, Sucic, Okugawa, Wöber
 
2. Runde: spusu SKN St. Pölten – FC Red Bull Salzburg 0:3 (0:1)
Tore: Vallci, Mwepu, Ramalho
 
Achtelfinale: FC Red Bull Salzburg – SK Rapid Wien 6:2 (3:1)
Tore: Szoboszlai, Berisha, Koita, Daka, Camara, Kristensen

FK Austria Wien:

1. Runde: FK Austria Wien – SC Retz 5:0 (1:0)
Tore: Sax, Monschein, Pichler, Planic (Eigentor), Sarkaria
 
2. Runde:
SC Wiener Sportclub – FK Austria Wien 1:3 (0:1)
Tore: Monschein, Gusic (Eigentor), Sarkaria
 
Achtelfinale:
FK Austria Wien – TSV Prolactal Hartberg 5:3 (3:0)
Tore: Grünwald, Zwierschitz, Pichler, Sarkaria, Fitz