Mit einem Dämpfer in die Winterpause

Torschützen: Berisha (64.), Daka (69.) bzw. Scherzer (51.), Joveljic (52.), Peretz (79.)

Gegen den WAC müht sich unsere Elf nach Kräften, dennoch entführen kaltschnäuzige Gäste alle Punkte, bleiben wir beim 2:3 doch weitestgehend glücklos.

Spielbericht

Mit Dominik Szoboszlai in der Startelf gab unsere Truppe nach sieben Minuten die erste Visitenkarte ab, bei einer Hereingabe von Albert Vallci spritzte allerdings ein Wolfsberg-Defensivmann dazwischen und entsorgte die Murmel fachgerecht. Nur Momente später rutschte das Spielgerät zu Patson Daka durch, seinen Header schnappte sich Keeper Kofler mühelos. Daka merkte man auch in der nächsten Aktion die Umtriebigkeit an: Zunächst degradierte er die Kärntner zu Slalomstangen, den anschließenden Abschluss spitzelte er jedoch ans Außennetz.

Die Feldhofer-Crew agierte durchaus aufmüpfig, der plötzlich vogelfreie Vizinger empfing einen hohen Ball in die Spitze, sein Versuch fiel recht kläglich aus. Für einen echten Arbeitsnachweis von Cican Stankovic zeichnete Taferner verantwortlich, der an die Strafraumgrenze wirbelte und abdrückte – im Verbund mit unseren Abwehrrecken beförderte Cic die Kugel ins Aus. Die Lavanttaler hielten die Begegnung durchaus offen, wenngleich Daka mehr und mehr zum Unruheherd erhitzte: Erst drosch er das Leder knapp über die Querlatte, dann rettete Kofler gegen einen Daka-Vortrag aus spitzem Winkel, ehe der einschussbereite Rasmus Kristensen herankommen konnte.

Mit dem Pausentee im Magen kamen unsere Burschen wild entschlossen aus den Katakomben, ein Schuss von Mergim Berisha zischte um Nuancen am langen Eck vorbei. Dies wirkte als Wolfsberger Wachrüttler: Joveljic lancierte Scherzer in halbrechter Position, ohne Gegnerdruck durfte er sich die Ecke aussuchen (51.). Geschockt vom überraschenden Rückstand war unsere Elf auch im Nachgang unsortiert. Vizinger bewirtete Joveljic mit einer präzisen Flanke, per Kopf ließ auch er Stankovic keine Chance (52.).

Unsere Mannschaft benötigte gut zehn Minuten, um wieder im Bilde zu sein. Das Warten darauf lohnte sich aber umso mehr: Kristensen schlug die Pille in die Mitte, aus leicht abseitsverdächtiger Position schob Berisha nach einer unzureichenden Kofler-Abwehr vergnügt ein (64.). Und auch wir können Doppelschlag! Szoboszlai zündete den Turbo und steckte das Rund rechtzeitig zu Daka durch, der mit rechts aus kurzer Distanz netzte – Ausgleich (69.)! Der Salzburg-Express rollte in diesen Minuten ohne Halt auf Kofler zu, Mergim setzte Patson in Szene, dessen Abschluss liebkoste den Pfosten! Die Kärntner bewiesen allerdings einmal mehr ein kälteres Schnäuzchen: Liendl bediente den einlaufenden Peretz, der zur erneuten WAC-Führung abdrückte (79.).

Da Berisha den Hochkaräter im Schlussakt gegen den glänzend reagierenden Kofler vergab, blieben wir zum Kehraus ohne Zähler.

Statements

Jesse Marsch

Wir haben gut gespielt, es war nicht schlecht. Wir hatten viele Umschaltmomente, aber in den beiden Strafräumen waren wir nicht konsequent genug. Wenn wir 3:2 gewinnen, sagen wir, wir haben ein richtig gutes Spiel gespielt. Aber wir haben nicht gut genug verteidigt. Unser Gegenpressing war nicht gut genug, wir haben zu oft den Ball verloren, so passieren die Gegentore. Wir hatten zu wenige Balleroberungen, besonders in der gegnerischen Hälfte. Es gab viele Momente, in denen wir gut gespielt haben, aber am Ende nicht gut genug für einen Sieg.

 Mergim Berisha:

Wir haben unsere Sachen nicht erledigt. Sie haben es natürlich gut gemacht und zwei schnelle Tore geschossen, somit war es dann schwer für uns. So ist der Fußball manchmal. Das darf uns nicht passieren, ist aber leider so! Wir gehen jetzt in die kurze Pause und danach müssen wir natürlich wieder da weitermachen, wo wir eigentlich stark sind. Wir sind die beste Mannschaft in Österreich, das wird sich nicht ändern!

Aufstellung

Wechsel

Sucic für Okafor (55.), Okugawa für Mwepu (81.), Adeyemi für Szoboszlai (81.), Onguene für Vallci (90.+1)

Gelbe Karten

Marsch (45./Kritik), Mwepu (68./Foul)

Nicht einsatzbereit

Camara (Gelb-Sperre), Ulmer (Wadenverletzung)