Tempo halten

Ausflug in die Südstadt als Rhythmusbrecher vor UCL-Entscheidungsspiel

Als Tabellenführer beim Tabellenletzten: Das Spiel bei der Admira kennt nur einen Favoriten, dafür viele Tücken.

8:2 gegen St. Pölten, 3:1 in Moskau, die letzte Woche war eine Schubumkehr mit voller Power. Jetzt, so sagt es das Gefühl, ist alles möglich. Die Form und das Selbstvertrauen stimmen. 

Heimtückisch, dass ausgerechnet jetzt die Admira wartet. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr trafen wir zuletzt auf die Südstädter, nachdem wir nur wenige Tage zuvor KRC Genk mit 4:1 in Belgien geschlagen hatten, um das Ticket für das UCL-Heim-Endspiel gegen Liverpool zu ziehen. Die Parallelen sind unverkennbar, das Ergebnis aber nicht wiederholungswürdig. 1:1 endete das Spiel in der frostigen BSFZ-Arena. Die Euphorie des Sieges in der UCL darf also nicht täuschen, gegen die Admiraner ist ein anderes Spiel zu erwarten.

Welches das wird, wissen die wenigsten. Die Admira ist nicht ohne Grund Tabellenletzter der Tipico Bundesliga. Es herrscht viel Unruhe in der Südstadt. Damir Buric ist schon der Dritte, der in dieser Saison den Trainerposten bekleidet. Die letzten fünf Bundesliga-Spiele gingen verloren, zuletzt 2:3 gegen Hartberg, nach 2:0-Führung. 29 Gegentore in neun Partien sind viel, aber eine reine Schießbude ist die Südstadt nicht. Der Fakt, dass man gegen Ried drei und gegen die Austria zwei Treffer erzielt hat, spricht dafür, dass auch zurückgeschossen wird.

Das Spiel des Jahres liegt schon in Sichtweite. Es gilt also, das Duell mit der Admira nicht zu übersehen, nicht im Vorbeigehen mitzunehmen, sondern mit voller Konzentration zu bestreiten. Wir kennen Jesse Marsch und seine Vorliebe für die Rotation, die nicht nur der Belastungssteuerung bei einem solch dicht gedrängten Terminkalender dient, sondern auch der Kunst, jedem Spieler eine wichtige Aufgabe zu überlassen.

Die Kadertiefe stimmt ohnehin, die Verletzungslage ist besser als in den letzten Wochen. Nur Antoine Bernede ist noch außer Gefecht. Frische Waden und Schwung aus den letzten beiden Spielen, diese Mischung gilt es zu finden.

Das Spiel könnt ihr ab 16:50 Uhr im Bullenfunk verfolgen. Verpasst es nicht!

Personelles

Verletzungsbedingt nicht einsatzbereit ist Antoine Bernede (Schienbeinbruch).

Statements

Jesse Marsch über …

… die „Vorbereitung“ in Moskau:

Die ausgezeichnete Leistung und der Sieg gegen Lok geben uns natürlich zusätzliches Selbstvertrauen für Samstag. Jetzt müssen wir für das Spiel bei der Admira gut regenerieren, die Beine frisch und den Kopf frei bekommen. Gerade, weil die Tabellensituation recht klar ist, wird es ein schwieriges Match für uns.

das Aufeinandertreffen mit den Niederösterreichern:

Wir müssen die Tabellensituation komplett ausblenden und uns voll auf das Spiel und unsere Aufgaben dabei konzentrieren. Das ist uns auch zuletzt in St. Pölten schon sehr gut gelungen, an diese Leistung wollen wir wieder anknüpfen.

Patson Daka über …

… seine Rückkehr nach langer Verletzungspause:

Ich musste sehr lange pausieren und habe in dieser Zeit leider viele wichtige Spiele versäumt. Aber jetzt freue ich mich, dass ich wieder dabei sein und meinem Team in den letzten Wochen vor der Winterpause hoffentlich helfen kann. In allen drei Bewerben, in denen wir dabei sind, stehen noch wichtige Entscheidungen an, die wir positiv absolvieren wollen.

… den Gegner FC Flyeralarm Admira:

Die Rollen bei diesem Spiel sind klar verteilt, wir kommen als Favorit. Aber die drei Punkte gehören uns erst, wenn wir dieses Spiel auch gewinnen, indem wir unseren Matchplan umsetzen und das, was wir können, auch tatsächlich auf den Platz bringen. Die beiden Champions League-Spiele davor und danach dürfen uns nicht ablenken.

Die letzten Bundesliga-Duelle mit der Admira:

01.12.2019 FC Flyeralarm Admira – FC Red Bull Salzburg 1:1 (1:0)
25.08.2019 FC Red Bull Salzburg – FC Flyeralarm Admira 5:0 (3:0)
08.12.2018 FC Flyeralarm Admira – FC Red Bull Salzburg 2:2 (1:1)
02.09.2018 FC Red Bull Salzburg – FC Flyeralarm Admira 3:1 (1:0)