Was für ein Jahr!

Ein Blick auf die Höhen und Tiefen der letzten zwölf Monate

Nicht umsonst #Serienmeis7er

Fernab jeglicher Corona-Sorgen erwischte uns zu Beginn des Kalenderjahres die Frühjahrsmüdigkeit, nachdem sich die Mannschaft nach den Abgängen von Taki Minamino und Erling Haaland erst sortieren musste. Der Liga-Auftakt ins Jahr 2020 gegen den LASK ging mit 2:3 daneben. Dies war unsere erste nationale Heimniederlage nach mehr als zwei Jahren und gleichbedeutend mit dem vorübergehenden Verlust der Spitzenposition – just an die Oberösterreicher. Sechs Zähler trennten unsere Farben von der Ismael-Truppe nach Abschluss des Grunddurchgangs.

Jene Problematik sollte sich aber als das kleinere Übel herausstellen, griff doch die Pandemie auch in Österreich ab März um sich. Sie sorgte neben all den gesundheitlichen Schwierigkeiten in der Welt dafür, dass sich unsere Burschen im Homeoffice auf die Meisterrunde vorbereiten mussten. Und es klappte überragend! Die knapp dreimonatige Unterbrechung nutzten unsere Roten Bullen vorbildlich, souverän wie nie pflügten sie mit acht Siegen und zwei Remis durch die Meistergruppe. Mit einem Dominik Szoboszlai in Paradeform, er verantwortete 18 Torbeteiligungen im Verlauf des Finaldurchgangs, setzten wir uns in beiden Aufeinandertreffen mit den Linzer Athletikern durch, sodass deren Punkteabzug wegen des unerlaubten Trainings gar kein Faktor in der Meisterfrage war.

Sagenhafte 110 Treffer in 32 Auftritten knipsten Daka und Kollegen, außerdem zwölf Punkte Vorsprung auf Vizemeister Rapid Wien – diese Saison der Entbehrungen und der unermüdlichen Arbeit endete mit der siebten Meisterschaft en suite!

Meisterteller-Übergabe - 20 Bilder

Auch im UNIQA ÖFB Cup gelang die Titelverteidigung! Erst recht mühelos mit 3:0 gegen Amstetten das Halbfinal-Ticket gelöst, dann mit einer Menge Herzblut im Duell mit dem LASK dank des Goldtreffers durch Hee Chan Hwang die Oberhand behalten. Und auch im Endspiel lief es wunschgemäß: Den Re-Start-Auftakt meisterten unsere Mannen bravourös und fertigten Austria Lustenau mit 5:0 ab.

Kurzes Vergnügen

Die UEFA Europa League-Kampagne endete indes recht abrupt. Nach dem unschönen 1:4 im Hinspiel bei Eintracht Frankfurt funkte zum Retourmatch erst der Orkan dazwischen, ehe dann die Hessen am Folgetag zum Spielverderber avancierten. Die Trauben hingen trotz des 2:2-Remis auf eigener Wiese zu hoch, so mussten sich Jesses Schützlinge in der Zwischenrunde den „Mainhattanern“ geschlagen geben.

Neue Saison, altes Bild

Die neue Bundesliga-Spielzeit eröffnete unsere Crew fast schon traditionell makellos. Sei es ein 7:1-Schützenfest gegen Hartberg oder auch ein 5:0-Kantersieg gegen die WSG Tirol – ohne Fehl und Tadel rollte der Salzburg-Express über die ersten sechs nationalen Aufgaben. Erst, als uns das internationale Geschäft mehr und mehr abverlangte und die Rotation im Ligabetrieb nur mit Abstrichen funktionierte, wurden unsere Akteure sportlich nahbarer. Es sollten Schraufen gegen Sturm Graz, die Admira und den WAC folgen, die jedoch keine Auswirkungen auf unsere Leaderrolle haben sollten. Auch über Weihnachten grüßen wir von der Spitze!

Im Pokal ist unsere Mannschaft ebenso mit von der Partie. Angefangen bei einem 10:0-Torfestival bei Bregenz über abgeklärte Vorstellungen gegen St. Pölten sowie Rapid Wien cruisten wir bereits mit Spitzengeschwindigkeiten dem Viertelfinale entgegen.

Immer auf Augenhöhe

Wie schon angedeutet, durften sich Junuzovic & Co. auch im Herbst mit den Weltbesten messen. Das knifflige UEFA Champions League-Play-off gegen Maccabi Tel-Aviv entschieden wir nach zwei Siegen mit einem Gesamtscore von 5:2 letztlich souverän für uns. Und wie schon im Vorjahr beschenkte uns die Losfee mit absoluten Hochkarätern in der Gruppenphase. Der amtierende Titelverteidiger Bayern München, das spanische Powerhouse Atletico Madrid und Russlands Top-Adresse, sie alle gesellten sich zu unseren Burschen. „Wir waren nie schlechter“, betonte Sladdi im Nachhinein völlig zu Recht.

Sowohl gegen die Münchner als auch im Vergleich mit der Simeone-Auswahl begegneten wir der Crème de la crème auf Augenhöhe, allerdings ohne Ertrag. Das Liegenlassen vieler Topchancen, gepaart mit Unkonzentriertheiten im Abwehrverbund, kosteten die Ernte. Auch in unserem Endspiel gegen die „Rojiblancos“. Mit einem Sieg wären wir ins Achtelfinale vorgestoßen, stattdessen entführten kaltschnäuzige Madrilenen einen schmeichelhaften 2:0-Auswärtsdreier. Dank des bärenstarken 3:1-Auftritts in Moskau überwintern unsere Roten Bullen dennoch in Europa, gegen Villarreal soll unser internationales Abenteuer 2021 kein Ende finden.

Somit beenden unsere Mannen ein fußballerisches Jahr zwar mit Wacklern hier und dort, vor allem aber wieder mit Triumphen für die Geschichtsbücher. Egal, ob euch das legendäre 7:2 bei den Hütteldorfern, das erneute Double oder die heroischen Auftritte auf internationalem Parkett in Erinnerung bleiben werden, gemeinsam freuen wir uns im kommenden Kalenderjahr auf ähnliche Großtaten!