Zeit für neue Serien

Das 1:1 bei Altach unter der Lupe

Solidarisch verteidigenden Altachern gelingt, was dem französischen Champion nicht vorbehalten war: ein Punkt gegen unsere Burschen. Die alten Rekorde sind egalisiert, wir sind bereit für neue!

Sieggarant auf Abwegen

Der Rekordrun ist unterbrochen. Die Ländle-Kicker des SCR Altach avancierten zum Partycrasher und sorgten dafür, dass es „nur“ beim Egalisieren dreier Bestmarken blieb: saisonübergreifend 14 Liga-Erfolge am Stück (gleichauf mit Rapid im Jahre 1987), acht Dreier en suite auf fremder Anlage (Vereinsrekord eingestellt) und zehn Siege zum Auftakt in eine Spielzeit (zuletzt 2018/19). Dabei ging alles so vielversprechend los: Mit Noah Okafor stellte unser Sieggarant – nach einem Liga-Treffer des Eidgenossen triumphierten wir bisher immer – früh auf 1:0. Dann passierte allerdings „das Schlimmste“, wie es Rasmus Kristensen etwas drastisch formulierte: ein schneller Ausgleich. Fortan entwickelte sich ein handballartiger „Flashmob“ am Rande des Rheindorfer Sechzehners. Der Aktionsradius-Mittelpunkt zeigt auf: Waren aufseiten unserer Roten Bullen nur zwei Mann im Schnitt in der eigenen Rasenhälfte, waren es auf Altacher Seite auch nur zwei Akteure in der gegnerischen. Der Rest versammelte sich vor Heim-Schlussmann Casali.

Eine Sache der Perspektive

Offensiv blieben die Vorarlberger, wer will es ihnen verdenken, schüchtern: Nach dem 1:1 in Minute 14 schossen sie erst wieder kurz vor dem Abpfiff auf unseren Kasten (90.). Doch auch unseren Burschen fehlte die letzte Durchschlagskraft: Vier Schüsse aufs Gehäuse gelangen Adamu & Co. bei der Abwesenheit von Karim Adeyemi, der kurzfristig Adduktorenprobleme bekundete. Und doch muss festgehalten werden: Wir ziehen am Platz an der Sonne weiterhin einsam unsere Kreise, sind seit 17 Liga-Partien und generell in dieser Spielzeit noch ungeschlagen. 31 Zähler nach der Hinrunde respektive nach elf Runden sind zudem unübertroffen.

Bereit für Großes

Von solchen Zahlen kann der VfL Wolfsburg, unser kommender Gegner in der Königsklasse, nur träumen: Die gestrige 0:2-Liga-Pleite bei Union Berlin war die dritte hintereinander, die Schützlinge von Coach Mark van Bommel sind damit wettbewerbsübergreifend bereits seit sechs Begegnungen ohne vollen Erfolg. Die Wölfe heulen. Nicht zuletzt, weil „Brecher“ Wout Weghorst nicht nebengeräuschlos auf die Bank beordert wurde. Unruhe schwingt beim Ausflug der Deutschen in die Mozartstadt mit. Für uns gilt indes: Der Mittwoch kann kommen, wir sind bereit für eine hoffentlich unvergessliche UEFA Champions League-Nacht und für neue Serien!

ALT VS. RBS - 10 Bilder