„Comeback Kids“ auf Tour

Der Sieg im Klassiker unter der Lupe

In der Bundeshauptstadt lief zu Beginn nicht alles reibungslos. Dank einer souveränen Haltung schaffte es unsere Mannschaft aber, das Geschehen mit Fortdauer der Partie zu bestimmen und letztlich den fünften Erfolg über die Grün-Weißen en suite einzufahren!

Rückstand als Motivation

Siege in Hütteldorf schmecken immer. Comeback-Siege gar noch ein bisschen intensiver! Die Wiener markierten mit ihrem einzigen Versuch aufs Tor die überraschende Führung, die Antwort unserer Burschen fiel einsilbig, aber bestimmt aus: Noah, Brenden – Ausgleich. Der abschließende Siegtreffer durch Noah – der mit seinem siebten Saisontreffer schon jetzt seinen persönlichen Bestwert aufgestellt hat – war die entscheidende Zutat für einen erfolgreichen Liga-Auftakt. Dies unterstreicht gleichzeitig, aus welchem Holz unsere Roten Bullen geschnitzt sind: Zehn Zähler sammelten wir in der laufenden Spielzeit nach Rückständen – unerreicht! Indes fallen die Grün-Weißen in dieser Kategorie negativ auf, gaben sie doch bereits 17 Punkte nach Führungen ab.

Pfusch im Wiener Aufbau

Die Partie unserer „Comeback Kids“ glich einem Steigerungslauf. Gelang im ersten Abschnitt noch kein Schuss aufs gegnerische Gehäuse, „galoppierten“ Matthias Jaissles Schützlinge im zweiten Durchgang regelrecht Richtung Dreier. Da kann es unserem Übungsleiter auch relativ egal sein, dass unsere Kanoniere mit elf Versuchen einen eigenen Saison-Negativrekord aufstellten. Für die Spielkultur waren zweifelsfrei Adeyemi & Co. zuständig, vor allem mit Blick in die Statistikbögen. Rapid operierte nach der zwischenzeitlichen Führung fast ausschließlich mit hohen Bällen, nicht zuletzt wegen unseres Pressings. Die Folge: Äußerst bescheidene 38,2 Prozent der Pässe fanden den richtigen Empfänger. In der gegnerischen Rasenhälfte kam überhaupt nur jedes vierte Zuspiel der Gastgeber an!

Unüberwindbar

„Fehlpass“ – ein Fremdwort für Liga-Jubilar Mo Camara. Bei seinem 50. Einsatz in Österreichs höchster Spielklasse geigte unser Abräumer als Einfädler und Zweikampfungeheuer auf. Mo avancierte zum präzisesten Passgeber am Grün (88 Prozent Passquote), zudem war er auch bei „gewonnenen Zweikämpfen“ (acht) und „Balleroberungen“ (16) top. Dass Nici Seiwald sein Blitzcomeback feierte, ist eine weitere Jubelnachricht des gestrigen Highlight-Abends. Apropos! Ebenjene geben sich dieser Tage regelrecht die Klinke in die Hand. Schon am Mittwoch steigt der nächste Knüller. Freilich, die Bayern sind ein anderes Kaliber als Rapid Wien. Doch wenn unsere Burschen auch im UEFA Champions League-Achtelfinale mit der gestrigen Selbstverständlichkeit des zweiten Durchgangs ans Werk gehen, wäre auch am Mittwoch ein Coup nicht utopisch!

SCR vs. RBS - 14 Bilder