Dank Adamu-Solo und Jokern obenauf

Torschützen: Adamu (28.), Okafor (83.), Sesko (88.) bzw. Blume (54.)

Zehntes Pflichtspiel, zehnter Erfolg! Das gelang noch keinem Salzburg-Trainer vor Matthias Jaissle, der das Kunststück mit gelungenen Einwechslungen am Innsbrucker Tivoli höchstselbst einleitet.

Spielbericht

Gegen gut organisierte und defensiv stabile Tiroler waren Chancen in der Anfangsphase Mangelware. Und das, obwohl Captain Andi Ulmer den ersten Hochkaräter bereits nach 89 Sekunden blendend lancierte: Einen Prachtpass des Routiniers übernahm Junior Adamu gekonnt, dessen Abschluss entpuppte sich allerdings als Aufwärmübung für WSG-Keeper Oswald – zu zentral. Auch Karim Adeyemi verewigte sich auf dem Chancenzettel, dieser drosch die Kugel jedoch aus spitzem Winkel in Sektor drei.

Just als die Wattener Sportgemeinschaft den ersten Ausflug Richtung Philipp Köhn unternahm, Anselm scheiterte aus der Distanz knapp, klingelte es Augenblicke später auf der Gegenseite: Nach einem Seiwald-Ballgewinn überspurtete Adamu den ersten Gegenspieler, enteilte den nächsten beiden und erzürnte den hintersten 1:0 per Flachschuss (28.)! Die Kristallkicker hielten sich nicht lange damit auf, ein blind angetragener „Anselm-Volleyfersler“ endete an der Querlatte und damit nicht im Jahresrückblick. Max Wöber, der Oswald regelrecht „aus Versehen“ nach einem Corner prüfte, und Adeyemi per Kopf verantworteten die abschließenden Gelegenheiten in Abschnitt eins.

Unsere Burschen gestalteten die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel durchaus vielversprechend. Umso ärgerlicher, dass ein leichtsinniger Fauxpas den Tirolern eine Top-Gelegenheit offenbarte: Wöber assistierte Anselm ungewollt, der Youngster bediente Blume. Dieser legte sich das Spielgerät auf den rechten Fuß und markierte den Ausgleich – gar nicht rosig (54.). Coach Matthias Jaissle reagierte, die Hereinnahme von Benji Sesko sollte auch prompt belebend wirken: Nachdem sich Mo Camara bis an die Strafraumkante durchgewurschtelt hatte, erbte der slowenische Sturmtank das Leder – nur Nuancen fehlten. Mit Noah Okafor und Nicolas Capaldo schickte unser Übungsleiter die Nächsten aufs Grün, und auch das Duo drückte der Partie seinen Stempel auf: Capaldo entdeckte Okafor, von der Strafraumkante zwirbelte der Eidgenosse das Rund fantastisch in den Knick (83.). Und damit nicht genug! Zwar vereitelte Oswald den Okafor-Doppelpack, gegen den Nachschuss von Sesko war der Keeper aber machtlos (88.). Damit gelang die Sevilla-Generalprobe nach wackligen Momenten doch noch, unsere Truppe prolongierte zudem ihren makellosen Saisonstart.

Statements

Matthias Jaissle:

Wir haben heute sicher nicht unser bestes Spiel gemacht, ich war in Summe nicht so zufrieden, weil es nicht das war, was ich mir grundsätzlich vorgestellt hatte. Aber wenn man von der Bank derartig nachlegen kann, dann ist es oftmals spielentscheidend. Die Tiroler haben es richtig gut gemacht, es ist eine spielerisch echt starke Mannschaft, die ihre Muster konsequent durchgespielt hat.

Ich hoffe, dass es ein Knotenlöser für Noah war. Er trainiert fleißig, daher freut’s mich ganz besonders! Jetzt gilt unser voller Fokus Sevilla, wir fahren mit ganz, ganz großer Vorfreude dorthin!

Nicolas Seiwald:

Wir haben richtig gute Qualität auf der Bank, und wenn man solche Spieler bringen kann, ist das natürlich immer von Vorteil. Die WSG hat es sehr ordentlich gemacht und uns am Anfang unter Druck gesetzt. Das war schwierig für uns, wir haben lange gebraucht, um da reinzukommen. Aber dann macht Junior dieses super Tor, und im Endeffekt fahren wir mit drei Punkten heim.

Aufstellung

Wechsel

Kjaergaard für Bernardo (46.), Sesko für Adeyemi (68.), Piatkowski für Wöber (68.), Okafor für Adamu (80.), Capaldo für Sucic (80.)

Gelbe Karte

Adeyemi (66./Unsportlichkeit)

Nicht einsatzbereit

Vallci (Achillessehne), Koita (Knie), Junuzovic (Ferse)