Gut Ding braucht Weile

Torschützen: Adeyemi (56.), Aaronson (90.) bzw. Uhre (4.)

Geduld muss man haben, das lehrten uns die letzten Spiele und das war auch heute so. Das 2:1 bildet ein gutes Fundament für den Aufstieg und ist dennoch in seiner Höhe ein magerer Lohn.

Spielbericht

Uff, so stand das nicht im Skript. Tore, einen Sieg, Polster für das Rückspiel, das wollten wir. Es kam anders. Gleich der erste Angriff der Dänen endete in einem Schock. Mensah, der rechte Wingback, war mitgekommen. Er bediente Mikael Uhre, den einzigen Stürmer, in der Mitte. Obwohl Max Wöber ihm fast huckepack aufsprang, behielt der Däne die Ruhe und drückte aus der Drehung ab. Zack, das Ding war drin (4.).

Überraschend, aber nicht lähmend, dieser frühe Gegentreffer ermunterte uns nur zu noch mehr Offensivgeist. Nico Capaldo fühlte nur Minuten später vor. Es blieb beim Abtasten, auch weil uns gegen das unorthodoxe 5-3-2 wenig Zielführendes einfiel. Wechselpässe auf Rasmus Kristensen klappten genauso wenig wie die Tiefenläufe von Karim Adeyemi. Nur in Umschaltmomenten, so sie denn schnell ausgespielt wurden, war Gefahr zu spüren. Ein Schuss von Benjamin Sesko, aus Verlegenheit, und ein Distanzversuch von Luka Sucic, mit Effet, waren das Höchste der Gefühle. Bröndbys Passivität wirkte leider ansteckend. Doch plötzlich jubelten wir aus heiterem Himmel. Die Mannschaften waren schon mit einem Bein in der Kabine, da traf Rasmus Kristensen nach Sololauf. Der Jubel währte nur kurz. Ras war leider aus dem Abseits gestartet.

Highlights, FC Salzburg, Bröndby IF

Aaronson für Capaldo, das war die Antwort von Matthias Jaissle zur Pause. Und sie brachte Wirkung. Der Neue nagelte nach einer Minute ein Brett auf den dänischen Kasten. Hermansen parierte gerade so. Sesko meldete sich mit einem Schlenzer an, Kristensen mit einem verdeckten Schuss. So konnte es gehen.

Und so ging es auch. Brenden Aaronson suchte den Tiefgang, sah im Schlussmann zwar ein Stoppschild, doch war da noch Adeyemi. Der Wirbelwind sauste daher und schepperte das Ding in die Maschen. Da fiel eine Menge Druck ab (56.). Das Stadion wurde jetzt zum Tollhaus. Hier war alles möglich. Sesko, Adeyemi, Sesko, Zeit für eine genauere Beschreibung bleibt gar nicht, so viele Chancen fanden wir vor. Aber auch das fand seinen Abbruch. Bröndby, das teilweise Minuten für die Ausführung seiner Abstöße brauchte, diktierte wieder sein langsames Tempo.

Ein 1:1 war für unsere Leistung nicht genug. Weil das zu wenig Trost war, starteten wir eine letzte Schlussoffensive. Einmal noch Zähne zusammenbeißen. Oumar Solet nahm sich das zu Herzen, bahnte sich seinen tollkühnen Weg durch die Mitte, steckte sauber auf Brenden Aaronson durch und da war er endlich, der Siegestreffer. Wir wissen gar nicht wie, aber das war ganz egal, der Sieg war unser (90.).

Statements

Matthias Jaissle

Ich verspüre natürlich ein Stück weit Erleichterung. So einen frühen Rückstand wegzustecken, ist nicht so einfach, vor allem für so eine junge Truppe. Besonders die zweite Halbzeit war daher richtig gut. Wir haben versucht, nicht wild zu werden, sondern uns weiter an den Matchplan zu halten, den wir in der Halbzeit leicht angepasst haben. Ich bin sehr stolz auf die Truppe!

Brenden Aaronson

Ich bin reingekommen und habe versucht, die positive Energie an die Mitspieler weiterzugeben. Wir sind alle gut aus der Kabine gekommen. Bröndby war so defensiv, das war teilweise frustrierend. Jetzt bin ich sehr glücklich!

Aufstellung

Wechsel

Aaronson für Capaldo (46.), Adamu für Sesko (77.), Okafor für Adeyemi (82.)

Gelbe Karten

keine

Nicht einsatzbereit

Vallci (Achillessehne), Koita (Knie), Berisha (Leiste), Junuzovic (Wade)