Unsere Leihspieler unter der Lupe

Über Spaghetti und Premieren-Einberufungen

Egal, ob im Stade Matmut-Atlantique oder in der Benteler-Arena – richten wir den Blick auf unsere Leihspieler, die neben den Kooperationskickern des FC Liefering bei den Roten Bullen unter Vertrag stehen, entkommt uns nichts. Mit der länderspielbedingten Pause eröffnet sich wieder die Möglichkeit, die vergangenen Wochen unserer „Legionäre“ Revue passieren zu lassen.

Amar Dedic (Wolfsberger AC)

Der WAC-Profi erlebt aufregende Tage, ist er doch von Bosniens Headcoach Petew für die Testpartien gegen Georgien und Luxemburg erstmals in die Nationalmannschaft beordert worden. Kein Wunder, ist Amar doch der unumstrittene Dauerbrenner im Lavanttal: Der 19-Jährige verpasste nur 42 von 2.658 Pflichtspielminuten.

Gideon Mensah (Girondins Bordeaux)

Die Laternen in Bordeaux leuchten rot: „Les Girondins“ beschließen das Tableau der Ligue 1, sechs Zähler fehlen zum rettenden Ufer. Da muntert selbst die Tatsache, dass sich Gideon nach einem persönlich herausfordernden Herbst mittlerweile in der Anfangsformation festgebissen hat, nur marginal auf. In sechs der letzten sieben Begegnungen stand der Ghanaer in der Startelf, seitdem sammelte die Mannschaft aus dem Stade Matmut-Atlantique zwei Punkte.

Kilian Ludewig (Willem II)

Seit Jänner ist der 22-Jährige in den Niederlanden engagiert. Allerdings fungiert der Deutsche beim Eredivisie-Vertreter lediglich als Bankdrücker. Ein einziger Fünf-Minuten-Einsatz, so überschaubar liest sich der Arbeitsnachweis. Die Tilburgues leiden an einer notorischen Abschlussschwäche, bis zum vergangenen Wochenende scorte der abstiegsbedrohte Klub fünf Partien am Stück nicht!

DARKO TODOROVIC (AKHMAT GROZNY)

Nachdem die vorangegangenen Leihstationen nicht sonderlich von Erfolg gekrönt waren, scheint für Darko nun wieder die Sonne. Seit Ende November ist der vierte Außenverteidiger in dieser Liste aus der Startelf nicht mehr wegzudenken. Seine Farben finden sich im Mittelfeld der Premier Liga wieder, die Russen verfügen über eine Kaufoption.

Dorgeles Nene (SV Ried)

Im Innviertel hat sich der Offensivakteur schnell zurechtgefunden. Mit einem Doppelpack zum Startelfdebüt gegen die WSG flackerte sein Potenzial bereits auf, seitdem gilt er als Konstante bei der Ibertsberger-Truppe. Seit Neuestem ist der Wirbler sogar Teil der A-Nationalmannschaft Malis.

Jasper van der Werff (SC Paderborn)

Attestierte ihm Übungsleiter Kwasniok zu Beginn noch einen „Hallodri-Stil“, ist der Innenverteidiger mittlerweile eine feste Größe bei den Ostwestfalen. Die Statistiker zählen bisher 24 Einsätze in der zweiten Spielklasse Deutschlands. Elf Punkte Rückstand auf die Aufstiegs- sowie neun Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge lassen vermuten, dass diese Saison geruhsam zu Ende gehen wird.

Youba Diarra (TSV Hartberg)

Stefan-Seedoch-Allee statt „Big Apple“! Der verletzungsgeplagte Abräumer, der heute seinen 24. Geburtstag feiert, schlug seine Zelte nach einem Intermezzo bei den New York Red Bulls in der Oststeiermark auf. Neo-Coach Klaus Schmidt vertraut dem endlich wieder fitten Youba vollumfänglich, in beiden Partien der Qualifikationsgruppe spulte er die komplette Spielzeit ab.

Mamadou Sangare (Grazer AK 1902)

Wer vom Sportlichen Leiter höchstselbst bekocht wird, scheint einiges richtig gemacht zu haben. Da die etatmäßige Unterkunft des vifen Maliers zwischenzeitlich geschlossen war, kredenzte GAK-Chef Didi Elsneg seinem Schützling währenddessen warme Mahlzeiten. „Ich liebe seine Spaghetti Bolognese“, schwärmte Mamadou gegenüber den Grazer Gazetten. Zurück zum Sportlichen: Mit sechs Scorerpunkten schwingt er als einer der Lichtblicke einer durchwachsenen Spielzeit des Athletiksport-Klubs den Taktstock.