Let's Rock 'n' Roll

Etappe eins zur UEFA Champions League

Millionenregen oder Tal der Tränen – Triumph oder Scheitern, morgen gibt es den Startschuss zur Achterbahnfahrt.

Wir kennen sie, die süßen Klänge der UEFA Champions League. Wir haben sie mit eigenen Ohren vernommen, uns beachtlich geschlagen und seitdem das unbedingte Gefühl, dort hinzugehören. Diesen Beweis haben wir doppelt erbracht. Morgen um 21:00 Uhr können wir im eigenen Wohnzimmer dem Ticket für unsere dritte CL-Gruppenphase etwas näher kommen.

Zwischen dem Traum und seiner Erfüllung stehen 180 Minuten Fußball und der Gegner Bröndby IF. Dabei grüßt jährlich das Murmeltier. Am Wochenende fehlten sechs Mann bei den Kopenhagenern aufgrund von COVID-Infektionen. Die Erkranktenlage schränkt zwar das Aufgebot ein, macht Bröndby aber nicht leichter ausrechenbar. Matthias Jaissle meinte, dass Bröndby seinen Alle-gegen-uns-Mythos noch einmal befeuern würde. Er spricht aus Erfahrung, schließlich war er für zwei Jahre Co-Trainer beim dänischen Hauptstadtklub. Das und die Erfahrung aus dem Vorjahr, als wir gegen Maccabi Tel-Aviv im Hinspiel einem 0:1-Rückstand nachlaufen mussten, zeugt davon, dass wir gewarnt sein müssen.

Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bröndby IF

Auf Erfahrungswerte aus Europa kann Bröndby heuer genauso wenig zählen wie wir. Für beide Teams ist es die erste und einzige Hürde auf dem Weg in die Gruppenphase der UEFA Champions League. Unsererseits wäre es die dritte Teilnahme en suite, die zweite in Folge eines Play-offs. Für Bröndby wäre es die erste Teilnahme seit 1996.

Ein wenig Aufschluss über die aktuelle Lage kann zurzeit nur die dänische Superligaen geben, in der mittlerweile fünf Runden gespielt sind. Bröndby konnte dabei noch keinen Sieg holen, zuletzt gab es zwei Niederlagen. Matthias Jaissle wehrt sich allerdings gegen die Favoritenrolle, die seinem Team aber wohl zu Recht zugeschrieben wird. Das sind natürlich auch Psychospiele, welche die Wichtigkeit der Partie hervorstreichen.

Defensive Fehlerlosigkeit wie bei den jüngsten beiden 1:0-Siegen wird auch morgen gefragt sein. In der Pressekonferenz vor dem Spiel unterstrich Matthias Jaissle, dass er auch mit zwei knappen Siegen zufrieden wäre, geht es doch schließlich nur um den Aufstieg. Selbst wenn die Auswärtstorregel mittlerweile aufgehoben ist, wäre es fatal, im Heimspiel in Verlegenheit zu geraten, denn in Kopenhagen erwartet uns schon nächste Woche ein Hexenkessel.

Personelles

Sekou Koita (Knie) und Albert Vallci (Achillessehne) fehlen verletzungsbedingt. Der Einsatz von Zlatko Junuzovic (Wadenprobleme) ist fraglich. Mergim Berisha hat nach seiner Leistenverletzung noch Trainingsrückstand.

Statements

Matthias Jaissle:

Natürlich wollen wir im Heimspiel eine gute Basis legen und gehen mit viel Vorfreude in die Partie. Wir wissen aber auch, dass eine schwere Aufgabe auf uns wartet. Von der Tabellensituation von Bröndby lassen wir uns dabei keinesfalls blenden. Das ist eine richtig gute Mannschaft, die letzte Saison verdient den Titel geholt hat. Außerdem sind Liga und Champions League zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Wir werden auf einen hoch motivierten Gegner treffen, der das gleiche Ziel hat wie wir: weiterzukommen. Da werden Kleinigkeiten entscheiden.

Benjamin Sesko:

Weil solche K.-o.-Duelle meist sehr eng sind, müssen wir gegen Bröndby mindestens an unsere Leistungsgrenzen gehen und bis zur letzten Spielminute hoch konzentriert bleiben. Ich weiß, dass wir wieder das Zeug zum Aufstieg in die Gruppenphase haben, müssen dafür aber zwei Top-Leistungen bringen.

Die letzten Duelle mit Teams aus Dänemark:

12.12.2013    FC Salzburg – Esbjerg FB   3:0
03.10.2013    Esbjerg FB – FC Salzburg   1:2