Ein Anruf um Mitternacht realisiert den Traum

Luka Sucic und sein Debüt für Kroatiens Nationalteam

Eine bessere Länderspielwoche als Luka Sucic kann man kaum erleben. Was letzten Freitag mit einer Gala beim kroatischen U21-Nationalteam begonnen hatte, fand diesen Montag mit dem Debüt für die A-Mannschaft sein Happy End – direkt neben seiner Kindheitsikone und Ex-Weltfußballer Luka Modric.

Im U21-EM-Qualifikationsduell gegen Norwegen spielte unser Mittelfeld-Youngster ganz groß auf. Sein früher Treffer sowie ein Assist ebneten den Weg für den 3:2-Sieg der Vatreni. Noch am selben Abend dann der (positive) Schock für Luka:

Als ich um Mitternacht einen Anruf vom Sportdirektor, Stipe Pletikosa, bekam, war ich echt überrascht. Er gratulierte mir zum Sieg und zum sehr guten Spiel. Und dann sagte er, dass der Trainer, Zlatko Dalic, mich unbedingt im A-Nationalteam haben will. Ich konnte es nicht fassen und war überglücklich, davon habe ich immer geträumt! Natürlich habe ich gleich meine Familie angerufen und es ihnen erzählt.

Am nächsten Morgen hieß es also sofort Koffer packen und nachreisen. Dass nur kurze Zeit später schon das Debüt folgen sollte, war da immer noch ein Traum. Die „Großen“ hießen den 19-Jährigen direkt in der Mannschaft willkommen und sorgten so für den perfekten Einstieg:

Ich wurde von der Mannschaft wirklich sehr gut aufgenommen und war einfach so stolz, ein Teil von ihr zu sein.

Am Montag war schließlich der große Moment gekommen. Zwei Tage nach seiner Nachnominierung kam Luka zu seinem Debüt für Kroatiens A-Nationalmannschaft. Beim WM-Quali-Spiel gegen die Slowakei lief die 85. Minute, als die Tafel hochging und seine Einwechslung anzeigte. Am Spielstand von 2:2 konnte der Youngster nichts mehr ändern, doch trotzdem waren es mehr als fünf Minuten purer Genuss für Luka:

Davon habe ich als kleiner Junge immer geträumt: Mit Luka Modric mal im Nationalteam gemeinsam zu spielen. Gestern ist dieser Traum in Erfüllung gegangen, und ich kann es gar nicht in Worte fassen, wie ich mich dabei gefühlt habe. Schade ist nur das Ergebnis, aber das erste Spiel wird mir trotzdem immer ganz besonders in Erinnerung bleiben.