Perfektes Heimquartett?

Gewinnen wir auch das vierte Heimspiel in Folge?

Die Euphorie kennt keine Grenzen. Nach dem Sieg gegen Barca fliegen wir hoch wie selten zuvor. Doch der Küchenphilosoph weiß: Nur wer hoch fliegt, fällt tief.

Wir mussten uns erst einmal erholen. Nicht, weil es so anstrengend war, nein, weil unser Herz nicht langsamer pumpen wollte. Zurück zur Emotion war unser Versprechen, und wir haben es gehalten. Und nicht nur das, wir sind nicht nur gefühlsschwanger, sondern auch erfolgreich. Rechnet man die beiden hochkarätigen Testspiele mit ein, feierten wir nun vier Siege in Folge. Konträr verhält sich dagegen das Formdiagramm der Wiener Austria. Zwei Niederlagen, zwei Remis und infolgedessen auch das Aus in der UEFA Europa Conference League. Die Zeiten waren schon leichtere am Verteilerkreis. Es dürstet die Viola nach einem Sieg oder zumindest nach einem Erfolgserlebnis. Genau deshalb hat auch diese Aufgabe ihre ganz speziellen Tücken.

Die Favoritenrolle ist klar vergeben, der Ballbesitz vermutlich auch. Der Viola-Trainer Manfred Schmid weiß, dass spielerische Mittel wohl nicht zum Erfolg führen. Kratzen, Beißen und Kontern, das gab der Austria für rund 60 Minuten bei unserem letzten Aufeinandertreffen gute Chancen. Einzig im Finish brach man ein und verlor nach 1:0-Führung noch mit 1:3.

Pressekonferenz vor Austria Wien

Es würde nicht verwundern, wenn das Spiel am Sonntag ebenso nach diesem Schema ablaufen würde. Auch gegen Ried brachen erst nach dem Führungstor alle Dämme. Sturm Graz hängten wir ebenfalls im Finish ab. Es scheint, als könnten wir die Intensität länger halten als unsere Gegner und, wenn nötig, noch eine Schippe drauflegen. Wer die richtige Elf für diese Aufgabe ist, wird Matthias Jaissle ohne Rücksicht überlegen können. Die nächste Woche ist, zur Abwechslung, keine englische.

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Personelles

Mergim Berisha (Leiste), Sekou Koita (Knie) und Albert Vallci (Achillessehne) fehlen verletzungsbedingt. Maurits Kjaergaard fällt wegen Adduktorenbeschwerden aus.

Statements

Christoph Freund über …

… die aktuelle Form des Teams:

Es macht grad richtig Spaß, unserer Mannschaft beim Fußballspielen zuzusehen – nicht nur bei den Spielen, sondern auch im Training. Da sind eine extrem gute Energie und viel Intensität drin. Wir hatten ja vor nicht allzu langer Zeit einen recht großen Umbruch. Und jetzt funktioniert es von Anfang an schon so gut. Das liegt vor allem daran, dass viele der neuen Spieler unseren Spielstil schon kennen und keine lange Anpassungszeit gebraucht haben. Außerdem ist Matthias (Anm.: Jaissle) ein absoluter Überzeugungstäter was diese Art von Fußball betrifft, der den jungen Spielern viel Vertrauen schenkt, was diese ihm auch wieder zurückzahlen. Das ist der Schlüssel für den bisher richtig coolen Start in die neue Saison.

Matthias Jaissle über …

… die Erwartungen an das Austria-Match:

Ich kann natürlich die Tabelle lesen und weiß, dass die Austria jetzt nicht top in die Saison gestartet ist. Allerdings werden wir den Teufel tun, sie am Sonntag zu unterschätzen. Wir wissen um ihre Stärken, wissen, welche Qualität sie in der Mannschaft haben, weil wir sie schon analysiert und uns gut vorbereitet haben. Von dem her werden wir sicherlich nicht mit dem Ansatz ins Match gehen, dass wir irgendwo irgendetwas weglassen können. Wir werden, wie zuletzt auch, mit Vollgas und vollem Fokus ins Spiel gehen.

… das, was man Testspielsiege wie jener gegen Barcelona bewirken:

Aus diesem Spiel nehmen wir unter anderem die Erkenntnis mit, dass wir auch richtig guten Teams Paroli bieten können. Den Schwung wollen wir nicht bremsen, sondern vielmehr in die nächsten Spiele mitnehmen. Das, was die Jungs da am Rasen gezeigt haben, war schon sehr beeindruckend und sollte uns Selbstbewusstsein geben.

 

Die letzten Bundesliga-Duelle gegen Austria Wien:

10.02.2021  FC Red Bull Salzburg – FK Austria Wien 3:1 (0:0)
24.10.2020  FK Austria Wien – FC Red Bull Salzburg 0:2 (0:0)
23.02.2020  FK Austria Wien – FC Red Bull Salzburg 2:2 (0:1)
28.09.2019  FC Red Bull Salzburg – FK Austria Wien 4:1 (2:1)