Rote Bullen ringen Austria nieder

Torschütze: Adeyemi (72.)

Großer Nervenkitzel in Runde 3! Die Jaissle-Elf zeigt in einem Spiel auf Messers Schneide gegen aufmüpfige Veilchen puren Siegeswillen und geht als verdienter Sieger hervor. 

Spielbericht

Eines gleich vorweg: Es war kein Selbstläufer. Die Wiener Austria ging bestens eingestellt in die Partie und machte es unseren Burschen alles andere als leicht. Mit einem schnellen Vorstoß gehörte den Gästen sogar die erste Torchance – Teigl vergab jedoch allein vor Philipp Köhn (6.). Ansonsten spielten sich freilich fast drei Viertel des Spielgeschehens in der gegnerischen Hälfte ab, gegen ein violettes Abwehrbollwerk fehlte uns aber lange Zeit die Durchschlagskraft. Als Mittel zum Zweck machten sich unsere Burschen deshalb Flanken und Weitschüsse aus, blieben damit allerdings erfolglos.

So fehlten bei Abschlüssen von Rasmus Kristensen (13.) und Antoine Bernede (29.) nur Zentimeter, während Karim Adeyemi nach einem 60-Meter-Pass von Rasmus Kristensen Goalie Patrick Pentz als Spielverderber kennenlernte (26.). Dem Torerfolg am nächsten kam ein anderer: Benji Sesko setzte sich bei einer Kristensen-Hereingabe stark durch, scheiterte mit seinem wuchtigen Kopfball jedoch an der Querlatte. 0:0 lautete daher der Pausenstand.

BL-03: RBS vs. FAK

Der Spielstand änderte sich auch in den zweiten 45 Minuten nicht so schnell. Je länger die Partie dauerte, desto mehr wurde die Begegnung zum Krimi. Die Austria machte weiterhin die Räume eng sowie hinten dicht und nahm grundsätzlich nicht aktiv am Spielgeschehen teil – fuhr damit jedoch lange Zeit gut. Hochkarätige Chancen hatten somit auf beiden Seiten Seltenheitswert. Und wenn unsere Mannschaft doch einmal eine solche vorfand, führte kein Weg an Pentz vorbei. So biss sich auch Antoine Bernede aus kürzester Distanz per Dropkick die Zähne am FAK-Schlussmann aus (55.), ehe nach langer Wartezeit doch das erlösende 1:0 fiel. Rasmus Kristensen bediente nach einem schnellen Antritt Karim Adeyemi an der ersten Stange und endlich zappelte der Ball in den Maschen (72.).

Die knapp 12.000 Zuschauer waren aus dem Häuschen – auch weil Nici Seiwald nur wenige Minuten später mit einem aufopferungsvollen Einsatz Schlimmeres verhinderte (81.) und die Red Bull Arena endgültig zum Kochen brachte. Bei elektrisierender Stimmung und einem Finish zum Nägelkauen ließen wir nichts mehr anbrennen und feierten die Fortsetzung unserer makellosen Bilanz zum Saisonbeginn.

Statements

Matthias Jaissle:

Es war sicher eine sehr kampfbetonte Partie – der Sieg ist in die Kategorie Arbeitssieg einzuordnen. Der Gegner hat es uns sehr schwer gemacht, hat versucht, gut zu verteidigen und uns wenig Räume zu geben. Von dem her war es keine einfache Partie, aber in Summe ein sehr verdienter Sieg.

Nicolas Seiwald:

Das Spiel war sehr intensiv. Wir haben ständig versucht, den Ball laufen zu lassen. Aus viel Ballbesitz haben wir leider weniger gemacht als erhofft. Aber im Endeffekt ist es ein 1:0, und das sind drei Punkte! Wir brauchen 100 Prozent gegen jeden Gegner, weil es sonst nicht reicht. Ein Unentschieden hätte sich heute wie eine Niederlage angefühlt.

Aufstellung

Wechsel

Adamu für Sesko (62.), Capaldo für Camara (62.), Okafor für Adeyemi (79.), Bernardo für Bernede (88.)

Gelbe Karten

Wöber (19./Foul), Camara (48./Unsportlichkeit), Ulmer (90.+6/Foul)

Nicht einsatzbereit

Vallci (Achillessehne), Koita (Knie), Berisha (Leiste), Kjaergaard (Oberschenkel), Junuzovic (Wade) und Sucic (kränklich)