Nullnummer zur Heimrückkehr

Punkteteilung gegen die Admira

Jede Serie findet einmal ein Ende. Nach 43 Bundesliga-Heimspielen mit Torerfolg treffen unsere Burschen diesmal nicht und kommen über ein unzufriedenstellendes 0:0 gegen die Admira nicht hinaus.

Spielbericht

Tatort: Red Bull Arena. Tatbestand: Brotlose Dominanz. Es war ein Spiel auf ein Tor, von Beginn an. Davon, dass unsere Roten Bullen noch vor wenigen Tagen auf dem ganzen Globus verstreut gewesen waren und nicht gemeinsam trainiert hatten, merkte man nichts. Im Gegenteil, schon in der 7. Minute verzeichnete Karim Adeyemi den ersten Sitzer. Nach einem Eckball schoss er aus kurzer Distanz. Der kurze Jubel der Zuschauer täuschte. Es zappelte vorerst nur das Außennetz. Brenden Aaronson versuchte es wenig später sehenswert aus der Distanz. Das Spiel der Admira scheiterte am Jo-Jo-Effekt, vom eigenen Tor bis zu unserer Strafraumgrenze und wieder zurück. 29 Minuten vergingen, ehe die Südstädter zum ersten Mal auf unser Tor schossen – und selbst das eher aus Verlegenheit.

Unterdessen verebbte das Geschehen. Viel Ballbesitz, wenig Tempo, häufige Unterbrechungen. Unsere Burschen hatten mit der Admira und der spiegelgleichen 4-4-2-Raute ihre Mühe. Seitenverlagerungen auf die offensiven Außenverteidiger waren allerdings ein probates Mittel, das uns auch die bis dahin beste Chance durch Brenden Aaronson eröffnete. Seinen Abschluss aus nächster Nähe vereitelte Goalie Leitner mit einer Glanztat.

Die Schlussphase des ersten Durchgangs bot wieder weniger Aufregung. Phasenweise erinnerte es an Ballhalten. Erst Noah Okafor weckte in der 41. Minute mit einem Distanzschuss die gesamte Belegschaft wieder auf. Ein Weckruf, aber kein Torschrei. Die erste Halbzeit endete mit einem dominant-erfolgsarmen 0:0.

Handlungsbedarf sah Matthias Jaissle schon zur Pause. Auf der Suche nach mehr Durchschlagskraft brachte er Junior Adamu für Noah Okafor. Das zeigte prompt Wirkung. Aus dem Ballhalten wurde ein Powerplay, das uns in Windeseile jubeln ließ. Andi Ulmers Flanke senkte sich perfekt auf das Haupt des einlaufenden Rasmus Kristensen. Doch der Befreiungsschlag wurde zu einem wütenden Hieb auf die Tischkante, als Josef Spurny bzw. der VAR zu Recht ein Abseits unseres Assistgebers erkannte.

So ging das Geduldsspiel weiter. Die Admira erfing sich und stand nun wieder stabiler, auch wenn sich so manche Halbchance ergab. Offensiv kam von den Niederösterreichern in dieser Phase aber gar nichts. Minütlich fiel ihnen auch das Verteidigen schwerer. Man merkte, es würde wieder auf eine Schlussoffensive hinauslaufen. Brenden Aaronson, heute umtriebig und agil, läutete mit seinem fast perfekten Versuch in der 76. Minute genau diese ein. Für zusätzliche Power kamen die Kraftlackeln Bernardo und Sesko. Zweiterer stellte sich umgehend beim Admira-Schlussmann vor, als er eine Kristensen-Flanke in Ibrahimovic-Manier per Kung-Fu-Kick übernahm, jedoch nur für die Galerie, aber nicht für den Siegestreffer.

Und es sollte diesen auch bis zum Abpfiff nicht geben. Die Admira luchst uns daheim zwei Zähler ab.

Statements:

Matthias Jaissle:

Heute war die Chancenauswertung recht mangelhaft. Es ist natürlich bitter, dass wir nicht drei Punkte in der Heimat behalten konnten. Aber ungeachtet dessen haben wir gute Spielzüge gezeigt. Wir sind eine junge Truppe, die noch lernen muss. Es würde mir mehr Sorgen bereiten, wenn wir uns erst gar keine Chancen erspielen würden.

Brenden Aaronson:

Wir haben in dieser Saison eine Menge Tore gemacht. Heute war das nicht so. Auch ich habe heute viele Chancen gehabt und sie nicht genutzt. Das passiert manchmal, auch wenn es nicht passieren darf. Wir müssen uns aber keine Sorgen machen. Am Dienstag müssen wir es in Lille besser machen.

Aufstellung

Wechsel

Adamu für Okafor (46.), Bernardo für Ulmer (80.), Sesko für Adeyemi (80.)

Gelbe Karten

keine

Nicht einsatzbereit

Junuzovic (Ferse), Koita (Knie), Okoh (Knie), Piatkowski (Knöchel), Vallci (Achillessehne) und Capaldo (Gelb-Sperre)