Torgala zum Kehraus

Torschützen: Adamu (12.), Wöber (22.), Sucic (26.), Adeyemi (90.+1/FE)

55 Punkte, eine Tordifferenz von plus 37 inklusive eines gewaltigen Punktepolsters: Auch zum Abschluss schrauben unsere Roten Bullen dank eines 4:0-Spaziergangs am rekordträchtigen Grunddurchgang, daran zerbricht auch Schlusslicht Altach.

Spielbericht

Maurits Kjaergaard, der sich im Rahmen der Vorbereitung schon als neue Alternative an vorderster Front herauskristallisiert hatte und heute erstmals in dieser Rolle starten durfte, bekräftigte das neue Standing prompt. Erst noch als Assistent für Luka Sucic – Altach-Keeper Casali war zur Stelle –, dann als „Unruhestifter“ im Sechzehner. Er empfing einen perfekt getimten Chip in die Spitze, ehe Thurnwald regelwidrig intervenierte. Da das Unparteiischen-Gespann um Referee Kijas auch nach etwa zweiminütigem Funkkontakt mit der VAR-Zentrale in Wien-Meidling an der Entscheidung festhielt, blieb’s beim Strafstoß. Junior Adamu nahm sich der Sache an und versenkte das Spielgerät im Nachschuss, nachdem Casali den Elfmeter zunächst noch pariert hatte (12.). Unsere Burschen überforderten das Schlusslicht noch und nöcher – da ließ der nächste Jubel nicht lange auf sich warten. Nici Seiwald flankte, Rückkehrer Max Wöber dankte, indem er das Rund regelrecht mit den Haarspitzen ins Glück lenkte – 2:0 (22.)!

Die Truppe aus dem Schnabelholz blickte bereits flehend auf die Uhr und verpasste damit, wie Adamu & Co. den nächsten Angriff lostraten. Der Schütze zum 1:0 setzte Kjaergaard clever in Szene, der Blondschopf scheiterte am blendend herauseilenden Casali. Ein Glück, dass der Abpraller vor die Füße von Strippenzieher Sucic fiel. Vogelfrei staubte dieser zum Dritten ab (26.). Viel missglückte Matthias Jaissles Schützlingen nicht: Einzig ein Adamu-Schlenzer zischte am Kreuzeck vorbei, zudem standen Sucic und Adamu bei hochkarätigen Eins-gegen-eins-Situationen im Halteverbot.

Im Wissen, dass die Vorarlberger Abteilung „Attacke“ – 0,02 Expected Goals im ersten Durchgang – nur bedingt Nadelstiche setzen konnte, gingen es unsere Burschen nach der Rückkehr aus der Garderobe genügsamer an. Unser Headcoach betrieb in personeller Hinsicht Belastungssteuerung, und ähnlich präsentierten sich unsere Akteure auf dem Grün – auch wenn sie das Leder mit 74 Prozent Ballbesitz monopolisierten. Der fünfköpfige Altacher Abwehrbeton war schlicht zu fest.

Joker Karim Adeyemi wühlte nach einem Bohrer, sein Distanzhammer verfehlte das Ziel aber ähnlich knapp wie Altach-Captain Netzer im Zweikampf mit dem Wirbler: Gegner statt Ball erwischt, der nächste Penaltypfiff ertönte sogleich. Der Gefoulte ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und die Menge tobte – das letzte Wort eines Monologs zum Abschluss des Grunddurchgangs (90.+1)!

Statements:

Matthias Jaissle:

Es war eine richtig gute Partie! Natürlich hat es uns diese deutliche Führung zur Halbzeit einfacher gemacht, auch im Hinblick auf das kommende Spiel in München. Jetzt hoffe ich einfach, dass bis Dienstag alle bei 100 Prozent sind. Mich freut’s natürlich, dass Karim getroffen hat, das wird ihm Selbstvertrauen für Dienstag geben.

Max Wöber:

Wir haben in der ersten Halbzeit sehr viel richtig gemacht, die ersten Chancen gleich genutzt und Altach keine Chance gegeben, ins Spiel zu kommen. Mit dem schnellen 3:0 haben wir danach sicher ein paar Körner für Dienstag sparen können. Nach den coronabedingten Nachwehen wollen wir alle wieder auf 100 Prozent kommen.

Aufstellung

Wechsel

Bernardo für Wöber (46.), Adeyemi für Adamu (46.), Capaldo für Seiwald (61.), Aaronson für Sucic (61.), Tijani für Camara (61.)

Gelbe Karten

keine

Nicht einsatzbereit

Kristensen (leicht angeschlagen nach Zusammenprall), Koita (Knie), Okafor (Oberschenkel), Okoh (Knie), Onguene (erkrankt), Sesko (Oberschenkel) und Solet (Oberschenkel)