Offensives Feuerwerk in Überzahl gegen Klagenfurt

Torschützen: Sucic (42., 55.), Wöber (68.), Kjaergaard (70.), Adeyemi (79./FE), Sesko (81.)

Mit drei Zählern und doppelt so vielen Treffern geht’s für uns zurück nach Salzburg: In der 26. Runde der ADMIRAL Bundesliga lassen wir dem SK Austria Klagenfurt keine Chance und fahren einen mehr als verdienten 6:0-Erfolg ein. Durch den Sieg stocken wir unser Punktekonto weiter auf und setzen unseren Weg in Richtung Meistertitel fort.

Spielbericht

Schon wenige Sekunden nach dem Anpfiff wurde klar, dass uns die Gastgeber an diesem Tag die Kontrolle über das Spielgerät nicht streitig machen sollten. Bis auf die ersten Versuche von Junior Adamu (5.) und Nico Capaldo (9.) bot sich den Fans im Klagenfurter Wörthersee Stadion in der Anfangsphase noch eine eher highlightarme Begegnung. Richtig konkret wurden wir in Minute 26. Das Trio Kristensen-Seiwald-Adamu kombinierte sich bärenstark über rechts durch. In der Mitte drückte dann Noah Okafor ab, doch sein Schuss wurde noch an den Pfosten abgefälscht.

Hektisch und rüde wurde es dann knapp vier Minuten später. Unsere Burschen setzten zum Konter an, Gemicibasi hatte aber etwas dagegen und grätschte dem davonstürmenden Capaldo auf Höhe der Mittellinie ohne Chance auf die Kugel von hinten in die Beine. Eine harte, aber legitime Entscheidung von Schiri Harald Lechner, hier die Rote Karte zu zeigen. Mit unserer Überzahl sollte sich in weiterer Folge auch mehr auf dem Rasen tun.

Knapp 120 Sekunden nach dem Platzverweis konnte SKA-Goalie Menzel unsere Führung vereiteln, indem er Adamus Kopfball gerade noch abwehren konnte. Wenig später kam es erneut zum Duell der beiden, als ein misslungener Rückpass bei unserem Offensiv-Youngster landete. Junior umkurvte den Schlussmann, setzte die Kugel allerdings ans Außennetz (37.). Spätestens zu diesem Zeitpunkt war unsere Führung überfällig.

Diese gab es dann in der 42. Minute. Wie schon gegen Rapid eröffnete Luka Sucic die Torschützenliste. Der Treffer gehörte aber großteils Nici Seiwald, der seinen Gegenspieler austanzte und vor dem Tor querlegte, wo der Kroate leichtes Spiel hatte. So ging es verdientermaßen mit einer 1:0-Führung für uns in die Kabinen.

Nach wenigen Minuten des Abtastens nutzten wir unsere Überzahl aus und legten in Hälfte zwei früh nach. Der frisch eingewechselte Karim Adeyemi konnte sich den Ball erlaufen und brachte ihn im Rutschen noch zur Mitte. Dort fand sich zwar Adamu im Alu-Pech wieder, dafür stand Abstauber Sucic goldrichtig, der seinen ersten Bundesliga-Doppelpack komplettierte (55.).

Durch die erhöhte Führung ging uns das Spiel nun um einiges leichter von der Hand. Unsere Offensivmaschine rollte immer besser an und kannte irgendwann gar kein Halten mehr. Adeyemi verlängerte einen Freistoß per Kopf in Richtung langer Pfosten, wo Max Wöber zum 3:0 einschob (68.). Nur eine Minute danach entwischte unser deutscher Stürmer der SKA-Abwehr und schrieb beinahe selbst an, sein Versuch traf aber gleich doppelt Aluminium – Pech!

Mehr Glück hatte dann kurz darauf Maurits Kjaergaard, dessen Kopfball von der Innenstange den Weg zum 4:0 ins Tor fand (70.). Spätestens jetzt war Klagenfurt geschlagen, das merkte man der Pacult-Elf sichtlich an. Schließlich durfte auch noch Adeyemi selbst einen Treffer bejubeln, als es nach einem Handspiel im Strafraum Elfmeter für uns gab. Unser Speedster ließ sich nicht zwei Mal bitten und verwandelte ganz sicher (79.). Doch der Torreigen sollte auch damit nicht beendet sein: Nach einem No-Look-Pass von Kjaergaard machte Benji Sesko das halbe Dutzend voll (81.)!

Kamil Piatkowski, Rasmus Kristensen und Zlatko Junuzovic konnten in den Schlussminuten fast noch nachlegen, irgendwann war dann zur Erleichterung der gebeutelten Gastgeber die Spieluhr aber abgelaufen und der Schlusspfiff ertönte. 

Statements:

Luka Sucic:

Natürlich hilft es, wenn man ein Mann mehr ist! Nichtsdestotrotz hat es Klagenfurt mit dem niedrigen Block auch gut gemacht und uns das Leben schwer gemacht.

Karim Adeyemi:

Wir haben ein gutes Spiel gemacht und dann auch verdient gewonnen – 6:0! Bei meiner ,Doppelstange-Situation‘ wollte der Ball einfach nicht ins Tor. Da war ein bisschen Pech dabei, vielleicht wird’s nächste Woche besser. Wir sind glücklich über den Sieg, es kann gerne so weitergehen.

Max Wöber:

Es war von der ersten Minute an ein sehr souveränes Spiel von uns, durch die Rote Karte ist es natürlich um einiges einfacher geworden. Das 1:0 war der Dosenöffner, in der zweiten Halbzeit haben wir unsere Chancen souverän verwandelt. Wir haben keine Revanche-Gedanken gehegt, sondern wollen einfach grundsätzlich jedes Spiel gewinnen – genauso war es heute auch!

Aufstellung

Wechsel

Piatkowski für Solet (46.), Adeyemi für Okafor (46.), Kjaergaard für Camara (61.), Sesko für Adamu (61.), Junuzovic für Capaldo (76.)

Gelbe Karte

Sucic (84./Unsportlichkeit)

Nicht einsatzbereit

Aaronson (Knie), Guindo (Rücken), Koita (Knie), Mantl (Rücken), Okoh (Knie)