Meister-Vorlage in Wien-Favoriten

Torschützen: Jukic (65./FE) bzw. Adamu (52.), Sucic (78.)

Durchgang eins … eher mau, Abschnitt zwei … WOW! Eine Begegnung, die nach dem Seitenwechsel Fahrt aufnimmt, gestalten unsere Burschen mit einem 2:1-Triumph bei der Wiener Austria erfolgreich. Damit haben wir die Meisterkrönung kommende Woche in der eigenen Hand!

Spielbericht

Im sonnigen Wien legten beide Seiten eher gemächlich los. Da sich das Geschehen vor allem zwischen den Strafräumen abspielte, waren nennenswerte Einschussgelegenheiten Mangelware. Junior Adamu erhitzte noch am ehesten zum Unruheherd. Eine scharfe Hereingabe von Startelf-Rückkehrer Karim Adeyemi verpasste den Sturmpartner nur knapp, einen schnörkellosen Volley im Anschluss eines Seiwald-Corners prügelte unser U21-Nationalteamknipser über das Ziel.

Die Veilchen hielten sich indes vornehm zurück, ein Fischer-Rollerchen aus der zweiten Reihe war tatsächlich das höchste der violetten Gefühle. So überraschte es nicht, dass beide Seiten in Abschnitt eins gänzlich ohne gefährlichen Schuss aufs Gehäuse auskamen.

Umso spektakulärer verliefen dann aber die Anfangssequenzen des zweiten Durchgangs: Referee Ciochirca zeigte unbeirrt auf den Punkt, Galvao hatte Nicolas Capaldo an der Strafraumkante zu Fall gebracht. Allerdings meldete sich „Schiri-Souffleur“ Eisner aus der Zentrale und verlegte den Tatort knapp neben dem Sechzehner. Von dort aus schnibbelte Luka Sucic das Spielgerät in die Gefahrenzone, Capaldo stand am Ende der Verwertungskette und köpfelte das Rund ans Aluminium! Der uns danach wohl fälschlicherweise zugesprochene Corner segelte in die Mitte und Kamil Piatkowski verlängerte per Kopf – am zweiten Pfosten stand ein verwaister Junior Adamu, der gekonnt abdrückte (52.)!

Der Treffer rief Violett natürlich auf den Plan: Jukic wuselte in die Box und traf mit der Murmel den Piatkowski-Arm, den unser polnischer Abwehrpatron zum Abstützen hergenommen hatte. So gab’s einen eher schmeichelhaften Austria-Strafstoß, Jukic schickte Philipp Köhn ins falsche Eck und egalisierte den Spielstand (65.). Nach dem Seitenwechsel war’s ein richtig munterer Ostersonntagskick, bei dem unsere Burschen dank eines Joker-Duos die passende Antwort parat hatten: Sladdi Junuzovic lancierte den durchstartenden Noah Okafor. Unser Eidgenosse legte das Ding clever in den Rücken der Abwehr zurück, wo „Neo-Goalgetter“ Sucic in freudiger Erwartung goldrichtig stand und einschob (78.).

Offensiv überschaubar gefährliche Hausherren lehnten sich ein letztes Mal auf. Fitz zirkelte einen Freistoß aus denkbar spitzem Winkel in die Maschen, Köhn ließ sich davon überraschen (90.+3). Last-minute-Ausgleich, das gibt’s ja nicht! Exakt, gibt’s wirklich nicht, weil Ohio, der im Halteverbot gestanden war, aktiv eingegriffen und unseren Schlussmann bedrängt hatte. Mehr fiel den Favoritnern nicht ein. Damit landeten die Jaissle-Schützlinge den gewünschten Auswärtssieg. Da Sturm Graz in der Parallelpartie aber gegen Rapid die Oberhand behielt, bleibt die Meisterkrönung vorerst aus. Ebenjene haben wir nächste Woche, wiederum gegen die Wiener Austria, vor heimischer Kulisse in der eigenen Hand.

Statements:

Noah Okafor:

Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird. Bei der Austria ist es immer ein Kampf, wir haben es aber gut gemacht. Wir haben am Schluss ein bisschen Glück gehabt, aber es war eine ordentliche Partie und am Ende waren es verdiente drei Punkte.

Luka Sucic:

Es ist nicht wichtig, wer die Tore macht, sondern, dass wir am Ende die drei Punkte holen. Brenden Aaronson ist verletzt, und ich spiele momentan auf seiner Position, das liegt mir sehr gut. Wir haben in der ersten Hälfte nicht so gespielt, wie wir uns das gewünscht hatten. In der zweiten Halbzeit wurden wir dann durch die Joker besser und haben dann auch verdient gewonnen.

Aufstellung

Wechsel

Sesko für Adeyemi (59.), Kjaergaard für Camara (59.), Okafor für Adamu (59.), Junuzovic für Capaldo (74.), Solet für Piatkowski (77.)

Gelbe Karte

Camara (43./Foul)

Nicht einsatzbereit

Aaronson (Knie), Guindo (Rücken), Koita (Knie), Okoh (Knie), Vallci (Ferse)