Unsere Champions League-Reise endet in München

Torschützen: Lewandowski (12./FE, 21./FE, 23.), Gnabry (31.), Müller (54./83.), Sane (86.) bzw. Kjaergaard (70.)

Der FC Bayern wird im Rückspiel des UCL-Achtelfinales seiner Favoritenrolle gerecht, wir müssen die Heimreise mit einer 1:7-Niederlage antreten und scheiden damit aus der Königsklasse aus. Die Art und Weise des Ausscheidens mag zwar sehr bitter sein, doch sollte man nicht vergessen, welche Sensation der Einzug unter Europas Top 16 eigentlich war. 

Spielbericht

Beide Teams nutzten die Anfangsminuten, um mal beim Gegenüber anzuklopfen. Robert Lewandowski machte den Anfang. Völlig frei im Strafraum konnte der Weltfußballer abschließen, doch Philipp Köhn parierte weltklasse (2.)! Nur 30 Sekunden später stürmte Karim Adeyemi nach vorne und beförderte die Kugel ins Zentrum. Der Abschluss von Nicolas Capaldo wurde aber gerade noch geblockt (2.).

Wenig später begann dann leider das zwischenzeitliche Elfmeterschießen der Münchner. Regelmäßig suchten sie Lewandowski in unserem Strafraum. In Minute 11 wirbelte er im Zweikampf um Max Wöber herum, und unser Abwehrchef erreichte mit seinem Bein den Ball nicht mehr. Foulpfiff und Elfmeter für die Gastgeber. Der Pole behielt die Nerven und schickte Köhn ins falsche Eck (12.).

Beinahe hätten wir die passende Antwort parat gehabt, als Nici Seiwald aus knapp 16 Metern das Gehäuse von Manuel Neuer im Blick hatte, doch dessen Handschuh verhinderte unser Torglück. Wenig später fand sich Lewandowski erneut im Zweikampf mit Wöber wieder und fiel an der Strafraumgrenze. Zunächst gab es Freistoß, dann nach VAR-Konsultion den Elfmeter. Das 2:0 war dabei eine Kopie des ersten Tors (21.). Und jetzt kam noch Pech dazu: Nach einem langen Ball kamen Köhn und Lewandowski gleichzeitig an den Ball. Der Pressball flog in hohem Bogen an den Pfosten, und der Bayern-Stürmer konnte aus kürzester Distanz zum Hattrick einschieben (23.).

Fortan ging bei uns leider gar nichts mehr. Die Bayern ließen den Ball munter zirkulieren und schnürten uns immer weiter ein. Das Resultat war das 4:0 von Serge Gnabry, der aus wenigen Metern frei zum Abschluss kam (31.). Eine gebrauchte erste Hälfte.

Man sah: München ist nicht Altach, und die letzten Wochen hatten mit den 17 Coronafällen doch deutliche Spuren bei uns hinterlassen. So kontrollierte die Nummer eins der UEFA-Klubrangliste das Spiel auch über die zweiten 45 Minuten hinweg, uns fehlte die nötige Spritzigkeit. Kurz nach Wiederanpfiff zeigte Thomas Müller seine Spitzenklasse und verarbeitete ein Zuspiel mit einer schnellen Drehung und einem makellosen Abschluss zum 5:0 (54.).

Immerhin gab es wenig später mal ein offensives Lebenszeichen unsererseits. Der eingewechselte Benji Sesko brachte frischen Wind über links und bediente Brenden Aaronson in der Mitte. Der US-Kicker brauchte aber ein wenig zu lang und wurde schließlich vom Gegenspieler niedergerannt – für Schiri und VAR jedoch zu wenig. Aber egal, wir gaben weiter alles, und das sollte belohnt werden. Aaronson schickte bei einem Konter Maurits Kjaergaard auf die Reise und dieser ließ seinen Frust am Ball aus. Mit voller Wucht knallte der Däne die Kugel ins Kreuzeck und sorgte mit seinem UCL-Debüttor wenigstens für unseren Ehrentreffer.

Leider setzten auch die Münchner noch was drauf und erhöhten in der Schlussphase durch Müller (83.) und Leroy Sane (86.) auf 7:1. Wenig später folgte der Schlusspfiff. Damit fand unsere sensationelle Reise durch die UEFA Champions League in München für diese Saison ihr Ende.

Ihr seid die Besten!

Der größte Lichtblick an diesem Abend wart ohne Frage ihr! Von Anfang bis Ende waren die Salzburger Rufe die lautesten in der Münchner Fußball Arena. Ihr habt unsere Burschen zu keinem Zeitpunkt aufgegeben und sie stets angetrieben. Einen besseren Auswärtssupport kann man sich nicht wünschen. Dafür sagen wir DANKE!

Und unser internationales Abenteuer mag nun zwar zu Ende sein, dafür gilt unser voller Fokus nun den nationalen Bewerben. Bereits am Sonntag starten wir in die Meisterrunde und empfangen den SK Sturm Graz zum Spitzenspiel in der Red Bull Arena.

Aufstellung

Wechsel

Sucic für Seiwald (46.), Piatkowski für Solet (46.), Sesko für Adamu (62.), Kjaergaard für Adeyemi (62.), Tijani für Camara (67.)

Gelbe Karten

Keine

Nicht einsatzbereit

Koita (Knie), Okoh (Knie), Okafor (Oberschenkel), Onguene (erkrankt)

Statements

Matthias Jaissle:

Es war ein sehr, sehr bitterer Abend, die Enttäuschung ist natürlich riesig. Es sind hier auch schon andere Mannschaften unter die Räder gekommen, und das ist ein Stück weit auch uns passiert. Wir haben es leider nicht geschafft, an das Hinspiel anzuknüpfen und an unser Leistungsniveau heranzukommen. Aber der Stolz bleibt, wir sind als jüngste Mannschaft ins Achtelfinale gekommen, das kann den Jungs keiner nehmen – auch so ein Abend nicht.

Rasmus Kristensen:

Das war ein Gegner auf einem anderen Niveau. Wir haben gut gekämpft, es war aber nicht genug.