Last minute Sladdi-Party im Klassiker

Torschützen: Sucic (17.), Junuzovic (90.+4) bzw. Druijf (52.)

Spannung pur bis zur letzten Sekunde in diesem Klassiker: In der dritten Runde der ADMIRAL Bundesliga-Meistergruppe sichert uns Edeljoker Zlatko Junuzovic vor einer ausverkauften Red Bull Arena mit über 15.000 Zuschauern in der Nachspielzeit einen hochverdienten 2:1-Sieg gegen Rapid Wien. Damit bleiben wir in der Tabelle mit 12 Punkten in Führung und haben den nächsten Meistertitel weiterhin fest im Blick!

Spielbericht

Offensivdruck und hohes Pressing sollte es vonseiten der Gäste nicht geben. Rapid wartete vor allem tief stehend ab und versuchte selbst, mit langen Bällen gefährlich zu werden. Davon unbeeindruckt legten wir schon früh los. Bereits in Minute sechs ging ein erstes Raunen durch die Red Bull Arena, als Luka Sucic eine gefährliche Hereingabe von Noah Okafor gerade nicht mehr entscheidend erreichte. Wenig später konnte der frei stehende Junior Adamu (13.) mit seiner Stirn einer Flanke von Andreas Ulmer nicht mehr genügend Richtung geben.

In der 17. Minute dann wieder Sucic: Noah Okafor trieb das Spielgerät schnell nach vorne und bediente den Kroaten. Dieser hatte eigentlich nicht allzu viel Platz, hielt aus dem Lauf aber trotzdem einfach mal aus knapp 20 Metern drauf und erwischte punktgenau das lange Eck – Niklas Hedl streckte sich, konnte unsere verdiente 1:0-Führung aber nicht mehr verhindern!

Die Wiener blieben großteils ungefährlich, das Expected-Goals-Orakel schrieb den Grün-Weißen zur Pause gerade einmal 0,08 Treffer zu. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß kam Marco Grüll (27.) mal aus verhältnismäßig guter Position zum Abschluss, setzte die Kugel im Anschluss aber weit daneben. Wir behielten die Kontrolle und drückten weiter an. Vor allem Okafor brachte die Abwehr der Hütteldorfer mit seinem schnellen Antritt mehrmals ins Schwitzen, und auch Adamu fand gute Möglichkeiten vor.

Da uns allerdings die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte und SCR-Goalie Hedl mehrmals aufzeigen konnte, blieb es bis zum Pausenpfiff bei unserer 1:0-Führung.

Zunächst zeichnete sich zum Start des zweiten Spielabschnitts ein ähnliches Bild ab. Die erste Chance verbuchte Nici Seiwald, als er in Minute 48 die Kugel nur knapp am gegnerischen Kasten vorbeizirkelte. Dann allerdings waren die Wiener plötzlich da. Eine Hereingabe von links sorgte für Gefahr, unsere Abwehr bekam keinen Zugriff auf den Ball und schließlich landete dieser bei Ferdy Druijf, der leichtes Spiel hatte und zum 1:1 einnetzte.

Mit dem Ausgleich wurde die Partie hitziger und körperbetonter. Auch Rapid fand jetzt Räume vor, wobei das Chancenplus auf unserer Seite lag. Die besten Tormöglichkeiten gehörten Nicolas Capaldo (56.), Okafor (58.) und Sucic (61.), Rapids Christoph Knasmüllner sorgte hingegen mit seinem Treffer aus Abseitsposition für einen kurzen Schreckmoment (60.). Erst rund 20 Minuten vor dem Ende erlebte dieser Klassiker seine erste richtige Ruhephase, in der beide Teams ohne nennenswerte Aktionen blieben. 

Bis zu den Schlussminuten sollte es dauern, ehe die Gemüter nochmals so richtig hochkochten und ein Mätzchen aufs nächste folgte. Alles egal, denn in der Nachspielzeit gab es schließlich den großen Auftritt des in den vergangenen Monaten so verletzungsgeplagten Zlatko Junuzovic. Adeyemi flankte von links in den Strafraum, wo sich zwei Gegenspieler an Rasmus Kristensen festklammerten. Irgendwie kam der Däne trotzdem noch an den Ball und legte ihn in die Mitte ab, wo Sladdi zur Stelle war und zum 2:1-Sieg einschob – das perfekte Ende eines Klassikers!

Statements:

Matthias Jaissle:

Das freut das Trainerteam immer, wenn man auf dem Platz genau das sieht, was man sich im Vorfeld überlegt hat. Insofern gibt es da auch ein großes Lob von mir und in den nächsten Tagen vielleicht noch das eine oder andere Torabschlusstraining. Rapid hat so gespielt, wie wir uns das erwartet haben. Es war im letzten Spiel ja schon ähnlich, nur dass der Spielverlauf da ein anderer war. 

Zlatko Junuzovic:

Ich habe mir erst mal nur erhofft, überhaupt reinzukommen, aber dass ich dann so ein Tor schieße … Ich wusste beim Jubel gar nicht, was ich machen soll. Solche Geschichten schreibt der Fußball. Ein Wahnsinn, ich bin einfach glücklich. Die Choreografie vor dem Spiel und alles – ich hatte hier so schöne vier Jahre. Die letzten Wochen waren sehr emotional, jetzt genieße ich noch die Zeit.

Luka Sucic:

Es war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir wussten von Anfang an, dass es ein enges Spiel wird. Eigentlich hätten wir schon in der ersten Hälfte alles klarmachen können, aber umso schöner war es, als Sladdi in der 94. Minute das Tor gemacht hat. Ich freue mich sehr für ihn! Wir wollen bis zum Ende der Saison alle Spiele gewinnen und werden dafür immer 100 Prozent geben.

Aufstellung

Wechsel

Adeyemi für Okafor (62.), Sesko für Adamu (62.), Kjaergaard für Camara (76.), Junuzovic für Sucic (85.)

Gelbe Karten

Camara (15./Foul), Capaldo (37./Foul), Sesko (81./Foul), Kristensen (81./Unsportlichkeit), Adeyemi (87./Unsportlichkeit)

Nicht einsatzbereit

Aaronson (Knie), Guindo (Rücken), Koita (Knie), Okoh (Knie)