Rekord-Gala vor der Länderspielpause

Torschützen: Capaldo (19.), Wöber (45.+2), Adeyemi (57.) bzw. Monschein (90.+2)

Aller guten Dinge sind drei! Mit dem 3:1-Sieg gegen den LASK sorgen wir für gleich drei neue Einträge in den nationalen Rekordbüchern. Wir stehen nun saisonübergreifend bei 14 Liga-Siegen in Folge und egalisieren damit die Bestmarke von Rapid Wien aus dem Jahr 1987. Zehn Siege nach zehn gespielten Runden gelangen zudem nur uns selbst in der Saison 2018/19. Alleiniger Rekordhalter sind wir mit unseren nunmehr 42 Bundesliga-Spielen in Folge, in denen uns jeweils ein Treffer gelang.

Spielbericht

Wir gaben von Anfang an den Takt vor, die erste große Möglichkeit des Tages gehörte aber den Gästen. Ein Einwurf des LASK erwischte unsere Defensive kalt und Alexander Schmidt kam aus wenigen Metern zum Kopfball. Die Kugel brachte jedoch nur die Querlatte, zum Glück aber nicht das Tornetz zum Wackeln (11.). 

Davon wachgerüttelt folgte ein wahres Chancenfest unsererseits. In Minute 13 entwischte Karim Adeyemi auf der linken Seite allen und brachte die Kugel mustergültig ins Zentrum auf den komplett frei stehenden Benji Sesko. Den ansonsten so eiskalten 18-Jährigen verließ für einen kurzen Augenblick allerdings das Abschlussglück. Es ging aber im Minutentakt weiter. Keine 100 Sekunden später war es Adeyemi, der die Führung auf dem Fuß hatte. Sein Heber über LASK-Goalie Schlager ließ schon die ersten Fans jubeln, doch der Linzer bekam gerade noch die Fingerspitzen an den Ball (15.).

In der 19. Minute war es dann endlich so weit und unsere Burschen belohnten sich für ihr mutiges Offensivspiel mit dem ersten Tor des Tages. Brenden Aaronson erwischte mit einem starken Sprint den Ball noch vor der Outlinie und legte die Kugel ins Zentrum. Dort kam Nicolas Capaldo aus dem Rückraum angerauscht und vollendete mit Gefühl flach ins Eck.

Weitere Chancen folgten, doch wir mussten uns in Geduld üben. Gedanklich war so mancher wohl schon in der Pause, als die Nachspielzeit der ersten Hälfte lief, aber unser Abwehrchef Max Wöber zeigte sich sowas von hellwach und wurde mit seinem ersten Bundesliga-Tor für uns belohnt. Filipovic verlängerte einen Freistoß von Adeyemi unfreiwillig auf den langen Pfosten, wo Wöber zur Stelle war und gedankenschnell per Kopf verwertete (45.+2). 

Auch in Halbzeit zwei war Zurückhaltung für unsere Burschen ein absolutes Fremdwort, unser dritter Treffer ließ nicht lange auf sich warten. Rasmus Kristensen, der den kurzfristig erkrankten Andi Ulmer als Kapitän vertrat, überwand im Zusammenspiel mit Sesko die Linzer Abwehr und kam über rechts in den Strafraum. Seine Hereingabe musste Adeyemi nur noch einschieben (57.). 

Der Torhunger war damit aber immer noch nicht gestillt. Kilian Ludewig, der mit seiner Einwechslung sein Pflichtspieldebüt als Roter Bulle feierte, Noah Okafor und Kristensen gehörten die größten Möglichkeiten des zweiten Durchgangs, alle scheiterten sie jedoch am souverän aufspielenden Gäste-Tormann Schlager. Junior Adamu wurde beim vermeintlichen 4:0 die Abseitsfahne zum Verhängnis. Der LASK war größtenteils mehr Zuschauer als Teilnehmer und kam nur selten in die Nähe unseres Sechzehners. Peter Michorl verzeichnete mit einem Fernschuss eine der wenigen Torchancen der Gäste in Hälfte zwei, ein aufmerksamer Philipp Köhn konnte diese aber ohne Probleme entschärfen. 

Erst in der Nachspielzeit gelang den Linzern, quasi aus dem Nichts, ein Torerfolg. Christoph Monschein kam aus kürzester Distanz zum Abschluss und hatte leichtes Spiel (90.+2). Sein Treffer konnte unseren Sieg aber nicht mehr gefährden. Da die zweitplatzierten Grazer am früheren Nachmittag in Hartberg Federn ließen, gehen wir mit zehn Punkten Vorsprung und drei neuen Rekorden in die Länderspielpause.

Statements

Matthias Jaissle:

Natürlich bin ich extrem glücklich, es ist eine coole Geschichte, das haben sich die Jungs aber auch hart erarbeitet! Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge in die Länderspielpause. Ich hätte die Serie gerne gleich fortgesetzt, ich glaube aber auch, dass sich der eine oder andere Spieler über ein paar freie Tage freut.

Max Wöber:

Die Partie zeigt, wie hungrig diese Mannschaft ist, wie gut wir sind und wie akribisch wir arbeiten. Wir hauen uns täglich im Training rein, deswegen verdienen wir uns jede Woche aufs Neue drei Punkte. Nach dem „entscheidenden“ 10:0 im Cup damals, ist das endlich mein erster Bundesliga-Treffer. Es hat viel, viel zu lange gedauert, dass ich endlich einmal einen reinschädle, aber ich bin umso glücklicher.

Kilian Ludewig:

Es war sehr überraschend für mich, weil ich zuerst ja gar nicht im Kader war und heute Morgen dann den Anruf bekommen habe. Ich habe eine lange Zeit kein Pflichtspiel gemacht, umso glücklicher bin ich, dass ich jetzt spielen konnte. Wir hätten heute noch das eine oder andere Tor mehr machen können und haben verdient gewonnen.

Aufstellung

Wechsel

Ludewig für Bernardo (28.), Okafor für Sesko (61.), Adamu für Adeyemi (61.), Diambou für Camara (77.), Sucic für Seiwald (77.)

Gelbe Karte

Bernardo (26.)

Nicht einsatzbereit

Junuzovic (Ferse), Koita (Knie), Piatkowski (Knöchel), Solet (Knie) und Vallci (Achillessehne) fehlten verletzungsbedingt. Ulmer fiel krankheitsbedingt aus.