Torfasten zum Aschermittwoch

Nachholspiel ohne Sieger

Weder Fisch noch Fleisch. Wir schließen die 21. Runde der ADMIRAL Bundesliga mit einem mageren 0:0-Remis auswärts beim LASK ab. Knapp 40 Minuten Überzahl bleiben gegen die Linzer ungenutzt, so müssen wir die Heimreise mit nur einem Punkt antreten.

Spielbericht

Die Anfangsphase fiel in die Kategorie bedächtiges Abtasten. Besonders offensiv hatten wir nach unserer Zwangspause Anlaufschwierigkeiten. Berichtenswertes passierte erst nach knapp 20 Minuten, und leider waren es schlechte Nachrichten. Oumar Solet verletzte sich ohne Fremdeinwirkung am Oberschenkel und musste frühzeitig vom Platz. Immerhin: Unser Winter-Neuzugang Ignace Van der Brempt durfte sich über sein Pflichtspieldebüt freuen. Für den auf der Außenbahn beheimateten Belgier ging es dabei auf die eher ungewohnte Innenverteidiger-Position. 

Nur wenige Sekunden nach einem Ballgewinn zum Torabschluss, so soll unser Fußball idealerweise aussehen. Leider taten wir uns an diesem Tag äußerst schwer damit, bei unserem Umschaltspiel in die Gänge zu kommen. In Minute 32 wurde es endlich mal konkret: Junior Adamu schickte Karim Adeyemi auf die Reise. Der Deutsche bewies einmal mehr, welch ein Tempo er besitzt und zog allen davon. LASK-Keeper Alex Schlager konnte er mit seinem Abschluss neben den Kasten aber leider nicht fordern.

Die Gastgeber wussten an diesem bitterkalten Abend unsere Defensive zu beschäftigen. Man merkte, dass es für sie um alles ging. Doch wie schon in den letzten Wochen lieferte Philipp Köhn eine überragende Partie ab. Alle langen Bälle der Linzer, die den Weg durch unsere Abwehrreihe fanden, räumte der Schweizer ab. In der 41. Minute dann das Highlight: Einen eigentlich perfekt platzierten Distanzschuss von Goiginger fischte Köhn im letzten Moment noch aus der Ecke (41.). Kurz darauf schickte der Schiri die beiden Teams torlos in die Kabinen.

Spielabschnitt zwei hatte dafür früh etwas zu bieten. Rene Renner wollte einen Capaldo-Konter unterbinden und kam dabei klar zu spät. Der Linzer sah seine zweite Gelbe Karte und bekam vom Unparteiischen frühzeitig Feierabend (51.). In Überzahl übernahmen wir schnell das Spieldiktat und fanden prompt die erste Großchance vor. Wieder bediente Adamu seinen Sturmkollegen Adeyemi. Der 20-Jährige setzte die Hereingabe von der Seite allerdings ungewöhnlich weit über die Querlatte. 

Dass Ballbesitz nicht automatisch Tore liefert, mussten wir in weiterer Folge des Spiels feststellen. Unser Hauptproblem war, dass wir bis zum Schlusspfiff komplett ohne Schuss aufs gegnerische Gehäuse blieben. Und plötzlich waren die Linzer wieder da. Der LASK brauchte für die Meistergruppe unbedingt einen Sieg und warf deshalb in der Schlussphase trotz Unterzahl alles nach vorne. Davon, dass wir einen Mann mehr auf dem Feld hatten, war leider nicht viel zu sehen. 

Kurz ließ uns der VAR zittern, als er ein mögliches Handspiel von Samson Tijani im eigenen Strafraum prüfte – zum Glück ein Fehlalarm (88.)! Die Defensive unserer Roten Bullen hielt dem gegnerischen Druck trotz der aufgeheizten Stimmung in der Raiffeisen Arena stand, und fast wäre Kjaergaard noch der Lucky-Punch mit einem Konter in der Nachspielzeit gelungen. Leider schob der Däne die Kugel aber neben das Tor (90.+6), und so wurden die Punkte geteilt. Bleibt zu hoffen, dass unsere Tormaschine am kommenden Samstag wieder anspringt, wenn wir den SCR Altach zum letzten Spiel des Grunddurchgangs in der Red Bull Arena empfangen.

Statements:

Matthias Jaissle:

Es waren besondere Umstände, die Vorbereitung war nicht optimal, aber wir wollten das Beste draus machen. Das Unentschieden geht in Ordnung, aber man hat schon gemerkt, dass der eine oder andere Spieler heute nicht an sein Leistungslimit gekommen ist. Da gibt‘s auch keinen Vorwurf. Wir müssen nur schauen, dass wir in den nächsten Tagen zügig an unsere 100 Prozent kommen.

Karim Adeyemi:

Ein Unentschieden kann immer passieren, oder dass der Ball nicht reingeht. Wir haben kein Tor gemacht, keines kassiert. Das haben wir uns natürlich nicht vorgenommen, aber im nächsten Spiel machen wir’s besser und dann gewinnen wir es. Das Drumherum soll keine Ausrede sein, im Kopf waren wir fit!

Aufstellung

Wechsel

Van der Brempt für Solet (23.), Seiwald für Diambou (46.), Kjaergaard für Bernede (46.), Tijani für Adeyemi (77.), Forson für Adamu (85.)

Gelbe Karten

Kjaergaard (83./Unsportlichkeit), Capaldo (90.+2/Foul), Tijani (90.+5/Foul)

Nicht einsatzbereit

Koita (Knie), Okafor (Oberschenkel), Okoh (Knie), Onguene (erkrankt), Sesko (Oberschenkel). Zudem fehlten einige Spieler, die zuletzt Corona-positiv waren oder aktuell noch sind.