Wir stürmen ins Halbfinale!

Torschützen: Renner (15./ET), Kristensen (41.), Capaldo (47.) bzw. Horvath (13.)

Die Neuauflage des Vorjahres-Endspiels vor 2.000 Fans in der Red Bull Arena ist zunächst von einem munteren Auf und Ab geprägt, ehe unsere Mannschaft das Zepter übernimmt und vor allem im zweiten Durchgang keinen Zweifel daran lässt, wer als Sieger von dannen ziehen wird.

Spielbericht

Wer komplettiert nach dem WAC, der SV Ried und dem TSV Hartberg das Halbfinal-Quartett des UNIQA ÖFB Cups? Nach handgestoppten 60 Sekunden bemühte sich Noah Okafor bereits um eine richtungsweisende Blitzantwort. Einem Energieanfall ließ der Schweizer allerdings einen letztlich zu zentralen Abschluss folgen. Alles andere als wortkarg präsentierte sich auch der Athletik-Sportklub: Raguz luchste Mo Camara das Spielgerät ab, Horvath übernahm und finalisierte aus der Distanz. Philipp Köhn war ohne Chance, fälschte Max Wöber das Rund doch unhaltbar ab – 0:1 (13.). Der Jubel der zirka 200-köpfigen Fan-Entourage aus Linz verstummte jedoch prompt. Stattdessen lag die Kugel im gegenüberliegenden Netz und unsere Burschen herzten sich! Benji Sesko hatte Potzmann vernascht, via Renner war das Leder in Bogenlampen-Manier ins Linzer Gehäuse geplumpst (15.).

Die Mannschaften neutralisierten sich in weiterer Folge. Während Gäste-Speedster Balic ein, zwei Mal gefährlich vor Keeper Köhn aufkreuzte, präsentierte sich unsere Truppe gewohnt aktiv. Der Lohn folgte kurz vor dem Pausenpfiff: Captain Andi Ulmer schlug einen Corner an die Fünferkante, wo Rasmus Kristensen parat stand und das Ding via Hinterkopf – an staunenden Oberösterreichern vorbei – ins lange Eck köpfelte (41.).

Die Wieland-Crew kam auch nach dem Seitenwechsel aus dem Staunen nicht heraus, anders war das Defensivverhalten nicht zu erklären: Michorl diente als unfreiwillige Doppelpass-Station für Brenden Aaronson, der die Tachonadel hochschnellen ließ und querlegte. Nicolas Capaldo bedankte sich für den Freiraum und grätschte die Kugel am zweiten Pfosten lauernd über die Linie (47.)!

Der LASK wirkte mittlerweile zag-, Afrika-Cup-Rückkehrer Mo Camara indes fabelhaft. Der Sechser brillierte mit zwei Zuckerpässen, allerdings scheiterten sowohl Ulmer nach einer anspruchsvollen Direktabnahme als auch Noah Okafor im Eins-gegen-eins-Duell an Schlussmann Schlager. Im Endspurt stemmten sich die Oberösterreicher ohne Erfolg gegen das Ausscheiden, sodass die Antwort auf die Eingangsfrage nach 93 Minuten gefunden war – wir lösen das Ticket für das Halbfinale und treffen in diesem auswärts auf den WAC!

Statements

Matthias Jaissle:

Natürlich hatten wir uns vorgenommen, dass wir die Partie souverän gestalten. Nach dem Rückstand haben wir perfekt geantwortet und unmittelbar danach den Ausgleich gemacht. Es war über alle Phasen hinweg ein ganz guter Start, auch wenn uns bewusst ist, dass wir hier und da noch Luft nach oben haben.

Rasmus Kristensen:

Insgesamt war’s ein gutes Spiel von uns, es war wichtig, dass wir so schnell zurückgekommen sind. Das sagt auch alles über unsere Mentalität aus, ich glaube auch, dass wir verdient gewonnen haben. Das Tor war insofern einstudiert, als dass ich in die erste Zone laufe und den Ball früher berühren soll als die Verteidiger. Dass er direkt ins Tor fällt, ist natürlich ein bisschen Glück.


Aufstellung

Wechsel

Kjaergaard für Sesko (45.+1), Sucic für Bernede (82.), Tijani für Capaldo (89.)

Gelbe Karten

Keine

Nicht einsatzbereit

Adamu (Knie), Bernardo (Knie), Koita (Knie), Okoh (Knie), Seiwald (Knie), Junuzovic (Ferse), Onguene (Afrika-Cup) und Adeyemi (Mandelentzündung)