Doggen erfolgreich auf die Hörner genommen

Torschützen: Adeyemi (35./FE, 53./FE) bzw. Yilmaz (62.)

So geht Heimauftakt! Der 2:1-Sieg gegen LOSC Lille beschert uns den ersten Dreier der noch jungen UEFA Champions League-Saison. Nach zwei gespielten Runden sind wir somit alleiniger Tabellenführer in unserer Gruppe. Über 24.000 Fans machten den Abend zudem zu einem wahren Fußballfest mit Gänsehaut-Garantie

Spielbericht

Ob bei Fans oder Spielern – die Spannung dieser Partie war sowohl auf den Rängen als auch auf dem grünen Rasen spürbar. Davon unbeirrt blieben aber unsere vier Mannen in der Abwehr. Stets wachsam wurde die Konterstärke der Gäste von Anfang an konsequent unterbunden. Auch aus dem enormen Pressing, mit welchem Lille uns früh unter Druck setzen wollte, konnten wir uns mit langen Bällen auf unsere sprintstarken Angreifer befreien. Konkrete Torchancen ließen aber auf beiden Seiten auf sich warten. 

Wer von der leicht abfallenden Anfangsspannung etwas müde geworden war, dürfte spätestens in Minute 18 wieder hellwach gewesen sein. Karim Adeyemi zog über rechts in den Strafraum und kam nach einem Tackling zu Fall. Der vierte Elfmeter dieser UCL-Saison blieb uns allerdings verwehrt – vorerst. Etwas später war es abermals Adeyemi, der für Torgefahr sorgte. Unser 19-jähriger Shootingstar dribbelte in feinster Arjen Robben-Manier am Strafraum entlang und suchte in der Mitte den Abschluss. Der Schuss war zwar gut platziert, nur fehlte ein wenig die Wucht und so konnte Ivo Grbic parieren.

In der 30. Minute wurde es nun richtig heiß im Stadion. Dauerbrenner Adeyemi wurde von Brenden Aaronson geschickt. Lille-Abwehrhüne Sven Botman war zu langsam für dieses Sprintduell und grätschte unseren Angreifer nieder. Der VAR ließ uns lange zappeln, letztlich kam aber die Bestätigung: Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an und zeigte, dass wir unsere Lehren aus dem Sevilla-Spiel gezogen hatten. Mit voller Wucht hämmerte Adeyemi den Ball ins Netz, Grbic war zwar noch dran, aber letztlich chancenlos (35.). Fast wäre es noch eine 2:0-Pausenführung geworden, als Rasmus Kristensen kurz vor der Pause den Ball an die Stange köpfte und Max Wöber den Nachschuss ans Außennetz setzte (41.). Adeyemi hatte in der Nachspielzeit ebenso noch eine gute Möglichkeit, doch auch mit der 1:0-Führung schmeckte uns der wohlverdiente Pausentee.

Highlights, LOSC Lille, FC Salzburg

Wir kamen mit maximalem Tempo aus der Kabine. Noah Okafor und Karim Adeyemi legten mit vollem Karacho los und sorgten über die Flügel für Torgefahr. Der nächste Treffer lag in der Luft, doch dass dieser aus einem ruhenden Ball entstand, überraschte dann doch. Max Wöbers Freistoß traf Burak Yilmaz am Ellenbogen. Dessen Pech war, dass er sich dabei im Sechzehner befand. Der dafür fällige Penalty gehörte dem Mann des Abends: Karim Adeyemi. Und auch dieser Strafstoß saß – 2:0 für uns (53.).

Wir hatten das Spiel soweit im Griff. Quasi aus dem Nichts kam LOSC Lille per Freistoß zum Anschlusstreffer. Philipp Köhn kam zwar noch an den leicht abgefälschten Schuss von Yilmaz heran, konnte ihn allerdings nicht mehr abwehren (62.). Dieser Treffer kostete Schwung und es dauerte ein wenig, bis wir wieder voll da waren, zumal dieser Treffer auch die Leine der Doggen aus Lille etwas gelöst hatte. Plötzlich hatten die Gäste Mut gefasst und suchten den Zug zum Tor.

In der Abwehr blieben wir an diesem Abend aber tadellos. Besonders der zuletzt verletzt gewesene Max Wöber überzeugte bei seinem Comeback als Abräumer und war immer zur Stelle, wenn es mal brenzlig wurde. Mit der Zeit suchten wir auch wieder unser Glück in der Offensive, nur gelang uns dabei leider wenig Zwingendes. Angepeitscht von unseren Fans brachten wir die 2:1-Führung aber völlig abgebrüht durch die Schlussphase und gingen schließlich als verdienter Sieger vom Platz. 

Ein absolut gelungener Heimauftakt! Unser nächstes Duell in der Königsklasse steht Ende Oktober an, wenn wir den VfL Wolfsburg am 20.10.2021 in unserem Stadion empfangen.

Statements

Karim Adeyemi:

Wir sind sehr glücklich, wir haben zu Hause gegen einen sehr starken Gegner drei Punkte geholt. Wir, als junge Truppe, wollten uns zeigen und nicht verstecken. Nach der Sevilla-Partie war ich am Trainingsplatz natürlich am Ackern und heute hat’s geklappt. Unser Ziel war schon im Vorfeld, weiterzukommen. Das nächste Spiel ist Wolfsburg, das wollen wir natürlich auch gewinnen.

Rasmus Kristensen:

Das war einfach ein Top-Gefühl, mit unseren Fans zurück im Stadion! Ich habe nicht ganz, aber fast vergessen, wie es ist, solche Heimspiele in der Champions League zu haben. Ich hoffe, dass das nächste Match ausverkauft ist. Ich möchte mich bei allen Fans bedanken, die gekommen sind, sie haben uns super unterstützt! Wir haben ein richtig starkes Spiel gemacht und drei verdiente Punkte eingefahren.

Aufstellung

Wechsel

Sesko für Okafor (62.), Capaldo für Sucic (70.), Adamu für Adeyemi (75.)

Gelbe Karten

Adeyemi (54./Unsportlichkeit), Capaldo (90.+3/Foul)

Nicht einsatzbereit

Zlatko Junuzovic (Ferse), Sekou Koita (Knie), Kamil Piatkowski (Knöchel), Oumar Solet (Knie), Albert Vallci (Achillessehne)