Wir stürmen weiter ins Cup-Viertelfinale

Torschützen: Guindo (30.), Adamu (73.), Kristensen (90.+1)

Nicht unbedingt glamourös, aber ein absolut verdienter Sieg – und genau das zählt am Ende des Tages. Mit einem 3:0-Auswärtserfolg gegen den mutig spielenden Spusu SKN St. Pölten meistern wir auch die 3. Runde des UNIQA ÖFB Cups und stehen damit im Viertelfinale.

Spielbericht

Es sollte kein Spiel der Highlights werden, so viel wurde schon in der Anfangsphase klar. Dabei mauerten die Niederösterreicher gar nicht so sehr, wie manch einer im Vorfeld wohl angenommen hätte. Bereits in Minute eins zeigte St. Pölten sogar offensive Ambitionen nach Ballgewinn. Diese wurden durch den Umstand bestärkt, dass wir uns zu Beginn selbst das Leben mit Fehlpässen erschwerten. Erst mit der Zeit kamen unsere Burschen ins Spiel. Unsere erste richtige Torchance verbuchte Junior Adamu in der 19. Minute, als er nach einem satten Steilpass im Strafraum aus spitzem Winkel zum Abschluss kam. St. Pölten-Goalie Stolz machte sich aber noch lang und konnte mit seinen Fingerspitzen unsere Führung verhindern. 

Als Mittel des Tages hatte Matthias Jaissle hohe Bälle in den Strafraum der Gastgeber verschrieben und nach knapp einer halben Stunde war dieser Ansatz auch von Erfolg gekrönt. Jerome Onguene fand mit seiner Flanke Daouda Guindo. Unser Linksverteidiger holte den Ball per Fuß aus der Höhe, die Direktabnahme segelte über Stolz und aufgrund augenscheinlicher Abstimmungsprobleme fühlten sich weder Torhüter noch der anwesende Verteidiger für die Klärung der Situation verantwortlich. So landete der Ball ganz unerwartet im Tornetz und Guindo durfte sein erstes Pflichtspieltor für uns bejubeln (30.).

St. Pölten hatte sich durch unseren Treffer aber keineswegs aufgegeben – im Gegenteil. Keine Minute nach unserem Tor gelang den Gastgebern fast der Ausgleich. In unserem Strafraum entstand eine kleine Stolperpartie und wir konnten den Ball nicht klären, plötzlich kam SKN-Stürmer Gschweidl aus knapp sechs Metern frei zum Abschluss. Startelf-Debütant Kilian Ludewig war aber noch zur Stelle und konnte den Schuss über die Querlatte lenken. Bis zur Pause sollte nach dieser Aktion auf beiden Seiten nichts Zwingendes dazukommen, weshalb wir mit einer 1:0-Führung in die Kabine gingen.

Wir kamen fast mit dem 2:0 aus der Pause zurück, doch ein Abschluss von Adamu aus der Strafraummitte kam zu zentral auf den Keeper. Wenige Minuten später hatte unser Offensiv-Youngster abermals die Möglichkeit, doch auch dieses Mal ging sein (abgefälschter) Schuss mitten auf den Schlussmann. Leider konnten wir dieses Tempo nicht ganz aufrechterhalten. St. Pölten zog sich zurück und wir suchten lange Zeit nach Wegen in den gegnerischen Sechzehner. 

Mit Mitte der zweiten Halbzeit legten unsere Burschen aber wieder eine Schippe drauf, um endlich die vorzeitige Entscheidung herbeizuführen. In Minute 70 ließ Luka Sucic die Abwehr mit einer Ballmitnahme, die das Prädikat Weltklasse verdient, stehen und scheiterte aus kürzester Distanz nur knapp an Stolz. Auch bei der nächsten Aktion war unser kroatischer Mittelfeldmann involviert, dieses Mal mit der starken Vorarbeit auf Onguene, der die Hereingabe nur um wenige Zentimeter nicht erreichte. Unser Chancenlauf war aber noch nicht zu Ende und wurde in der 73. Minute mit dem überfälligen Treffer zum 2:0 belohnt. Brenden Aaronson bediente über links Adamu. Der 20-Jährige zeigte sich dieses Mal eiskalt und traf flach ins Eck. Fast gelang uns in dieser Phase noch ein dritter Treffer, als ein Freistoß von Max Wöber die Torumrandung der Wölfe wackeln ließ

Die Gastgeber versuchten gegen Ende, noch einmal gefährlich zu werden, Torchancen entstanden dabei aber keine mehr. Joker Rasmus Kristensen ließ dann in der Nachspielzeit bei einem Eckball auch den größten Pessimisten verstummen und machte mit seinem Kopfball zum 3:0-Endstand alles klar (90.+1). 

Die Viertelfinal-Paarungen werden im Rahmen der Sendung „Sport am Sonntag“ am 31. Oktober um 18:00 Uhr live in ORF 1 ausgelost und zwischen dem 04. und 06. Februar 2022 ausgetragen.

Statements

Matthias Jaissle:

Dass nicht alles in Perfektion gelaufen ist, ist völlig normal, nachdem wir die Rotationsmaschine diesmal richtig angekurbelt haben – sieben Neue im Vergleich zum Wochenende. Kompliment, eine Runde weiter. Abhaken und wieder voller Fokus auf das nächste Liga-Spiel.

Max Wöber:

Wir sind zufrieden. Das Ergebnis passt. Bei der Leistung hätten wir vor allem in der ersten Halbzeit sicher noch mehr machen müssen, mehr machen können. Wir haben zu viele Bälle verloren, vor allem, wenn wir es flach durch die Mitte probiert haben. In der zweiten Halbzeit haben wir es gut geschafft, noch einen Gang draufzulegen, und haben so souverän und verdient 3:0 gewonnen.

Junior Adamu:

Es war ein schwieriges Spiel. Wir haben nicht aufgegeben und die Tore gemacht. Für mich war es ganz wichtig, dass ich wieder treffe. Ich bin froh, dass wir weitergekommen sind.

Aufstellung

Wechsel

Simic für Adeyemi (46.), Seiwald für Ludewig (46.), Aaronson für Kjaergaard (62.), Sucic für Kristensen (77.), Bernardo für Guindo (77.)

Gelbe Karte

Diambou (59.)

Nicht einsatzbereit

Junuzovic (Ferse), Koita (Knie), Piatkowski (Knöchel), Sesko (Oberschenkel), Solet (Knie) und Vallci (Achillessehne)