Finale, oho!

1:1 (4:5 n. E.); Torschützen: Taferner (2.) bzw. Sesko (77.)

In einem Semifinal-Marathon gewinnen unsere Roten Bullen erst im Elferschießen gegen den Wolfsberger AC. Im Finale treffen wir am 1. Mai auf die SV Ried.

Spielbericht

Wie die Jungbullen, so die Profis. Unser Gastspiel im Lavanttal ging jäh nach hinten los. Der WAC, von Beginn an druckvoll, fand sofort offensive Mittel gegen uns. Liendls Pass auf Taferner überwand die gesamte Abwehr. Der junge Kicker mit der langen Mähne ließ Philipp Köhn im direkten Duell keine Chance und brachte uns schon in der zweiten Minute ins Hintertreffen.

Die Kärntner blieben dran, fanden durch Vizinger Möglichkeiten vor und hatten schon nach zehn Minuten vier Eckbälle auf der Habenseite. Erst allmählich erholten sich unsere Burschen vom frühen Schock und begannen, gefällig zu kombinieren. Just in dieser Phase musste Karim Adeyemi mit muskulären Problemen im Oberschenkel vom Rasen. Noah Okafor, der sich jüngst vom selben Krankheitsbild erholt hatte, ersetzte ihn.

Seine Bemühungen zerschellten allerdings an der WAC-Abwehr, in der Amar Dedic für den verletzten Luka Lochoshvili als Innenverteidiger eingesprungen war. Über zwei Drittel der Duelle entschieden die Wölfe im ersten Abschnitt für sich. Robin Dutt bekam nach den jüngsten Niederlagen die erwünschte Antwort auf dem Platz. Unsere Burschen mussten für einen Finaleinzug anders aus der Kabine kommen, das war klar.

Die Intensität in unserem Spiel befand sich gleich mit dem Wiederanpfiff auf einem höheren Level. Unsere Stürmer und Mittelfeldspieler gingen in hohem Tempo lange Defensivwege, die das Kombinieren für den WAC erschwerten. Die Ecken von Luka Sucic und die hohen Ballgewinne von Brenden Aaronson ließen uns hoffen, obgleich die glasklaren Torchancen zunächst ausblieben.

Die Einwechslungen von Benji Sesko und Mau Kjaergaard sollten nun noch zusätzliche Offensivkraft bringen. Keine Minute war der Stürmerschlaks auf dem Platz, da fand er unsere bis dahin beste Gelegenheit vor. Eine Ulmer-Flanke kam maßgerecht, doch Seskos Direktabnahme am zweiten Pfosten ging knapp über den Kasten. Ästhetisch war die Partie aber weiterhin kein Leckerbissen. Man mühte sich im windigen Lavanttal – bis zur 77. Minute. Da legte Kristensen nach einer Flanke per Kopfballvorlage perfekt für Benji Sesko auf, der sich den Ball im Strafraum sogar zwei Mal herrichten konnte. Mit dem dritten Kontakt knallte er die Kugel zum 1:1 in die Ecke

Jetzt war Dampf im Kessel. Wenige Minuten später startete Vizinger durch und war bereits an allen außer Köhn vorbei, doch Oumar Solet hastete nach und klärte in höchster Not. Unsere Burschen belagerten im Gegenzug die Hälfte der nun müden Kärntner, die sich in die Verlängerung retteten.

Die Kräfte waren auf beiden Seiten aufgebraucht. So sank auch die Konzentration, was uns nun ein offenes Spiel einbrachte. Aaronsons Schuss in der 97. Minute wurde durch Gegnerkontakt zur Bogenlampe, senkte sich aber knapp neben der Stange ins Toraus. Viel mehr ergab sich nicht. Es war ein zähes Ringen. Bitter: In der 117. Minute sah Benjamin Sesko für ein hohes Bein die Rote Karte. Zu Zehnt ging es also ins Penaltyschießen. 

In ebendiesem trafen alle, nur Wernitznig nicht, dessen Penalty von Köhn pariert wurde. So stehen wir erneut im Cup-Finale, wo wir den vierten Triumph in Folge holen können.

Statement

Philipp Köhn:

Wir sind richtig glücklich über den Finaleinzug. Die Wolfsberger haben es uns heute richtig schwer gemacht. Auch die Bedingungen waren nicht einfach. Aber wir haben gekämpft und es geschafft.

Aufstellung

Wechsel

Okafor für Adeyemi (19.), Kjaergaard für Sucic (63.), Sesko für Adamu (63.), Bernede für Capaldo (106.), Bernardo für Ulmer (106.)

Gelbe Karte

Kjaergaard (93./Foul)

Rote Karte

Sesko (117./Foul)

Nicht einsatzbereit

Camara (Oberschenkel), Koita (Knie), Okoh (Knie), Guindo (Rücken), Onguene (krank), Tijani (Prellung), Vallci (Oberschenkel)