Tadellos im Lavanttal

Torschützen: Onguene (15.), Okafor (51.)

Unwahrscheinlich souverän, staubtrocken oder problemlos. Egal, wie man den ungefährdeten Auftritt beim WAC betiteln möchte, die Lille-Generalprobe glückt dank eines 2:0-Erfolgs bei der Dutt-Truppe.

Spielbericht

Unsere Burschen starteten autoritär und voller Tatendrang ins Gastspiel bei den Wolfsbergern. Noah Okafor verantwortete die erste Stippvisite im gegnerischen Sechzehner, Peretz unterband dessen Versuch allerdings prompt. Auch Captain Andi Ulmer schaltete sich ins Offensivspiel mit ein, Dedic fälschte die Hereingabe des Routiniers äußerst tückisch ab, sodass sich Kofler gehörig strecken musste, um den Einschlag zu verhindern. Defensiv blieb unsere Truppe beschäftigungslos, auf der Gegenseite brannte es weiterhin lichterloh: Luka Sucic brachte einen Corner ins Zentrum, wo Jerome Onguene, am ersten Pfosten lauernd, gekonnt einnickte – die Führung (15.)!

Das Beutespektrum der Wölfe war vielfältig, sie jagten Ball und Gegner, zumeist jedoch ohne Ertrag. Wenngleich die „hochprozentigste“ Möglichkeit des Restabschnitts den ansonsten schüchternen Lavanttalern gehörte: Nach einem stringenten Gegenzug schnibbelte Röcher das Rund Richtung Gehäuse, das Aluminium rettete uns die Halbzeitführung! Apropos Halbzeit – wenige Augenblicke vor dem regulären Kabinengang huschte ein Dutt-Schützling in ebenjene: Gugganig riss den durchstartenden Okafor zu Boden, Referee Spurny sanktionierte das Vergehen mit der zweiten Gelben Karte für den 1,90-Meter-Mann – Gelb-Rot (44.).

BL-09: WAC vs. RBS

Wer nach dem Seitenwechsel eine Antwort der Hausherren erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt – zu spielbestimmend agierten unsere Burschen. Rasmus Kristensen prüfte Kofler nur Momente nach dem Wiederanpfiff, der Keeper kratzte die Kugel geistesgegenwärtig ins Aus. Die überbordende Dominanz spiegelte die Ergebnistafel aber ohnehin kurz darauf besser wider, als es beim 1:0 der Fall war: Sucic schüttelte einen weiteren Prachtpass aus dem Fußgelenk, Okafor drang in die Gefahrenzone ein und drückte ab – von Baumgartner abgefälscht, landete das Spielgerät im Netz (51.)!

Mittelfeldmaestro Sucic „kellnerte“ unermüdlich, leitete neben den beiden Assists auch viele andere Situationen ein. So geschehen beim nächsten Corner, diesmal scheiterte Brenden Aaronson hochkarätig. Der US-Boy trat nach der Sucic-Auswechslung in die Fußstapfen des Kroaten: Seine Hereingabe verfehlte Benji Sesko nur knapp, einen Capaldo-Nachschuss stoppten die Kärntner auf der Linie! Im Eco-Modus cruisten die Jaissle-Schützlinge dem Schlusspfiff entgegen, zarte Wolfsberger Angriffsbemühungen prägten den Endspurt dieses souveränen 2:0-Auswärtserfolgs.

Statements

Matthias Jaissle:

Unserem Innenverteidiger-Duo gebührt ein großes Kompliment, es ist nicht selbstverständlich. Eigentlich wünschst du dir, dass du viele Spiele miteinander hast, die Jungs haben das heute zum ersten Mal gemacht. Und das mit Bravour, ich bin richtig stolz und das stimmt mich sehr positiv. Als Trainer wünschst du dir, dass die Mannschaft auf dem Gaspedal bleibt, vielleicht hat der eine oder andere aber ein paar Körner gespart, im Hinblick auf das Spiel gegen Lille unter der Woche.

Noah Okafor:

Wir hatten uns vorgenommen, wieder unser Spiel durchzuziehen, von Anfang an Druck zu machen und die drei Punkte für das Selbstvertrauen für Mittwoch mitzunehmen. Die Rote Karte hat uns das Spiel ein bisschen einfacher gemacht, danach haben wir direkt nach der Pause das 2:0 geschossen und so das Spiel entschieden.

Aufstellung

Wechsel

Capaldo für Sucic (65.), Sesko für Adeyemi (65.), Adamu für Okafor (77.), Guindo für Ulmer (90.+2), Bernede für Aaronson (90.+2)

Gelbe Karten

Bernardo (56./Foul), Camara (89./Foul)

Nicht einsatzbereit

Vallci (Achillessehne), Koita (Knie), Junuzovic (Ferse), Solet (Knie) Piatkowski (Knöchel), Wöber (Oberschenkel)