Mergim Berisha beim Integrationsworkshop in Seekirchen

FC Red Bull Salzburg-Youngster Mergim Berisha nahm gestern mit 30 Kindern des LAZ Seekirchen am Integrationsworkshop „Teamplay ohne Abseits“ teil. Die von der Initiative ZUSAMMEN:ÖSTERREICH geförderte Aktion hat es sich zum Ziel gemacht, den Fußball als verbindenden Multiplikator zu nützen, um auf Themen, wie Diskriminierung, Toleranz und Integration, aufmerksam zu machen.

In verschiedenen Übungen lernten die Jugendlichen unter anderem, Vorurteile zu erkennen, positive und negative Voreingenommenheit gegenüber anderen Mitmenschen zu unterscheiden und zu verstehen, wie Diskriminierung und Herabwürdigung in der Gesellschaft entstehen. Besonders aufschlussreich für die Teilnehmer war es, zu erkennen, dass sie auch im Alltag mit Vorurteilen zu tun haben und es vielleicht gar nicht bemerken. 

Fußball als Integrationshelfer

Für junge Menschen sind Idole und Vorbilder in der Persönlichkeitsentwicklung sehr wichtig. Eine besonders hohe Motivation schaffen Idole, die aus dem direkten Lebensumfeld der Kinder und Jugendlichen kommen oder eine Gemeinsamkeit mit ihnen teilen. Bei Nachwuchsspielerinnen und -spielern des LAZ Seekirchen können das bekannte oder berühmte Fußballprofis sein.

Mergim Berisha, aktueller Top-Torschütze in der UEFA Youth League, hat selbst einen starken Migrationshintergrund und ist daher als Botschafter der Aktion „Teamplay ohne Abseits“ prädestiniert. Daher hat sich der FC Red Bull Salzburg-Youngster gerne bereit erklärt, sich für dieses Thema stark zu machen:

Mergim Berisha:

Ich habe in der Schule und später in der Mannschaft gelernt, dass man sich Respekt hart verdienen muss, egal, wo du herkommst oder welcher Religion du angehörst. Wenn du deine Leistung bringst, wirst du Erfolg haben.

Fussball verbindet

Unterstützt wird die Aktion „Teamplay ohne Abseits“ nicht nur vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, sondern natürlich auch vom Österreichischen Fußball-Bund und der Österreichischen Fußball-Bundesliga:

ÖFB-Präsident Dr. Leo Windtner:

Nationalspieler mit Migrationshintergrund wie David Alaba, Aleksandar Dragovic, Zlatko Junuzovic oder Veli Kavlak haben vorgemacht, wie die Bereitschaft für Leistung und Integration für eine erfolgreiche Karriere entscheidend sind und nicht die Herkunft. Der Fußballsport steht allen offen.

Bundesliga-Präsident Hans Rinner:

Angesichts der steigenden Zahl an Menschen, die in Österreich eine neue Heimat finden, sind wir mehr denn je aufgerufen, ein vorurteilsfreies Zusammenleben zu fördern. Jeder in Österreich lebende Mensch soll die Chance erhalten, in der Mitte unserer Gesellschaft anzukommen. Ob das gelingt, liegt in der Verantwortung von uns allen: Derer, die sich integrieren, und derer, die das aktiv unterstützen. Der Fußball bildet dabei eine ideale Plattform, um Brücken zu bauen und Menschen zu verbinden.