Der Halbjahres-Saison-Rückblick mit unserem U11-Trainerteam Florens Koch und Robert Gierzinger

Unsere U11 hat ein sehr erfolgreiches Saison-Halbjahr hinter sich gebracht und ihre konstant guten Leistungen in der Meisterschaft mit einem dritten Platz bei einem der bedeutendsten Nachwuchsturniere in Europa, dem Legia Cup in Warschau, gekrönt.

Wir haben das erfolgreiche Trainerteam Florens Koch und Robert Gierzinger gefragt, wie sie die erste Saisonhälfte mit ihrer Mannschaft erlebt haben – und natürlich wollten wir auch ihre Eindrücke vom ersten großen internationalen Auftritt ihrer Jungs erfahren. 

Unser U11-Dreamteam!

Interview

Herzliche Gratulation zu diesem tollen Erfolg! Bei einem international topbesetzten Nachwuchsturnier wie dem Legia Cup namhafte Klubs wie Juventus Turin und Manchester United hinter sich zu lassen ist wirklich eine mehr als beachtliche Leistung! Da ist man doch als Nachwuchstrainer richtig stolz, oder? Lasst uns mal ein bisschen an euren Eindrücken vom Turnier und den Erlebnissen vor Ort teilhaben!

Das war wirklich ein ganz tolles Erlebnis für unser Team! Wir sind über Wien nach Warschau geflogen und waren in demselben Hotel untergebracht wie auch die anderen Mannschaften. Das war für unsere Jungs sehr aufregend, denn für einige war es ja das erste Mal, dass sie ohne ihre Eltern eine solche Reise gemacht haben. Für uns Trainer ergab sich so die wunderbare Möglichkeit, uns mit den anderen Trainern auszutauschen. Das Turnier war sehr professionell aufgezogen und die Atmosphäre vor Ort ziemlich beeindruckend. Wir spielten auf dem Trainingszentrum von Legia Warschau in einer riesengroßen Zelthalle, in der zwei Fußballfelder Platz fanden. Die Stimmung in der Mannschaft war sehr gut, aber die Jungs waren von der Profi-Atmosphäre anfangs etwas eingeschüchtert. Die Anspannung war aber mit einem Mal verflogen, als unsere Mannschaft auf dem Platz stand. Schon im ersten Vorrunden-Spiel konnten wir gegen einen haushohen Favoriten – Benfica Lissabon – einen 0:1-Rückstand drehen und 2:1 gewinnen. Gegen Midtjylland hat die Mannschaft wieder tolle Moral bewiesen und konnte wieder nach einem Rückstand souverän mit 5:2 gewinnen. Im Halbfinale unterlagen unsere Salzburger dem späteren Turniersieger Ajax Amsterdam erst im Neunmeterschießen. Im Spiel um Platz drei zeigten unsere Jungs nochmal ihre ganze Klasse, setzten sich gegen eine sehr gute Mannschaft des FC Juventus Turin mit einem klaren 3:1-Sieg durch und haben sich damit den Platz auf dem Siegertreppchen mehr als hart verdient. Als Trainerteam macht uns das sehr stolz, denn wir konnten uns bei diesem hochkarätigen Nachwuchsturnier sehr gut präsentieren. Für die Entwicklung der Mannschaft sind solche Leistungsvergleiche mit internationalen Topmannschaften enorm wichtig.
 

Dieses Turnier war sicher auch ein guter Gradmesser dafür, wo die Mannschaft in ihrer Entwicklung aktuell steht. Bedeutet aber dieser Leistungsvergleich auch, dass unsere Jungs in der Meisterschaft, wo sie ja in der nächsthöheren Altersklasse spielen, gut gefordert sind, oder ist diese positive Entwicklung nicht nur auf die Herausforderungen in der Liga zurückzuführen?

In der Liga können wir diese Entwicklungsschritte nicht so deutlich sehen wie bei einem solchen Turnier. Wir wissen jetzt, wo wir im internationalen Vergleich stehen, und woran wir arbeiten müssen, und dass wir mit unserer Spielphilosophie sehr gut mithalten können. Zum anderen haben wir auch gesehen, in welchem Bereich uns andere Mannschaften noch überlegen sind. Wir arbeiten sehr gut gegen den Ball, haben aber beim Passspiel und auch in Ballbesitz noch Luft nach oben.

Was war eurer Meinung nach das bisher beste Spiel eurer Mannschaft in der laufenden Meisterschaft, mal abgesehen von der Teilnahme und dem großen Erfolg beim Legia Cup?

Ganz klar das Spiel gegen ASV Salzburg! Wir haben in dieser Partie wirklich unsere ganze Klasse gezeigt. Die Jungs waren topmotiviert, haben mutig nach vorne gespielt und, obwohl sie früh in Rückstand geraten sind, das Spiel mit einem klaren Sieg für sich entscheiden können. In diesem Spiel hat wirklich – abgesehen vom Gegentreffer – absolut alles gestimmt!

Wie fühlt es sich für euch als Trainer an, für jeden einzelnen eurer Jungs Teil einer so wichtigen Erfahrung ihres noch sehr jungen Lebens zu sein? Wie fühlt es sich an, Teil einer Erinnerung zu sein, die sie bestimmt niemals vergessen werden, auch wenn die einen oder anderen von euren Schützlingen eines Tages als die neuen Koni Laimers die ganz große Fußballbühne betreten werden?

Wir nehmen diese Verantwortung sehr, sehr ernst. Denn unsere Jungs machen wichtige Erfahrungen, die sie im späteren Leben, auch über den Fußball hinaus, positiv beeinflussen werden – und das nicht nur auf sportlicher Ebene, sondern auch im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung. Für uns Trainer ist es ein Privileg, dass wir auf diese Art und Weise an der Entwicklung unserer Schützlinge Anteil haben dürfen, und wir wollen alles erdenklich Mögliche tun, damit sie ihr Ziel erreichen. Und wir werden mit Stolz ihren weiteren Weg verfolgen, wenn einige von ihnen irgendwann den nächsten Schritt machen.