Der Halbjahres-Saisonrückblick mit U8-Trainer Emmanuel Faloba

Unsere U8 Feierte mit einem Souveränen Sieg im PrestigeDuell gegen den SK Rapid Wien einen EXzellenten Abschluss einer sehr erfolgreicheN Ersten SaisonHÄLFTE. Wir Haben die Hervorragende LEistung Unserer Jungbullen im letzten Testspiel des Jahres zum Anlass genommen, um über den bisherigen SaisonVerlauf Unserer U8 Bilanz zu Ziehen.

Zu diesem Zweck haben wir Erfolgstrainer Emmanuel Faloba zum Interview gebeten und ihn etwas genauer gefragt, wie er die bisherige Entwicklung seiner Mannschaft bewertet und was den Sieg über den SK Rapid Wien so richtungsweisend macht:

Diese Momente machen uns stolz!

Interview

Herzliche Gratulation zu diesem tollen Saisonabschluss! Mit der souveränen Leistung gegen den SK Rapid Wien hat deine Mannschaft noch einmal so richtig aufgezeigt. Was waren für dich die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem doch sehr wichtigen und vielleicht so richtungsweisenden Leistungsvergleich?

Das Spiel war für die Jungs und für uns Trainer natürlich etwas ganz Besonderes. Zwischen Rapid und Salzburg herrscht in jedem Altersbereich eine gewisse Rivalität, und das erleben auch die ganz Kleinen. Wir wissen, dass wir aufgrund des Einzugsgebietes in Salzburg allein von der Quantität einen enormen Nachteil gegenüber unserem Konkurrenten aus Wien haben. Wir müssen in jedem Training und in jedem Spiel daher umso mehr Qualität bieten, um diesen Nachteil auszugleichen. Die Jungs waren die letzten Wochen extrem fokussiert und haben sehr konzentriert auf dieses Spiel hingearbeitet. Der Sieg, vor allem in dieser Art und Weise, macht uns als Mannschaft sehr stolz, speziell, weil wirklich jeder einzelne Spieler seinen Beitrag einbringen konnte.

Wie hast du mit deiner Mannschaft den bisherigen Saisonverlauf erlebt?

Der Übergang von der U7 auf die U8 ist für die Jungs etwas ganz Besonderes. Während das Hauptziel in der U7 ist, die Burschen an den Mannschaftssport heranzuführen, nach und nach Spieler aufzunehmen und erste Spiele gemeinsam zu bestreiten, geht es in der U8 darum, ein Team zu formen und dem Nachwuchs eine erste Spielidee mitzugeben. Die meisten Spieler sind erst im Laufe der vergangenen Saison zum Team gestoßen und mussten sich erst an das neue Umfeld gewöhnen. Mir war es zu Beginn vor allem wichtig, den Jungs mein Vertrauen zu schenken und ihnen das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Des Weiteren war mir wichtig, dass sich jeder Spieler als Teil des Teams fühlt. Zu Beginn der Saison stand also vor allem der Zusammenhalt im Vordergrund. Die Jungs haben dieses Ziel super umgesetzt und sich von Beginn an bei allen Spielen und Turnieren als geschlossene Einheit präsentiert. Vor allem in den letzten zwei Monaten waren wir auf vielen Turnieren unterwegs und konnten bereits tolle Erfolge feiern. Gerade solche gemeinsamen Erlebnisse stärken das Wir-Gefühl natürlich enorm, und der jüngste Erfolg gegen Rapid Wien war vor allem ein Sieg des Kollektivs.

Du hast mit deiner Mannschaft so ziemlich alles gewonnen bzw. auch eine sehr positive Turnierbilanz vorzuweisen. Was ist deiner Meinung nach die größte Stärke deiner Mannschaft?

Die Mannschaft hat insgesamt eine hohe individuelle Qualität. Jeder Spieler trägt etwas zum großen Ganzen bei, und dabei geht es nicht nur um die technische oder taktische Leistung. Es gibt auch Spieler, die vor allem durch ihre Mentalität und ihren absoluten Willen die gesamte Mannschaft inspirieren. Aufgabe des Trainers ist es, die Jungs auf ihre unterschiedlichen und vielschichtigen Stärken aufmerksam zu machen und es ihnen zu ermöglichen, diese zu nutzen. Darüber hinaus arbeiten wir als Team sehr fehlerorientiert. Die Burschen haben gelernt, dass Fehler zum Lernprozess dazugehören, ja sogar unumgänglich und nützlich sind, wenn man sich weiterentwickeln will. Dazu zeige ich ihnen auch schon mal eine kurze Videosequenz vom letzten Spiel oder stelle sehr oft die Frage: Wie könnte man die Situation noch lösen? Ich bin immer wieder beeindruckt, wie reflektiert die Jungs bereits antworten können und welchen nachhaltigen Effekt eine gemeinsame Arbeit an Fehlern haben kann. Gewissermaßen versuchen wir also die Stärken weiter zu stärken und die Schwächen zu schwächen. In der Hinrunde haben wir es sehr gut verstanden, unsere individuelle Qualität wie ein Puzzle zusammenzusetzen und über das Kollektiv zum Erfolg zu kommen.

Wo gibt es noch Entwicklungspotenzial? Was sind die nächsten Ziele?

Wir haben in den letzten Monaten eine Spielidee entwickelt. Dabei versuchen wir, in Ballbesitz gemeinsam über schnelle Kombinationen zum Torerfolg zu kommen. Gegen den Ball versuchen wir ebenfalls gemeinsam zu agieren, den Gegner kollektiv unter Druck zu setzen und den Ball möglichst früh zu erobern. Diese beiden Prinzipien haben die Jungs bereits stark verinnerlicht, und wir können im kommenden Jahr mehr an den Details arbeiten. Das heißt, selbstständig zu erkennen, wann es einmal Sinn macht, nicht direkt nach vorne zu spielen, sondern den freien Raum anzudribbeln oder auch einmal bewusst 1:1-Situationen zu suchen. Gegen den Ball arbeiten wir an der gegenseitigen Abstimmung und der Zweikampfführung im Verbund. Dennoch ist es wichtig, dass man nicht vergisst, dass in diesem Altersbereich eine ganzheitliche Ausbildung im Fokus steht, die vor allem die Koordination und Technik im Mittelpunkt hat. Darüber hinaus stehen für uns alle der Spaß und die Freude am Spiel im Vordergrund, daher versuchen wir, alle Themen spielerisch zu vermitteln. Die Ziele versuchen wir so transparent wie möglich mit den Spielern zu besprechen, so stellen wir sicher, dass die Jungs die Bedeutung hinter dem Training verstehen und fokussiert arbeiten.

Was war deiner Meinung nach das bisher beste Spiel deiner Mannschaft in der laufenden Saison?

Da wir keine wirkliche Meisterschaft haben, sondern für uns die Testspiele und Turniere im Fokus stehen, ist es besonders wichtig, die Anspannung ständig hochzuhalten. Dafür laden wir immer wieder starke Gegner ein oder fahren weite Wege, um uns mit den Besten in Österreich oder Deutschland zu messen. Der größte Erfolg war definitiv das letzte Spiel gegen Rapid Wien. Der 9:6-Sieg war eine überzeugende Leistung der gesamten Mannschaft und ist der Lohn der letzten Wochen und Monate, in denen die Jungs sehr hart gearbeitet haben. Das beste Spiel war meiner Meinung nach allerdings das Spiel gegen JAZ Süd, eine Auswahlmannschaft aus Graz, die auch noch ein Jahr älter war. Nach einem guten ersten Drittel, das mit 3:1 endete, mussten wir im zweiten Spielabschnitt drei Gegentore hinnehmen und waren vor dem letzten Drittel mit 3:4 in Rückstand. Was danach passiert ist, war überragend: Die Jungs haben ein wahres Feuerwerk abgeliefert und das Spiel letztlich mit 10:5 gewonnen. Eine spielerisch tolle Leistung, mit wunderbar herausgespielten Toren. Vor allem wurde damit die einwandfreie Moral und Mentalität dieses Teams unterstrichen.

Als Nachwuchstrainer – ganz besonders von einer so jungen Mannschaft bist du ja nicht nur Fußball-Lehrer, sondern in gewisser Weise auch jemand, der über den Sport hinaus die Entwicklung deiner Jungs begleitend mitgestaltet. Welches sind deiner Meinung nach die wichtigsten Lektionen, die deine Schützlinge im Training und im Spiel lernen?

Die Jungs befinden sich erst am Anfang einer langen und spannenden Reise. In diesem Alter entscheidet sich nicht, wer später einmal Profi wird und wer nicht. Mir geht es darum, ihnen das Gefühl zu geben, Teil eines Teams zu sein. Zu lernen, sich selbst auch einmal hintanzustellen, gleichzeitig aber auch eine eigene Meinung zu vertreten und sich durchzubeißen, wenn es mal nicht so leicht ist. Wichtig ist es, dass die Jungs lernen, dass sie sich anstrengen müssen, um ihre Ziele zu verwirklichen. Daher lobe ich sie auch kaum für ihre bereits vorhandenen Fähigkeiten, vielmehr lobe ich für die erbrachte Anstrengung. Nur so geben sie immer 100 % und ruhen sich nicht auf ihren bisherigen Erfolgen aus. Ich denke, diese Lektion kann ihnen in ihrem ganzen Leben weiterhelfen, ganz unabhängig vom Fußball. Weiterhin ist mir der respektvolle Umgang miteinander und gegenüber den Gegnern sehr wichtig. Fußball ist für die Jungs von immenser Bedeutung, und das ist auch gut so, dennoch ist unser Auftrag, dass wir eigenständige Persönlichkeiten ausbilden, die facettenreich sind und eigenverantwortlich handeln. Auch in den jüngsten Jahrgängen wollen wir dafür schon den Grundstein legen.