Burschen entzaubern rustikale Wölfe

FC Salzburg U19 vs. VfL Wolfsburg U19; 3:0 (1:0). Torschützen: Omoregie (37.), Owusu (81.), Meier (88./ET)

Coach Rene Aufhauser, der sagenhafte 14 „Homegrown“-Kicker – sprich mindestens zwei Jahre im Klub-Nachwuchs dabei – einsetzt, sieht, wie seine Truppe den Nachwuchs der Wolfsburger schwindelig spielt und souverän den zweiten UEFA Youth League-Sieg einfährt.

Spielbericht

Agil stürmten unsere Youngsters in Grödig los, die Wolfsburger kannten unsere Rasenhälfte lange nur vom Hörensagen. Federico Crescenti verzeichnete die erste nennenswerte Gelegenheit, dessen scharfe Hereingabe segelte allerdings an Freund und Feind vorbei. Unsere Auswahl dominierte das Geschehen und brachte die Gäste-Hintermannschaft regelmäßig in Verlegenheit: Crescenti empfing einen Steilpass und steuerte alleine auf Keeper Schulze zu – Lang rauschte heran und stieß ihn in der Box unsanft um … die Pfeife des Unparteiischen blieb überraschenderweise stumm.

Die Aufhauser-Crew ließ sich davon nicht beirren: Elias Havel wirbelte mit einem Energieanfall in die Gefahrenzone, nach einem Pörner-Hoppala ferserlte Crescenti das Rund aus kurzer Distanz Richtung Gehäuse – Schulze hielt die Null. Allerdings nur kurzzeitig: Justin Omoregie trat einen 18-Meter-Freistoß, via Meier-Ellbogen schlug die Kugel im Tormanneck ein – der perfekte Schlusspunkt des ersten Abschnitts (37.).

UYL: SAL vs. WOB - 8 Bilder

Der Staffelstab war auch nach dem Wiederanpfiff erst mal in unseren Händen: Luka Reischl erbte das Leder – sein Abschluss zischte über die Querlatte. Die Autostädter unternahmen nun konkretere Betriebsausflüge ins letzte Drittel: Eine Flanke an den zweiten Pfosten übernahm Ambros per Kopf, Schlussmann Adam Stejskal verhinderte den Einschlag fantastisch. In einer von Härteeinlagen geprägten Partie verantwortete Crescenti die fußballerischen Momente: Erst setzte Omoregie den Knipser traumhaft in Szene, dann lancierte ihn Havel per Steilpass. Allerdings fehlte erst die Präzision, dann die Ruhe vor dem Tor.

Im Anschluss ließ MacNulty die Rustikalität wieder aufleben: Nach einem schusseligen Ballverlust zog er Havel zu Boden – Gelb-Rot für den Wolfsburger (73.). In Unterzahl fehlte den Deutschen erst recht die Durchschlagskraft. Ein Goldgriff von Coach Rene Aufhauser avancierte letztlich zum Todesstoß: Omoregie drang über links in den Sechzehner ein und entdeckte Daniel Owusu am zweiten Pfosten – völlig unbedrängt schob der Joker mit seinem ersten Ballkontakt ein (81.).

Der Deckel war zwar ohnehin schon drauf, Omoregie schweißte ihn aber vorsichtshalber noch fest: Nach einem Corner kam der Semi-Blondschopf ans Rund, seine scharfe Hereingabe erwischte Unglücksrabe Meier unfreiwillig – 3:0 (88.). Unsere Burschen fegten regelrecht über die Wölfe hinweg und dürfen damit mit dem Aufstieg liebäugeln!

STATEMENT

Rene Aufhauser:

Ich glaube, dass der Sieg auch in der Höhe verdient war! Wir waren drückend überlegen, hatten einzig bei der einen Chance von Wolfsburg etwas Glück. Die Burschen haben gegen den robusten Gegner dagegengehalten und die Partie, die wegen des Spielstands lange auf Messers Schneide stand, durch Daniel Owusu entschieden. Kompliment an die Burschen! Dass so viele „Homegrown“-Spieler dabei waren, ist eine Riesenauszeichnung für die Akademie, wo hervorragende Arbeit betrieben wird. Dass sie dann auch bei diesem Bewerb so performen, macht uns alle richtig stolz!

DATEN & FAKTEN

Aufstellung: Stejskal – Böckle, Wallner, Baidoo (90.+1 Molnar), Atiabou (89. Major) – Omoregie, Sahin, Reischl, Kameri (80. Owusu) – Havel (89. Klicnik), Crescenti (80. Paumgartner)
Gelbe Karten: Reischl (29./Foul), Sahin (63./Foul), Molnar (90.+4/Foul)
Zuschauer: 500
Schiedsrichter: Ondrej Pechanec (CZE)