Jerome Onguene wechselt leihweise vom VfB Stuttgart nach Salzburg | Talent aus Ghana wird Kooperationsspieler

Der FC Red Bull Salzburg verpflichtet mit Jerome Onguene kurz vor Ende der Transferzeit noch einen Defensivspieler. Der 19-jährige Franzose wechselt vom VfB Stuttgart zu den Roten Bullen und unterschreibt einen Leihvertrag (inkl. Kaufoption) bis Ende der laufenden Meisterschaft.

Der 186 cm große Innenverteidiger ist Kapitän der französischen U20-Nationalmannschaft, gewann 2016 mit Frankreich die U19-Europameisterschaft und wechselte im Jänner 2017 vom FC Sochaux nach Stuttgart. Beim deutschen Bundesliga-Klub kam Jerome Onguene bisher auf zwei Einsätze in der zweiten Mannschaft, in der französischen zweiten Liga beim FC Sochaux waren es 56.

Sportdirektor Christoph Freund zu dieser Neuverpflichtung:

Jerome Onguene ist jung, sehr talentiert und passt auch deshalb gut in unser Anforderungsprofil. Nach vielen Einsätzen in der französischen zweiten Liga kam er zuletzt beim VfB Stuttgart nicht sehr oft zum Zug, weshalb er beim FC Red Bull Salzburg eine neue Herausforderung sucht.

Interview

Als Kapitän der U20-Nationalmannschaft hast du 2016 mit Frankreich die U19-Europameisterschaft gewonnen. Das war sicherlich der Höhepunkt in deiner noch jungen Fußball-Karriere.

Ja, das ist richtig! Ich erinnere mich noch immer sehr gerne daran. Ich weiß nicht genau, wie ich dieses Gefühl beschreiben soll, denn in Wahrheit ist es ja so, dass man als Spieler immer von Spiel zu Spiel fokussiert ist und das ist natürlich bei einer so wichtigen Meisterschaft nicht anders. Ich habe das Ganze in dem Moment gar nicht so wirklich wahrgenommen. Das kam erst nach einer gewissen Zeit, aber ich werde noch später in meiner Karriere oft an diese Zeit zurückdenken!

Sportdirektor Christoph Freund setzt große Hoffnungen in dich und sieht in dir einen sehr jungen, talentierten Spieler, der gut in unsere Mannschaft passen könnte. Was weißt du bisher über die Spielphilosophie des FC Red Bull Salzburg?

Es freut mich, dass die Erwartungen an mich groß sind, denn das motiviert mich und spornt mich an. Mir gefällt der Spielstil hier sehr gut, und das war auch der Grund, warum ich mich letztlich entschieden habe, nach Salzburg zu wechseln. Die Spielphilosophie hier kommt mir sehr entgegen, denn ich gebe den Ball auch ungern her (lacht).

Wie würdest du dich selbst als Spielertyp beschreiben?

Ich glaube, dass ich ein sehr robuster und schneller Spieler bin, aber um hier mithalten zu können, musst du das sein. Das ist mir klar. Ich weiß, dass die Konkurrenz hier sehr groß ist, und dass auch junge Spieler in der Mannschaft sehr präsent am Platz sein müssen, um sich in das Kollektiv einzufügen. Ich fühle mich dazu bereit, diese Herausforderung anzunehmen und werde mein Bestes geben, all jene von mir zu überzeugen, die ihr Vertrauen in mich setzen.

Welche persönlichen Ziele verfolgst du mit deinem Wechsel nach Salzburg?

Ich bin ein sehr erfolgsorientierter Spieler und möchte natürlich Spielzeit bekommen. Bei meinem letzten Verein war das aus unterschiedlichen Gründen nicht so möglich, wie ich mir das erhofft habe und ich hatte das Gefühl, dass meine Entwicklung möglicherweise stagnieren könnte, wenn ich an dieser Situation nicht aktiv etwas verändere. In Salzburg sehe ich für mich das größte Potenzial, mich zu verbessern und meine spielerische Entwicklung voranzutreiben.

Wer ist dein fußballerisches Vorbild?

Es gibt zwei Spieler, die mein persönliches fußballerisches Vorbild sind: Sergio Ramos und Jerome Boateng.

Talent aus Ghana wird Kooperationsspieler

Majeed Ashimeru wechselt von der West African Football Academy (Ghana) zum FC Red Bull Salzburg und unterschreibt einen Vertrag bis 2021.

Allerdings bleibt der 19-jährige Mittelfeldspieler, der bereits ein A-Ländermatch für Ghana absolviert hat, nicht in Salzburg, sondern wird als Kooperationsspieler in die Sky Go Erste Liga verliehen, wo er bei Austria Lustenau Spielpraxis sammeln und sich an den anderen Spielstil in Europa gewöhnen soll.