Torschützen: Prokop (71.) bzw. Schlager (82.), Wolf (86.)

Nach dem Triumph im Cup gegen Rapid Wien konnte sich unser Klub heute in der Bundeshauptstadt gegen die Wiener Austria zum sechsten Mal in Folge den Titel des österreichischen Fußballmeisters sichern, gleichbedeutend mit dem sechsten Double der Klubgeschichte. Ohne Zweifel ein ganz besonderer Titel, zumal ab sofort ein Stern unser Klublogo ziert.

Spielbericht

Unsere Mannschaft, die heute erstmals in der laufenden Saison von Andre Ramalho als Kapitän aufs Feld geführt wurde, begann gut und versuchte in den ersten Minuten, bereits kontrollierte Akzente zu setzen. Die erste Topchance fanden jedoch die Hausherren vor: Nach einem sauberen Zuspiel in die Schnittstelle scheiterte Maximilian Sax an Cican Stankovic, der den Abschluss mit einer tollen Fußabwehr zunichtemachte. Es entwickelte sich fortan eine intensive Partie mit sehr vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, und die Wiener Austria versuchte, unsere Hintermannschaft mit gezielten, schnellen Vorstößen in Bedrängnis zu bringen. Wir hielten zwar gut dagegen, aber offensiv wollte uns noch nicht wirklich viel gelingen. Nach knapp einer halben Stunde konnte sich erneut unsere Nummer eins bei einem Sax-Schuss aus spitzem Winkel auszeichnen. Kurz darauf war es wieder unser Torhüter, der auch im Duell mit Christoph Monschein die Oberhand behielt und uns vor einem Rückstand bewahrte. Knapp vor dem Pausenpfiff – wir setzten uns mehr und mehr in der Hälfte der Veilchen fest – kamen wir zur ersten Halbchance, doch der Schuss von Smail Prevljak wurde innerhalb des Sechzehners im letzten Moment geblockt, ehe das Schiedsrichterteam eine tolle Tormöglichkeit fälschlicherweise wegen einer angeblichen Abseitsstellung unterband. Somit ging es torlos in die Halbzeitpause.

BL-29: FAK vs. RBS

Den Schwung aus der Schlussphase der ersten Hälfte konnten unsere Burschen in den zweiten Abschnitt mitnehmen und waren das spielbestimmende Team. Es dauerte nur wenige Augenblicke, bis wir durch Smail Prevljak erstmals im Strafraum der Hausherren vorstellig werden konnten, doch unser Offensivspieler wurde hart, aber fair vom Ball getrennt. Wenige Minuten später zappelte die Kugel im Netz der Wiener Austria, doch Smail Prevljak hatte aus Abseitsposition getroffen. Nach knapp einer Stunde wurde Patson Daka mit einem Steilpass perfekt in Szene gesetzt, doch der Abschluss des Sambiers fiel letztendlich zu zentral aus. Die Partie hatte in den letzten Minuten ordentlich an Tempo zugelegt, doch genau in jener Phase, in der wir Angriff um Angriff zeigten, gingen die Hausherren nach einem Volley von Dominik Prokop komplett gegen den Spielverlauf in Führung. Nach dem Gegentreffer standen die Veilchen noch tiefer und fokussierten sich nur noch aufs Verteidigen. Wir warfen alles hinein und kamen durch einen Weitschuss von Hannes Wolf schnell zur nächsten Chance, doch das Leder strich haarscharf am kurzen Eck vorbei. Zehn Minuten vor dem Ende prüfte Alexander Grünwald erneut Cican Stankovic mit einem satten Weitschuss. Praktisch im Gegenzug behielt Xaver Schlager im Strafraum einen kühlen Kopf und traf trocken zum mehr als verdienten Ausgleich. In der Schlussphase konnten wir einmal mehr zeigen, dass wir in der letzten Viertelstunde immer noch zulegen können. So fasste sich Hannes Wolf ein Herz und zog aus gut 20 Metern ab. Sein Schuss, der entscheidend abgefälscht wurde, schlug unhaltbar zum 2:1 im Kasten der Veilchen ein. Das war das Meisterstück und zugleich der sechste Titel in Folge!

Statements

Marco Rose:

Wir wollten heute unbedingt Meister werden, die Austria hatte da aber was dagegen. Wir haben heute auf Frische gesetzt, hatten von Beginn an vollstes Vertrauen in unseren Kader. Man hat auch gesehen, dass wir ein paar Minuten gebraucht haben, bis wir in Schwung gekommen sind. Unser Spiel war heute ordentlich, und die Chancen, die unser Gegner vorgefunden hat, resultierten aus Eigenfehlern. Wir haben im Klub hohe Ansprüche, an denen misst man uns Jahr für Jahr. Wenn man dann gemeinsam Titel erreicht, macht das unglaublich stolz.
 

Stefan Lainer:

Es war heute nicht einfach, es war ein richtig schweres Spiel. Wir sind sehr froh, dass wir den Titel heute trotz Rückstand fixieren konnten. Jetzt haben wir beide Titel eingefahren und können ein wenig feiern. Heute hat man wieder den Charakter unserer Mannschaft gesehen, wir konnten bei dem Wetter und dem Rückstand wieder eine tolle Mentalität in der Schlussphase zeigen. Den Stern muss man sich erst verdienen, das haben wir definitiv gemacht. Wir werden ihn mit Stolz tragen!

Hannes Wolf:

Nach dem Rückstand hat wohl nicht mehr jeder damit gerechnet, dass wir das drehen. Wir sind überglücklich, dass uns das heute noch gelungen ist. Auch wenn die beiden entscheidenden Tore abgefälscht waren, haben wir uns über die Saison gesehen verdient die Meisterkrone aufgesetzt. Wir wollten das heute unbedingt schaffen, schön, dass es wirklich so geklappt hat.
 

WECHSEL

Dabbur für Daka (59.), Wolf für Prevljak (68.), Gulbrandsen für Szoboszlai (77.)

Gelbe KarteN

keine

Nicht einsatzbereit

Van der Werff, Onguene (Knie), Pongracic (Oberschenkel), Ulmer (Muskelfaserriss)