Torschützen: Haaland (13.), Gulbrandsen (37.) bzw. Trauner (49.)

Unsere Mannschaft lässt nach der Titelentscheidung in der letzten Woche keine Anzeichen von Leistungsabfall erkennen und geht nach einem Duell auf Augenhöhe mit dem LASK als letztlich verdienter Sieger vom Platz. 

Spielbericht

Im Spitzenspiel zwischen dem Ersten und Zweiten bekamen die knapp 11.500 Zuschauer in der Red Bull Arena zunächst nicht allzu viel geboten, durften aber dennoch früh das 1:0 bejubeln. Der LASK besetzte das Zentrum zwar dicht und erschwerte uns so unser Kombinationsspiel, unsere Mannschaft fand mit Fortdauer der Partie aber immer mehr Mittel, um auf engstem Raum Torchancen zu erspielen, und ging auf diese Weise bereits nach 13 Minuten in Führung: Erling Haaland schrieb bei seinem ersten Startelfeinsatz gleich einmal an und schloss nach einem traumhaften Assist von Patrick Farkas, der den Ball über die Abwehr spielte, staubtrocken zum 1:0 ab. Nur zwei Minuten später bot sich unserem heutigen RAUCH-„Rookie of the Match“ die nächste Gelegenheit, diesmal fiel sein Abschluss aus aussichtsreicher Position aber zu zentral aus (15.). Die Rose-Elf bestimmte das Spielgeschehen nun klar und hatte weitere Vorstöße zu verzeichnen, die jedoch meist vor der Gefahrenzone unterbunden werden konnten. Auf der Gegenseite kamen die Linzer nach über einer halben Stunde zu ihren einzigen zwei Abschlüssen in der ersten Hälfe, als Wiesinger das Ziel aus der Distanz jeweils nur ganz knapp verfehlte (32., 36.). Im direkten Gegenzug gelang es uns dafür, die Führung auszubauen. Fredrik Gulbrandsen stellte nach einem misslungenen Klärungsversuch der Linzer mit einem herrlichen Heber auf 2:0 für uns (37.).

Nach Wiederanpfiff blieb es ähnlich umkämpft und abwechslungsreich. Die Linzer nahmen sich in der Pause noch einmal einiges vor und unterstrichen ihre Ambitionen gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte. Trauner stand nach 49 Minuten bei einem Eckball goldrichtig, verkürzte per Kopf auf 1:2 und brachte somit wieder Spannung in die Partie. Dies machte sich auch auf dem Feld bemerkbar. Beide Teams schalteten einen Gang höher und verdeutlichten damit ihren ausgeprägten Siegeswillen trotz der bereits gefallenen Entscheidung in der Bundesliga. So ließ Patrick Farkas beispielsweise nach 68 Minuten mit einem schönen Solo aufhorchen, sein Abschluss fiel jedoch zu unplatziert aus – so wie auch ein Junuzovic-Freistoß, der etwas zu flach angetragen war (73.). So blieb es weiter bei der knappen Führung, die in der Schlussphase noch einmal auf den Prüfstand gestellt werden sollte. Cican Stankovic war es zu verdanken, dass die Linzer kein zweites Mal jubeln durften. So konnte unsere Nummer eins in der 80. Minute zunächst einen gefühlvollen Michorl-Freistoß fantastisch entschärfen, ehe er ebenso beim Nachschuss von Trauner mit einer Fußabwehr zur Stelle war. Und die Linzer blieben weiter gefährlich – vor allem nach Standards. Wostry brachte die Kugel aber jeweils nicht in den Maschen unter (81., 90.+3), sodass es auch von zweitrangiger Bedeutung blieb, dass Patson Daka kurz vor Schluss nach einem schnellen Antritt im 16er zu Fall gebracht wurde, die Pfeife des Schiedsrichters aber stumm blieb.

Statement

Marco Rose

Man hat heute gesehen, dass die beiden besten Mannschaften Österreichs gegeneinander gespielt haben. Es war ein rassiges Spiel mit viel Tempo. Wir haben eine bärenstarke erste Halbzeit gespielt. Zur Pause haben wir dann natürlich ein paar Sachen angesprochen, weil es schon zu erwarten war, dass der LASK versuchen wird, Druck aufzubauen. Wir waren dann etwas fahrlässig und haben den LASK ins Spiel gelassen. Trotzdem haben wir nicht so viel zugelassen. Ich muss meiner Mannschaft wieder großen Respekt zollen. Wir haben alle Ziele erreicht und trotzdem gehen sie raus und marschieren – coole Nummer. 

WECHSEL

Daka für Haaland (69.), Leitgeb für Gulbrandsen (75.), Minamino für Junuzovic (87.)

Gelbe Karten

keine

Nicht einsatzbereit

Van der Werff, Onguene (beide Knie), Pongracic (Oberschenkel), Ulmer (Wade) und Mwepu (Knöchel)