Torschützen: Minamino (13.), Okugawa (34.) bzw. Luxbacher (43./FE), Balic (60.)

Unsere Mannschaft gibt im Heimspiel der 15. Runde gegen den SKN St. Pölten eine zwischenzeitliche 2:0-Führung aus der Hand, bleibt mit dem 2:2-Unentschieden aber auch zum 52. Mal in Folge in der Bundesliga zu Hause ungeschlagen und feiert damit dreijähriges Jubiläum.

Spielbericht

Wie so oft, wenn es David gegen Goliath heißt, präsentierten sich beide Teams, wie es ihre Rolle besagt: unsere Burschen dominant, die Niederösterreicher beschränkten sich aufs Reagieren. Unsere Innenverteidigung, bestehend aus Marin Pongracic und Andre Ramalho, stand bei eigenem Ballbesitz oftmals sogar tief in der gegnerischen Hälfte – bezeichnend für die destruktive Herangehensweise der Gäste, die sich darauf konzentrierten, mit Mann und Maus zu verteidigen. Dies änderte sich auch nach der 13. Minute nicht, als es unserer Mannschaft gelang, mit 1:0 in Führung zu gehen. Takumi Minamino drückte die Kugel nach einem Gestocher im Sechzehner über die Linie. Möglich machte den Treffer aber ein starkes Solo von Masaya Okugawa, der mehrere Gegenspieler wie Slalomstangen umkurven konnte. Es blieb jedoch auch in der Folge ein Anlaufen unserer Mannschaft. Dementsprechend vieler Ballkontakte bedurfte es, bis sich einmal eine Schussmöglichkeit ergab. Wenn es so weit war, dann konnte SKN-Goalie Riegler aber zunächst nicht in ernste Bedrängnis gebracht werden. Mit der zweiten guten Gelegenheit ließ es die Marsch-Elf aber auch wieder im gegnerischen Gehäuse klingeln. Takumi Minamino legte ab für Masaya Okugawa, der sich aus kürzester Distanz nicht zwei Mal bitten ließ und auf 2:0 erhöhte (34.). Ein unnötiger Elfmeter ließ die Wölfe allerdings noch vor der Pause auf 1:2 (43./Luxbacher) herankommen, sodass es spannend blieb.

Und es sollte in den zweiten 45 Minuten leider noch spannender werden. Denn nach zwei guten Möglichkeiten von Masaya Okugawa (56.) und Andre Ramalho (59.) jubelten plötzlich wieder die St. Pöltner. Pak enteilte nach einem Patzer von Andre Ramalho am rechten Flügel und legte quer für Balic, der im ersten Versuch noch aus kürzester Distanz an Carlos Coronel scheiterte, aber im Nachschuss zum Ausgleich traf (60.). Nun waren unsere Burschen wieder an der Reihe und reagierten auf den Rückschlag, indem sie einen Zahn zulegten. Unsere Vorstöße sollten jedoch nicht zum Erfolg führen. Während Hee Chan Hwang unbedrängt zu zentral abschloss (62.), setzte Andre Ramalho einen Kopfball aus aussichtsreicher Position knapp daneben (64.). Dem Torerfolg am nächsten kam noch Dominik Szoboszlai, der einen Freistoß aus der zweiten Reihe aufs Kreuzeck brachte, Riegler damit jedoch nicht bezwingen konnte (73.). Unsere Mannschaft spielte auf Sieg, dies bot dem SKN aber ebenso Raum zum Kontern. Sowohl unsere Mannschaft, die durch Patson Daka nochmals zwei Möglichkeiten auf das 3:2 hatte (82., 90.), als auch die Gäste konnten dieses Spiel nicht mehr auf ihre Seite ziehen.

Statements

Jesse Marsch:

Beim Stand von 2:0 hatte ich das Gefühl, dass wir das Spiel im Griff haben. Wir haben eigentlich gut gespielt, aber wir dürfen auf diesem Niveau nicht diese Fehler machen. Wir müssen besser verteidigen. Sicher wäre es gut gewesen, sich vor dem Spiel am Mittwoch Selbstvertrauen zu holen, aber nach Länderspielpausen ist es immer schwierig für uns. Wir erwarten immer, dass alle bereit sind. Die Fehler tun uns heute weh.

Zlatko Junuzovic

Wir haben es verabsäumt, nach dem 2:0 für die Entscheidung zu sorgen. Das Spiel plätscherte dann vor sich hin, sie haben hinten komplett dichtgemacht, und wir haben die Tore mehr oder weniger hergeschenkt. Wir wollten das dritte Tor natürlich unbedingt und das Spiel gewinnen, das ist uns aber leider nicht gelungen. Da hat uns auch die letzte Entschlossenheit gefehlt.

Aufstellung

WECHSEL

Daka für Ashimeru (60.), Szoboszlai für Okugawa (66.), Mwepu für Camara (74.)

Gelbe Karten

keine

Nicht einsatzbereit

Bernede (Schienbeinbruch), Farkas (gesundheitliche Probleme), Stankovic (Muskelverletzung), Haaland (Knieprobleme), Koita (Bauchmuskelverletzung)