Torschützen: Minamino (35.), Okugawa (82.)

Unsere Mannschaft startet mit einer überzeugenden Leistung in die neue Saison der Tipico Bundesliga. Der 2:0-Sieg in Hütteldorf war hart verdient, zumal Gastgeber Rapid den Roten Bullen viel abverlangte.

Spielbericht

Das Kracherspiel zum Saisonauftakt im vollgepackten Allianz Stadion vor 24.000 Zuschauern startete mit aggressivem Spiel von Rapid. Angetrieben von der Kulisse im heimischen Stadion ließen die Grün-Weißen den Roten Bullen zunächst wenige Räume. In der hektischen Startphase fehlte es den nervösen Teams aber an Präzision in ihren Ballaktionen, stattdessen war das Spiel eher physisch geprägt. Nach zehn Minuten gewannen unsere Burschen allmählich die Überhand. Am Ende einer längeren Ballstafette scheiterte Erling Haaland nur knapp an Rapid-Keeper Strebinger.

In Folge blieben wir felddominant, die Kombinationen kamen aber immer wieder an der eng gestaffelten Abwehrkette Rapids zum Erliegen. In Minute 18 wurde Rapid nach einer ausgespielten Ecke zum ersten Mal gefährlich, was die Dynamik des Spiels änderte. Wenig später schob Thomas Murg das Leder ins Netz. Der Treffer wurde allerdings aufgrund einer Abseitsposition aberkannt. Unsere Burschen hatten gegen Mitte der ersten Spielhälfte mehr vom Spiel, die besseren Torchancen verbuchte allerdings Rapid. Dominik Szoboszlai und Antoine Bernede kontrollierten die Bälle, taten sich aber schwer, unsere Stürmer einzusetzen. Stattdessen nutzten die Grün-Weißen immer wieder die offenen Räume, um durch Konter Nadelstiche zu setzen.

Dann kam endlich ein Steilpass von Haaland perfekt in die Schnittstelle. Takumi Minamino zog der Hintermannschaft Rapids unwiderstehlich davon und lupfte den Ball zum 1:0 über Rapids Keeper Strebinger (35.). Eine Aktion, bei der sich der Torhüter aber unglücklich am Kopf verletzte. Für ihn kam Ersatzgoalie Tobias Knoflach auf das Feld.

Unseren Burschen gelang es gegen Ende der ersten Halbzeit immer wieder, hoch in der Hälfte Rapids den Ball zu gewinnen und zum Abschluss zu kommen. Eine von Dominik Szoboszlai iniziierte Aktion kam dem zweiten Treffer am nähesten.

Nach Wiederanpfiff blieb es ähnlich umkämpft und abwechslungsreich. Rapid versuchte gleich zu Beginn, mit Angriffspressing Druck zu erzeugen. Vor allem Aliou Badji stiftete Unruhe in unserer Hintermannschaft. Dann antworteten jedoch unsere Burschen, die das Spiel nun immer mehr in den Griff bekamen. Zuerst schoss Patson Daka das Leder aus gut 20 Metern nur knapp über den Kasten (54.), kurz danach war es wieder der Sambier, der Goalie Knoflach überwand, dann den Ball aber nicht über die Linie brachte. Auf der anderen Seite wirbelte Murg die rechte Abwehrseite der Roten Bullen durcheinander. Sein Stanglpass verfehlte nur knapp potenzielle Abnehmer, die beste Chance Rapids bis dahin im zweiten Durchgang.

Nach einer Viertelstunde versuchten die Trainer, neue Akzente zu setzen. Jesse Marsch brachte Hee Chan Hwang für Patson Daka. Didi Kühbauer ersetzte Aliou Badji durch Philipp Schobesberger.

Einige Löcher bei unseren Roten Bullen luden Rapid nun zu Torchancen ein. Jesse Marsch reagierte und schickte Enock Mwepu für Dominik Szoboszlai (71.) auf das Feld, um für Entlastung zu sorgen. Auch Rapid reagierte noch einmal mit der Einwechslung von Christoph Knasmüllner zu Beginn der Rapid-Viertelstunde. Ebendieser scheiterte eine Minute später nur knapp. Rapid war zu diesem Zeitpunkt näher am Ausgleich als wir an einem weiteren Treffer.

Rapid war jetzt gewungen, alles nach vorne zu werfen. Das bot Räume für unsere Burschen, die sie zu nutzen wussten. In der 82. Minute umkurvte der eingewechselte Masaya Okugawa Rapid-Schlussmann Knoflach und schob aus spitzem Winkel ein. Das 2:0 setzte den positiven Schlusspunkt unter eine kämpferisch-konzentrierte Leistung unserer Roten Bullen.

Statement

Jesse Marsch

Als Erstes hoffe ich, dass es Richard Strebinger gut geht! Es war wichtig für uns, in dieser Atmosphäre zu gewinnen. Rapid hat es für uns schwierig gemacht. Sie haben vor allem unsere Abwehr auf Herz und Nieren geprüft. Umso glücklicher bin ich, dass wir heute gewinnen konnten.

Aufgrund des Wetters war es schwierig für uns, über die gesamte Spielzeit unser hohes Pressing zu spielen. Aber wir waren kompakt, das ist zwar nicht unser gewünschter Stil, Fußball zu spielen, aber am heutigen Tag war es der Weg zum Erfolg.

 

WECHSEL

Hwang für Daka (62.), Mwepu für Szoboszlai (71.), Okugawa für Haaland (80.)

Gelbe Karten

keine

Nicht einsatzbereit

Kilian Ludewig (Adduktoren), Smail Prevljak und Albert Vallci  (beide Sprunggelenk), Alexander Walke (Fußwurzel), Sekou Koita und Diadie Samassekou (beide Trainingsrückstand)